Legitimation falscher Verben im Englischen direkt auf das Deutsche übertragbar (z.B. "How is you")?

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5 Antworten

Naja, das ist eine Tendenz, die Sprache zu "vereinfachen", aber im Deutschen wäre (zumindest heute im Jahre 2017) "du ist" schlichtweg falsch. Wie es in 200 Jahren aussieht, weiß ich nicht.

Auch im Englischen sind "he don't know" oder "you is" eigentlich falsch. Dennoch wird es freilich benutzt. Auch im Deutschen gibt es viele Dinge, die oft gebraucht werden, aber - zumindest streng genommen - inkorrekt sind.

Manche Sprachen haben Singular/Plural Unterscheidungen bei Verben komplett abgeschafft, allerdings gehört Deutsch nicht zu diesen. So gibt es auch im modernen Isländischen sorgfältige Unterscheidungen 1./2./3. Person und natürlich auch Singular/Plural. Im modernen Schwedischen ist dies weggefallen, "jag har" = ich habe, "du har" = du hast, "vi har" = wir haben, usw. (der Schwedischlernende freut sich darüber).

Die deutsche Grammatik fordert die Unterscheidung "ich bin" "du bist" "er ist" usw. Und das wird bis auf weiteres wohl auch so bleiben.

Du hast Recht, das kommt ständig in englischen Liedern vor... Vor allem auch die Verwendung von "don't" anstatt "doesn't" hört man da permanent..

Also ich würde mal sagen, ins Deutsche lässt sich das nicht übertragen und wird zum Glück auch nicht gemacht. Mir persönlich kommt das im Englischen komisch vor und würde es im Deutschen noch viel mehr.

Wie sich das für einen Amerikaner anhört, kann ich dir nicht sagen.. Für mich hört es sich einfach falsch an - andererseits habe ich aber noch nie gesehen, wie sich ein Muttersprachler darüber beschwert, so idk...

Es gibt englischsprachige Länder, die wenig Wert auf gutes Englisch legen. Manchmal sogar ihr "eigenwilliges" Englisch aus nationalen Gründen betonen.

Ich denke da an die ehemaligen englischen Kolonien in der Karibik. Da verstehe ich durchaus, dass ein Einheimischer von Saint Lucia sich nicht von Engländern vorschreiben lassen will, wie er zu reden hat oder wie er schreiben darf.

Da erinnere ich mich in der Tat an das putzige Englisch der "local beach guys".

;-)

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Das lässt sich glücklicherweise - bis jetzt! - noch nicht in dieser Form und Häufigkeit auf das Deutsche übertragen.

Aber ich denke, "wir" sind hier "auf gutem Wege".

;-)

Ich bin sicher, einem intelligenten und sprachbewussten U.S.-Amerikaner geht die Rapper-Schlampsprache genauso auf den Keks wie seinem deutschen Gegenüber das meiste Rumgerappe, auch wenn das diesem vielleicht noch nicht ganz so grammatisch falsch erscheint.

Hierbei sollte aber bedacht werden, dass der U.S. "ghetto slang" und das "black vernacular English" schon immer ihre eigenen sprachlichen Ausdrucksformen hatten, während zum Beispiel das Kiezdeutsch eine relativ neue Entwicklung ist.

Gruß, earnest


Aber ich denke, "wir" sind hier "auf gutem Wege".... und GF führt uns voran. Ich denke da an das Video, das du übersetzen solltest.

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@HansH41

... und an den Proll, der anschließend herumtobte... und, wenn ich mich nicht täusche, noch nicht gesperrt ist.

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Hab mich das auch schon immer gefragt durch das Lied "It don't matter" von Donavon Frankenreiter. Ich denke, dass gehört einfach zum Slang oder ist ein Dialek t (der Künstler ist aus Australien, glaube ich).

Mit Dialekt hat das nichts zu tun.

Das hat vermutlich nur rein "äußerliche" Gründe: Mit "don't" gibt es eine Silbe weniger - und das passt zur Melodie.

Ansonsten: künstlerische Freiheit.

Es ist aber richtig, dass es Muttersprachler gibt, die das "s" bei der dritten Person verweigern.

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