Leichensack - Ambulanz - Man wird getragen und verfrachtet ins Leichenschauhaus!

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7 Antworten

Ich vermut mal, Du meinst einen "normalen" Leichenfund, nicht Extremsituationen wie ein Krieg oder den Tsunami 2004. Dann kann ich Deine Frage wie folgt beantworten. Den Ärzten ist nichts erlaubt! Bei jedem Leichenfund, bei dem nicht eindeutig die Personalien und die Todesursache feststeht, wird aber automatisch die Polizei und die Staatsanwaltschaft mit eingeschaltet. Bis zu einer Entscheidung wird die Leiche erstmal beschlagnahmt, d.h., sie verbleibt in der örtlich zuständigen Leichenhalle und der Bestatter darf noch nicht tätig werden (waschen, anziehen etc.)oder die Angehörigen zur Leiche lassen. Letztendlich entscheidet der Staatsanwalt, ob eine Autopsie gemacht wird oder nicht. Dann ist selbstverständlich den Ärzten alles erlaubt, um die Todesursache festzustellen. Sollten die Personalien nicht festgestellt werden können, ist das Ordnungsamt der Gemeinde (Stadt), auf deren Grund der Versorbene gefunden wurde, für die Beerdigung zuständig.

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Also ich war damals im Krieg Iran/Irak, einige Monate mit so etwas beschäftigt. Ich war zuständig für die gefallenen die zu hunderten gebracht wurden. Wir hatten die Leichen(manchmal nur Teile) in Plastiksäcken bekommen. Immernoch volkommen angezogen. Unsere Aufgabe war sie zu entkleiden, Säubern und zuzu ordnen. Manche waren durch explosionen in Stke. zerrissen, manche waren verkohlt, und nichts deutete auf einen Menschen hin. In den schlimmen fällen mussten erst die Gliedmaßen getrennt werden und nach Wunde zusammengesetzt werden. Bei manchen lagen Plaketten vor, und es war einfach sie zu zuordnen. Andere hatten nichts. Also, wurden falls vorhanden, Zähne ins Labor gegeben oder Haarproben oder Kleidungsstücke oder Blut oder Hautfetzen. Die wurden mit einer Datenbank verglichen und manchmal Zahnärtzte befragt um Röntgenbilder zu vergleichen, etc. Das gelingt aber nicht immer. Manche Leichen sind so zugerichtet, das eine Identifizierung unmöglich bleibt. Vor allem bei meiner Arbeit, da wir täglich hunderte rein bekamen! DNA Abgleich war nicht möglich, was heute etwas die Arbeiten erleichtert. Kommt eben immer auf den Fall und Indizien an.

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Bei einer Autopsie ist den Ärzten ALLES erlaubt zu entnehmen! Wenn dann jemand trotz Zahnabgleich, DNA usw. nicht erkannt werden kann - wird er ohne einen Namen beerdigt! Seine Proben werden eingelagert, um ihn evtl. noch nach Jahren zuordnen zu können...!

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Kommentar von DaTorturer187
11.10.2010, 19:54

ja aber wer ordnet den die autopsie an? dürfen die einfach so eine autopsie durchführen?

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Es gibt durchaus Hilfsmittel.

Moderne Scanner können z.B. ein Foto Deines Gesichts mit allen im Bundeszentralregister (sozusagen "Personalausweisverzeichnis") gespeicherten Bildern vergleichen.

Ausserdem wird fast jeder früher oder später von irgendwem vermisst. So laufen in einem ähnlichen Zeitfenster mit dem Fund auch Meldungen ein.

Und "nichts" hat kaum jemand, der tot aufgefunden wird. Was glaubst Du, wo die meisten Toten gefunden werden? Richtig: zuhause.

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"Ist es erlaubt den Ärzten einfach ohne Zustimmung irgendwelche Proben zu entnehmen, Zähne, DNA was auch immer?"

Ist das ernstgemeint? Wie lange sollten sie auf die Zustimmung eines Toten warten?

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Kommentar von DaTorturer187
11.10.2010, 19:57

auf die zustimmung der angehörigen war damit gemeint - deswegen frag ich ja ob die ohne zustimmung einfach mit einem das machen können

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Das übernimmt die Forensik

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Kommentar von DaTorturer187
11.10.2010, 19:51

noch nie gehört das wort

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die gerichtsmnedizin ist auf soetwas spezialisiert.

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