Leiblichen Bruder aus Mutterhaushalt zu mir in meinen haushalt holen?

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7 Antworten

Zunächst mal ist wohl für die ganze Familie einschließlich Deiner Person sehr wichtig dass Ihr jeweils jede Person für sich selbst zu einem Beratungsgespräch der Landesstelle für Suchtgefahren vor Ort geht. Manche Stellen bieten dann Kurse an. Diese sind durchaus empfehlenswert. 

Du schreibst, Dein Bruder nimmt Drogen unterschiedlicher Art und ist in der Pubertät. 

Weiter schreibst Du dass Du ihm geholfen hast von den Konsequenzen seines Verhaltens verschont zu bleiben. Tatsächlich ist diese Vorgehensweise unter Umständen für Deinen Bruder absolut kontraproduktiv. Unter vielerlei Umständen. Dann wäre er eben verprügelt worden. Pubertät schreit gerne mal danach Grenzen aufgezeigt zu bekommen. Außenstehenden mag es nicht gefallen wie brutal dieser Schrei ausfällt und eben entsprechende Resultate erzielt. In durchaus manchem Fall aber haben sie für eine rechtzeitige Umkehr gesorgt. Ob es Dir gefällt oder nicht. 

Dann steht natürlich die Frage im Raum ob er eine Suchtstruktur hat oder nicht. Hat er eine hast Du ihn dabei unterstützt seinen langsamen Selbstmord weiter betreiben zu können. 

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Du fragst ob es Möglichkeiten gibt. Ich habe zunächst versucht Dir eine andere, durchaus berechtigte Sichtweise auf die Gesamtsituation zu vermitteln. Diese wird von Mitarbeitern des Jugendamtes und des Familiengerichtes durchaus mit berücksichtigt und hinterfragt. 

Ich möchte Dir also empfehlen meinen Rat sich beraten zu lassen bei der örtlichen Stelle der Landesstelle gegen Suchtgefahren zu beherzigen. Ansonsten bespreche bitte die Situation mit den kompetenten Menschen die Du hier findest

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php 

Noch angemerkt: 

Ein Jugendamt arbeitet vor Ort mit den betroffenen Menschen fällt aber keine rechtlichen Entscheidungen. Diese werden von Familiengerichten nach Vorschlag des Jugendamtes gefällt. 

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Ein Versuch das Ganze doch noch einvernehmlich zu regeln wäre, dass ihr gemeinsam ein Gespräch in einer Familienberatungsstelle wahrnehmt. Es macht immer einen Unterschied wenn eine außenstehende Fachkraft das Gespräch leitet/moderiert und vermitteln kann. Vielleicht wäre es dann möglich, eure Mutter zur Zustimmung zu bewegen und dir eine Sorgerechts-Vollmacht für deinen Bruder auszustellen, damit du alltägliche Entscheidungen auch für ihn treffen darfst.
Bei dieser Version würde Jugendamt oder Gericht überhaupt keine Rolle (mit-)spielen.

Falls das scheitert, kannst du dich immernoch ans Jugendamt wenden. Bei einem Erst-Gespräch dort sollte dein Bruder dabei sein, denn eine solche Entscheidung kann logischerweise nicht über seinen Kopf hinweg getroffen werden. Das Jugendamt will auch wissen was er möchte, weil weder Jugendamt noch Gericht ihn (leider)  - wenn es auch zu seinem Wohle wäre - zu irgendetwas zwingen könnten.
Seitens des Jugendamtes könnte dann erneut versucht werden mit eurer Mutter zu sprechen bzw. eine gemeinsame Lösung zu finden.

Der direkteste - aber natürlich auch "krasseste" Weg wäre, wenn dein Bruder beim Jugendamt um Inobhutnahme bittet - sieh dir mal den §42 SGB VIII an - das Jugendamt ist in solchen Fällen verpflichtet einem solchen Wunsch nachzukommen. Bedenken muss man natürlich, dass in solchen Fällen auch das Jugendamt entscheidet, WO dein Bruder anschließend hinkommt bzw. was bezüglich seines Wohles für das Sinnvollste gehalten wird. Wenn z.B. er in seinem Verhalten wirklich solche gravierenden Probleme zeigt und dir nicht zugetraut wird, dass du diesbezüglich angemessen erzieherisch auf deinen Bruder einwirken kannst, kann es sein, dass eine entsprechend fachliche Betreuung und Erziehung in einer Jugendhilfe-Wohngruppe empfohlen werden wird. Wenn dein Bruder das nicht möchte, kann dies, wie erwähnt, nicht gegen seinen Willen umgesetzt werden. Dann  KANN es jedoch auch passieren, dass das Jugendamt sagt: "Okay, eine Inobhutnahme zu deiner Schwester macht in unserer Einschätzung keinen Sinn, da diese so viel beschäftigt ist, dass sie sich nicht angemessen um dich kümmern kann und du weiterhin den ganzen Tag lang machen wirst, was du willst - dann kannst du auch bei deiner Mutter bleiben, wenn du nicht in eine Einrichtung möchtest, die entsprechend auf dich einwirken kann und wo daher eine Inobhutnahme (u.damit Eingriff in das Sorgerecht!) Sinn machen würde". Das Jugendamt ist verpflichtet, ein Kind/Jugendlichen auf dessen Wunsch in Obhut zu nehmen - das bezieht sich allerdings nicht auf den Ort, bzw. ist das Jugendamt nicht verpflichtet den Jugendlichen dort hin in Obhut zu nehmen, wo er hin möchte. Aber wie gesagt - dass KANN kommen - muss aber nicht!

