Leer abschlagen, ab wie vielen Abschläge ohne Munitionen wird es für die Waffe "schädlich"?

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6 Antworten

Da könnte ich etzt einen Aufsatz darüber verfassen, ist ein sehr kontravers diskutiertes Thema. Meine Antwort: Jedes einzelne Mal ist zuviel!

So pauschal kann man natürlich nicht sein, denn Glocks zum Beispiel haben einen innenliegenden Hammer und einen teilvorgespannten Abzug. Hier muss man Trocken abdrücken und das macht der Waffe in diesem Fall aufgrund der Konstruktion des Abzugs auch nichts. Bei Randfeuerwaffen ist das trockene abschlagen noch schädlicher und sollte auf keinen Fall gemacht werden.

Bei Waffen mit aussenliegendem Hammer lässt sich dieser beim Abziehen mit dem Daumen sanft nach vorne begleiten, wobei meistens sogar ein Sicherungsrast vorhanden ist, sodass der Hammer nicht ständig auf den Zündstift drückt.

Bei Revolvern kommt es wiederum auf das Abzugssystem an, manche haben den "Zündstift" direkt am Hammer, manche haben einen separaten Zündstift. Diejenigen mit separaten Zündstift darf man nicht leer Abschlagen, bei denen mit Hammer/Zündstift Verbund ist das ziemlich egal.

Was ist eigentlich das Problem am leer abschlagen? Die Antwort liegt im Zündstift. Dieser ist gefedert im Schlitten eingebaut. Bei normalem Gebrauch schlägt der Hammer auf den Kopf des Stifts, der Stift bewegt sich horizontal, die Spitze des Zündstiftes schlägt ins Zündhütchen, das Zündhütchen feuert, ect. Ist nun keine Patrone geladen, schlägt das Zündhütchen ins leere, die horizontale Bewegung des Zündstift wird durch dessen Kopf und der Feder aufgefangen. Ist etwa so wie wenn man einem bereits eingeschlagenen Nagel noch einen Stoss versetzt. Das tut also dem Zündstift und der Feder dazu nicht gut.

Inwiefern das Schaden verursacht weiss niemand so richtig, ich persönlich vermeide das leere Abziehen aber, ausser wie schon geschrieben bei Glocks...

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Da brauchst du dir kein Kopf machen, ein paar hundert Abschläge dürften wohl kein Problem sein.

Natürlich etwas abhängig des Modells. Manche haben eine art "Abschlagrand" da zerbröselt dir irgendwann der Schlagbolzen. Andere Marken/Modelle haben diesen nicht - da hauts dir immer auf den Patronelagernrand..

Den Hahn mit dem Daumen zurückrutschen lassen sollte hingegen schlimmer sein (sofern man dies entsprechend oft macht)

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Beim ipsc musst du nach jeder "Runde"  leer abschlagen, da ist auch nach hunderten Malen nichts 

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Die Sorge hatte ich vor meinem ersten Waffenkauf auch, aber im Handbuch meiner (scharfen) 1911er steht beispielsweise drin, dass trockene Abschläge die Waffe überhaupt nicht beschädigen und beliebig oft durchgeführt werden dürfen.

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Kommentar von Pandur11
07.01.2016, 01:25

Das habe ich auch gerade gelesen, gesund ists aber sicher nicht...

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Servus,

sehe da kein Problem wen du das ein par mal machst, würde dir aber empfehlen das du dir eine Pufferpatrone für deine Waffe besorgst, das sind so Patronen Nachbildungen aus Kunststoff oder Metall, mit einem kleinen Dämpfer im inneren der den Schlagbolzen abfedert so ähnlich wie das Zündhütchen bei einer scharfen Patrone.

MfG

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Das kommt auf die Waffe an. Z.B hat der Colt 1911 den Ruf sowas gar nicht zu verkraften. Eine Glock dagegen wird ständig leer abgeschlagen, da man sie anders gar nicht zerlegt bekommt.

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