Lehrer hast mich und setzt daher Noten runter?

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5 Antworten

Warum sollte ein Lehrer einen Schüler hassen, wenn dieser Schüler doch - wie du schreibst - relativ angepasst am Unterrichtsgeschehen teil hat. Im Regelfall werden kleine "erlebte" Ungerechtigkeiten gleich mit viel zu übertriebenen Ablehungsgefühlen von Seiten eines Lehrers oder einer Lehrerin "erklärt". Bedenke bitte, dass praktisch alle Konflikte nicht das "Verschulden" eines der Beteiligten sind, sondern Konflikte können vielfältige Ursachen haben, denen man nachgehen muss, und die man in der Regel lösen kann, wenn man sich darum bemüht. 

Der erste Schritt zur Lösung eines Konfliktes ist die sog. Unschuldsvermutung, d.h., man sollte - selbst wenn man das nicht für gegeben hält - zunächst einmal davon ausgehen, dass der Andere einem selbst gegenüber eine neutrale Grundhaltung hat. Wenn man nämlich die "Brille der Hassabwehr" erst einmal abgelegt hat, stehen weit mehr Optionen zur Konfliktbewältigung bereit.

Dass dein Lehrer dich einer anderen Klasse zuordnen wollte, kann z.B. damit zusammenhängen, dass die Schüler, die aus einem bestimmten Einzugsbereich kommen, auch einer dafür zuständigen Klasse zugewiesen werden. Da du ja einen Wohnortwechsel  vollzogen hast, wäre es möglich, dass er hier nur aus genau diesem rein formalen Beweggrund dafür plädiert hat, dass du in eine anderen Klasse kommst. So etwas kann man natürlich ganz entspannt in einem Gespräch diskutieren und dann den Wunsch äußern, dass man lieber in der alten Klasse bleiben möchte, weil man z.B. dort mit den Mitschülerinnen und Mitschülern bereits vertraut ist.

Wenn dich dein Lehrer - sicher rein zufällig mal auf dem Weg zum Zug trifft, ist es doch nicht verwunderlich, dass er ein kleines Gespräch beginnt. Warum sollte er da - eine von dir vermutete - Gehässigkeit ausleben, und dich von deinen Freunden abhalten? Das ist eine ganz unangemessene Unterstellung.

Nun zur Beurteilung der Noten. Da gibt es ja schließlich die schriftlichen Noten, die durch ihren zahlenmäßigen Wert ganz eindeutig die Leistung widerspiegeln. Wenn Du diese Noten zusammenträgst, sollte doch erkennbar sein, ob ein wirkliches Leistungsdefizit von deiner Seite aus besteht. Sind die Noten nun gut bis befriedigend, dann kannst du doch ganz entspannt auf deinen Lehrer zugehen und fragen, warum er sich solche Sorgen um dich machen würde. An dieser Stelle unbedingt einen Vorwurf an ihn vermeiden, weil Anklagen sehr schnell einen zielführenden Dialog verhindern können. Dann sollte er begründen, worauf sich seine Sorge bezieht. Vielleicht erlebt er dich als zu wenig engagiert im Bereich der mündlichen Beteiligung. Dies Ergebnis kannst du dann mit deiner Mutter diskutieren, und dann kann man weiter sehen. 

Bilanz: Lehrer haben in der Regel mit so viel Schülerinnen und Schülern eine Menge um die Ohren, dass sie gar keine Freiräume haben, spezielle Ablehnungs- oder gar Hasshaltungen gegenüber einzelnen Leuten aufzubauen und durchzuhalten. Das würde ja bei ihnen selbst viel zu viele Kräfte binden. Es ist fast immer nur die Phantasie der Schüler oder Schülerinnen, dass sie meinen, der Lehrer würde sich dezidiert mit ihnen in besonderem Maße beschäftigen. Wenn man also eine nach eigenem Gefühl nicht stimmige Behandlung feststellt, ist es grundsätzlich der beste Weg, ohne Vorwurfshaltung die eigene Wahrnehmung vorzutragen und darum zu bitten, dass der Lehrer hier eine Deutung der Problemsituation anbieten möge.

Erst einmal siehe es so: In dieser Zeit bist du auf den Lehrer angewiesen und er soll dir etwas beibringen und nicht sich selbst . Dass von der Schule Verweise mit Mails versandt werden ist auch ungewöhnlich.

Sprich mit dem Lehrer in aller Ruhe. Da du im Heim lebst, hast es schwerer als die anderen Schüler. Aber dem Lehrer asozailes Verhalten zu unterstellen hilft dir in dieser Sache nicht weiter. Ich selbst bin kein Lehrer.

Sag erstmal deiner Mutter, dass das nicht stimmt, was in dem Brief steht. Wenn sie dir nicht glaubt, kann sie gerne deinen Klassenlehrer anrufen oder aufsuchen, der wird ihr das dann bestätigen.  Du selber könntest mit eurem Vertrauenslehrer oder dem Klassenlehrer darüber reden.  Die können dann ein Gespräch mit diesem Lehrer führen und ihn auffordern, damit aufzuhören, sich zu sehr in dein Leben einzumischen und Lügen über dich zu verbreiten.

Was du schreibst deutet nicht auf ein Vorurteil deines Lehrers hin, das er gegen dich hat, sondern eher auf Selbstmitleid.

Du züchtest eine Menge Vorurteile gegen deinen Lehrer. Das ist sehr praktisch, weil du dann nichts an deinem Verhalten ändern musst, wenn "die anderen" an allem schuld sind.

Ich würde dir vorschlasgen, deine Arbeit zu machen und mal mit deinem Lehrer über seine "Vorurteile" zu reden, falls du den Mut dazu hast.

Nun hat aber meine Mutter eine Mail bekommen das ich in der Schule einfach nur schlecht bin, nie mitmachen, kein Interesse zeige und das mit dem Zug sei unerhört.

Eine Mail von wem?

Wenn ich ihn darauf anspreche

Das ist nicht deine Aufgabe, sondern die deiner Eltern bzw. Erzieher.

 

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