Leichter Sitz auch beim anreiten eines Sprungs?

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5 Antworten

Wie es bei den Turnieren gerichtet wird, weiß ich nicht.  Ich halte mich auch bei Antworten oberhalb von L Niveau heraus.

Ansonsten:
wenn du den vollendeten leichten Sitz beherrschst, solltest du den
eigentlich von Start bis Ziel behalten. Eigentlich. So machten es die
Reiter der Kavallerieschule Hannover, die übrigens mehr ritten als L.
Niemals wurde stilistisch besser geritten und die ritten Olmypia.

Das aufrechte Sitzen vor dem Sprung gehört meiner Meinung nach in die konfuse Mischung aus Dressur und Springen.

Allerdings
sollst du beim korrekten leichten Sitz mit dem Po den Sattel nicht
aktiv verlassen, du sollst dich also niemals aktiv aus dem Sattel
rausheben, rauswuchten. Das macht der Pferderücken im Augenblick des
Sprunges schon von alleine.

ABer wie gerichtet wird? Keine Ahnung. Ich wundere mich oft über die Richter, sowohl bei der Dressur wie beim Springen.

Ich an deiner Stelle würde mich über mein rittiges Pferd freuen und im leichten Sitz bleiben.

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als würde ich mich kurz vorher reinsetzen und erst mal wieder Balance und Rhythmus finden müsste

Wenn du ein Problem mit dem Wechsel zwischen leichtem Sitz und einsitzen hast, dann solltest du daran erstmal arbeiten bevor du in den Parcours gehst, denn das brauchst du im Parcours regelmäßig. 

Du scheinst nicht wirklich im Rhythmus/der Balance zu sein wenn du im leichten Sitz bist, oder verlierst es wenn du einsitzt. Wo der Fehler genau liegt muss dein Trainer vor Ort sehen, aber irgendetwas läuft falsch wenn du die Balance/Rhythmus mit deinem Körper nicht hältst. Denn das ist essentiell für einen Parcours. 

bei so lächerlich kleinen E und A Höhen brauch ich nicht meinen gesamten Körper um das Pferd hin und drüber zu schieben.

Erstens, auch kleine Prüfungen mit dementsprechendem Niveau sind nicht lächerlich. Es ist eine Prüfung, wer die nennt, trainiert darauf hin, gibt sein bestes, hofft und bangt, hat manchmal Erfolg und lernt. Du wirkst sehr arrogant und überheblich wenn du dich so äußerst über Prüfungen, nur mal so, damit du weißt wie solche Aussagen wirken.

Und wenn E und A so 'lächerlich einfach' ist, wieso gehst du dann keine schwereren Prüfungen die nicht 'lächerlich' sind?

Zum zweiten Teil des Satzes, du solltest an der Empfindlichkeit am Bein arbeiten wenn du das Gefühl hast schieben und drücken zu müssen. Gehört nämlich nicht zum reiten dazu, und mit korrekter dressurarbeit kannst du dich da verbessern. Einsitzen bedeutet nicht drücken.


Nun deine Frage, meine Erfahrung ist: grundsätzlich ist leichter Sitz gut. Du musst aber gleichzeitig dran sitzen, also nicht nur oben drüber schweben und rechts links lenken, sondern ordentliche Kurven etc. Wie 'leicht' der Richter dich im allgemeinen sehen möchte, also ob komplett oder nur zwischen den Sprüngen, ist individuell, jeder beurteilt das anders, da gibt es keine allgemeine Regel.

Am wichtigsten ist, dass du einen gleichmäßigen, flüssigen Parcours reitest. Gute Distanzen bekommen und ohne aufwändige Hilfen durchreiten, schön mit dem Pferd zusammen, kein gekämpfe und nicht gegeneinander arbeiten.

Auch wichtiger: Plane beim abgehen den Weg ab dem reinreiten, wo grüßen? Wo angaloppieren? Wie komme ich schön zum ersten Sprung? Danach auch ordentlich durchparieren, ruhig Zügel aus der Hand kauen lassen (nur wenn du das entspannt machen kannst) Lächeln und loben ;) das ganze Drumherum ist auch wichtig, so gemuggel vor oder nach der Start-/Ziellinie wirkt dann auch schnell wirr und nicht mehr schön.

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Kommentar von xxlaraleinxx1
18.06.2017, 22:27

ziemlich lustig was du alles in die wenigen Sätze reininterpretieren kannst xD man hat so ein wenig das Gefühl du bist nur zum stänkern hier aber nun gut... So wie du meine aussagen, könnte ich auch deine zerreißen. zB soll man deiner Aussage nach mit dem Bein treiben und nicht mit dem Körper “schieben“, aber gleichzeitig soll man auch durchs einsitzen “dran sitzen“. Naja würde man nur mit dem Bein treiben, könnte ich ja wunderbar immer im leichten sitz bleiben, dafür muss ich nicht “dran sitzen“. Naja wir meinen wohl das gleiche, auch wenn beides schlecht ausgedrückt ist... dennoch interpretiere ich bei dir nichts rein und versuche dich schlecht darzustellen xD Mit “lächerlich einfach“ war gemeint, das jedes gesunde Pferd diese Höhen ohne Probleme nehmen kann, auch aus dem Stand. Meistens sogar besser, wenn der Reiter nichts macht, bzw das Pferd einfach nur nicht stört. Viele reiten aber diese Höhen als wäre es Olympia, versuchen ohne Ende einzuwirken und verwirren das Pferd letztendlich mehr als das sie helfen.