Denn Jugendämter unterliegen einem extrem hohen Spar-Druck d.h. es müssen die kostengünstigeren Möglichkeiten genutzt werden (wenn sie leisten können, was das Kind braucht) und bei einer Inobhutnahme muss sowieso immer zuerst geprüft werden ob eine Unterbringung im familiären Rahmen möglich ist. Wenn ihr also deutlich machen könnt, dass ihr einen guten Bezug zueinander habt, du dich angemessen kümmern kannst und dein Bruder die von dir gesetzen Grenzen einhält (??!!), braucht ihr euch keine Gedanken zu machen.

Anschließend muss natürlich dennoch versucht werden mit eurer Mutter zu einer Lösung zu kommen. Wenn das Jugendamt 1-2 Tage nach der Inobhutnahme kein Einverständnis von deiner Mutter einholen kann bzw. keine langfristige Lösung mit ihr erarbeiten kann (z.b. ambulante Hilfen etc.), muss auch das Jugendamt sich ans Gericht wenden. Und dort wird dann geklärt wie es weiter geht. Selbst ans Gericht wenden brauchst du dich nicht - du wirst ans Jugendamt verwiesen werden, das läuft nur mit dem Jugendamt.


Aber wie gesagt, bevor man so ein riesen Faß aufmacht - was die Familien-Atmosphäre für immer beeinflussen wird (!) - würde ich es erstmal gütlich versuchen (Familienberatungsstelle!).

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Ohne Einwilligung der Mutter wird das nicht gehen. Das müsste dann über das Jugendamt laufen und da habe ich erhebliche Zweifel, dass die ein Kind mit so extremen Schwierigkeiten einfach zu der doch sehr jungen Schwester (oder Bruder) geben, denn das würde dich genauso überfordern. Besser wäre da sicher eine Wohngruppe.

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Grundsätzlich kann er hingehen, wo er will und aufgenommen wird. Niemand kann ihn wirklich daran hindern.

Allerdings kannst du ihn nicht an einer anderen Schule anmelden und auch sonst nichts rechtlich oder geschäftlich relevantes für ihn erledigen.

Ihr könntet euch ans Jugendamt wenden, aber gegen den Willen der Mutter können die nicht viel machen - das ginge nur mit einem Richter und der würde dir vermutlich nicht das Sorgerecht geben.

Wenn du ihm also helfen kannst - so dass er trotzdem weiter seine Schule besucht, dann wünsche ich dir viel Erfolg dabei - und ansonsten auch.

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Kommentar von Snake705
07.11.2015, 02:09

Gibt es denn eine möglichkeit das sorgerecht zu beantragen das ich ihn anmelden kann? Weil bei ihr geht er ja nicht zur schule und schläft jeden tag aus seit einiger zeit.

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Nein geht nicht. Glaubst du tatsächlich du könntest einen Süchtigen von seiner Sucht abhalten? Du holst für deinen Bruder die Kohlen aus dem Feuer, davon kommt er nicht aus der Sucht. Das Gegenteil wir der Fall sein.

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Kommentar von Snake705
07.11.2015, 02:00

Nunja, er hat so viel ich erfahren habe aufgehört. das haben mir 4 leute bestätigt. Aber selbst wenn, doch ich bekomm ihn davon weg. ob er will oder nicht.

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Du sagst ::: da er immer wieder sich und andere in schwierigkeiten bringt und abrutscht bzw. mit der Polizei aneinander gerät wegen Drogen und Alkohol konsum.... d.h. er ist schon ganz weit unten und benötigt Fachleute!

Eure Mutter müßte Hilfe zur Erziehung beantragen, dann wird im Beisein des Jungen entschieden was für ihn eine Hilfe sein wird.. meist erfolgt eine  6 monatige Unterbringung in einer Einrichtung des JA mit regelmäßiger Einbeziehung der Eltern bei Teamgesprächen.

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Nein, das geht nicht, weil die Mutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht für deinen Bruder hat.

Das müsste schon über das Jugendamt laufen, und dann müsste

1.) ein triftiger Grund vorliegen, warum dein Bruder bei der Mutter schlecht aufgehoben ist.

2.) es gute Gründe geben, warum dein Bruder bei dir am besten aufgehoben wäre.

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Kommentar von Snake705
07.11.2015, 02:16

Ich biete meinen bruder eine zukunft, finanzielle sicherung und würde auch dafür mal sorgen DAS er zur schule geht das er ein richtiges zeugnis bekommt. ihn helfen auf die richtige bahn zu kommen das er nicht irgendwann da steht völlig mittellos und keine arbeit bekommt. Muss ich dafür zum zuständigen JA? oder reicht es, das wenn ich zu dem hiesigen JA gehe? also ich wäre bereit ein paar schritte zu erledigen das er zu mir kommt (Legal) ohne das man ihn hier weg holen könnte einfach so. (Wohne 50 KM ca. ) von meiner mutter entfernt. wäre es ein grund beim JA wenn er dort nicht zur schule geht, sie nichts macht? aber auch wegen dingen wie das er dort ein umfeld von drogenleuten (Nicht bei sich zuhause) hat? Aber auch schläger (Hools) und andere Chaoten? und diese ihm alle ans leder wollen! oder das der vermieter des hauses in dem die leben meine mutter aus dem haus raus haben wollen und das schon gestern am besten?

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