Lehrer sagt Note öffentlich in der Klasse - Wo bleibt da der Datenschutz?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Benotete Klassenarbeiten sind Urkunden mit denen man sogar vor dem Verwaltungsgericht klagen kann. Denn die Noten, die der Lehrer drunterschreibt sind etwas so ähnliches wie behördliche Bescheide. Die Note auf dem Zeugnis stellt sogar einen Verwaltungsakt dar.

Natürlich darf ein Lehrer solche Entscheidungen nicht Personen mitteilen, die nichts damit zu tun haben. Das ergibt sich nicht nur aus dem Datenschutzrecht (z. B. dem Bundesdatenschutzgesetz) sondern auch aus den verwaltungsrechtlichen Vorschriften, die auch an staatlichen Schulen eingehalten werden müssen.

Bedauerlicherweise sind sehr viele Lehrer in dieser Hinsicht ahnungslos und/oder haben keine Lust sich mit diesem "staubigen, bürokratischen Kram" rumzuschlagen. Doch das entbindet niemanden von seinen Pflichten, sich an alle Gesetze zu halten.

Beschwere dich beim betreffenden Lehrer, evtl. bei der Schulleitung oder der Schulaufsichtsbehörde. Wenn du noch nicht volljährig bist, musst du deine Eltern einbeziehen.

 

Vielen Dank. Ja, das ist schon ein sehr alter Lehrer und der weiß das bestimmt nicht, unterrichtet allerdings  Textverarbeitung usw. an einer Berufschule. Da müsste der das doch wissen!

0

Naja eigentlich darf der Lehrer das nicht. Aber viele machen es natürlich irgendwie trotzdem. Die Frage ist, was willst Du dagegen tun. Klar, wenn es Dich tierisch aufregt, dann sprich den Lehrer darauf an. Nach dem Unterricht, wenn alle anderen weg sind und dann sag ihm, dass Dir das total unangenehm gewesen ist. Dafür sollte er eigentlich Verständnis haben, wenn nicht, dann habt Ihr doch sicher einen Vertrauenslehrer, oder?

Ob Du diesen Weg gehen willst, kannst Du nur selbst entscheiden.

Ich war in der Unterrichtsstunde gar nicht da! Das finde ich so unfair das der voll über mich lästert

0
@Lisa1408

Wie gesagt, Du hast komplett Recht. Das sollte er nicht tun und dürfen darf er es auch nicht. Ich würde ihn ansprechen, dann kannst Du das direkt mit ihm klären. Sag ihm einfach, wie Du Dich gefühlt hast und dann siehst Du wie er reagiert.

0

heinmueck scheint sich da auszukennen, insofern bist Du im Recht. Die Frage ist nun, was Du jetzt im Nachhinein tun willst.

Weiter unten hast Du geschrieben, dass Du Dich schriftlich beim Direktor beschweren willst. Dann tu das. Verlange eine Entschuldigung des Lehrers und behalte Dir vor, den Verstoß zur Anzeige zu bringen, wenn die Entschuldigung nicht kommt oder nicht ernsthaft ist. Nur mit Paragraphen zu winken ohne Konsequenzen anzudrohen, bringt nichts und wird nicht ernst genommen.

Nur wirst Du Dir damit untern den Lehrern keine Freunde machen und niemand kann Dir sagen, ob und wann Dich die Aktion nicht doch irgenwann in den Po kneift. Die Frage ist, ob nicht ein Gespräch mit dem Lehrer die geschicktere Lpösung ist.

Was möchtest Du wissen?