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Kommentar von kaltblueterin
20.06.2017, 09:52

Super erklärt, Caro!

Ein fettes DH von mir.

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die richter wollen gerne sehen, das geritten wird, also dass der reiter das taxieren übernimmt und nicht das pferd. da wird gerne leichtes aufnehmen und das verlängern und verkürzen der galoppsprünge sowie der absprung mittels reiterlicher unterstützung gesehen - also einsitzen, "schwer machen", "heranholen der hinterhand".

meine persönliche meinung dazu ist, dass das gerade im E oder A/C bereich nicht notwendig sein sollte, sondern der reiter sich mehr auf einen insgesamt korrekten sitz und schönes springen des pferdes, sowie auf ein harmonisches gesamtbild konzentrieren sollte. bei E und A/C springen würde ich als richter immer davon ausgehen, dass das pferd mehr kann als der reiter. das ist normal.

bei A/B und L stilspringen würde ich sagen, sollte der reiter aktiver reiten und würde die einwirkung mitbewerten.

bei zeitspringen ist es egal. wenn dein pferd das kann, reite so wie du es gewohnt bist im leichten sitz, solange das taxieren in ordnung ist und du es nicht korrigieren musst.

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Pfff...die einen Richter so, die anderen so. Wenn man genug Starter vor sich hat, dann mal gucken, wie was bewertet wird.  Bisschen einsitzen vorher sehen die meisten aber lieber, als jemanden, der die ganze Zeit aufm Pferd "liegt" ;) Zumal das sehr passiv aussieht, als würde das Pferd von alleine alles machen. Selbst wenn man so nen Professor hat, kann man ja zumindest bisschen einsitzen und so tun als ob man hilft ;) 

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Kommentar von xxlaraleinxx1
18.06.2017, 22:30

Ok, also wollen sie lieber sehen das man mit Situationen umgehen und richtig einwirken kann? man würde ja meinen das am besten sei, wenn man von Hilfen nichts mehr sieht.

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Hallo,
ich komme zwar aus der Dressur und habe nicht soo viel Springerfahrung (deshalb bitte bei Fehlern verbessern), aber ich denke, dass du vor dem Sprung auf jeden Fall einsitzen solltest, da bei einer Stil Prüfung ja nicht nur wichtig ist, wie dein Pferd zum Sprung kommt, sondern es wird auch auf deinen Sitz geachtet und das korrekte mitgehen über'm Sprung, was ja nicht gegeben ist, wenn du davor schon im leichten Sitz bist... Außerdem hat man seim Pferd trotzdem besser im Griff, hat mehr Einwirkung und bekommt es einfach "mehr auf die Füße", wenn man vor dem Sprung einsitzt. Gerade bei höheren Sprüngen ist Einsitzen extrem wichtig, damit man perfekt zum Sprung kommt ;)
Also meine Antwort: Einsitzen!

LG

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Kommentar von Dahika
18.06.2017, 14:40

das korrekte mitgehen über'm Sprung, was ja nicht gegeben ist, wenn du davor schon im leichten Sitz bist..

Gequirter Quatsch. Wir sind allerdings heutzutage zu 90% schlechtes, wenn auch erfolgreiches Springreiten - "hauptsache rüber" á la Hugo Simon gewöhnt.
 

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Kommentar von GERequestrian
18.06.2017, 14:45

Ich habe ja schon oben geschrieben, dass ich aus der Dressur komme, also habe ich nur das geschrieben, was ich immer gesehen bzw. gehört habe ;)

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Kommentar von GERequestrian
18.06.2017, 14:46

Aber ich habe auf dem Turnier auch noch nie jemanden gesehen, der vor dem Sprung im leichten Sitz war. Diesen zeigt man eigentlich zwischendurch, am Anfang oder am Ende!

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Kommentar von xxlaraleinxx1
18.06.2017, 15:45

gesehen hab ich's auch nicht xD nur verstehe ich nicht warum. bei so lächerlich kleinen E und A Höhen brauch ich nicht meinen gesamten Körper um das Pferd hin und drüber zu schieben. Ich kann wunderbar auch aus dem leichten sitz raus mein Pferd auf die Füße bekommen, eine schöne Anlehnung haben, ihn kurz vorm Sprung wenn nötig losschicken oder kleiner machen etc... und dabei störe ich ihn sehr viel weniger als würde ich mich kurz vorher reinsetzen und erst mal wieder Balance und Rhythmus finden müSste. Bei engen Wendungen oder vor höheren sprüngen Sitz ich auch ein, da brauch ich den aktiven Körper, aber bei so einem flüssigen Parcours nicht

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