Lebt ein „durschnittlicher“mensch in deutschland besser als ein könig in der Vergangenheit?

Das Ergebnis basiert auf 24 Abstimmungen

Ja 33%
Nein 33%
Kommt drauf an 29%
Andere antwort 4%

13 Antworten

Ja

Ja, allerdings nur die Gesungsbewussten, denn die Koenige gingen gerne zur Jagd, assen viel Wildfleischund litten allesamt dadurch an Gicht.

Diese Purine kennen wir heute, welches Unheil sie anrichten koennen, der/die Koenige hatten darueber keinen blassen Schimmer.

Das sind die Seiten der Ernaehrung, ansonsten lebten sie in Saus und Braus, bis auf ein paar Kriege, die sie allerdings nicht weiter tangierten.

Bis zur Franzoesischen Revolution, da lebte der Koenig, samt Frau, aeusserst ungesund, sie machten die Bekanntschaft mit dem Fallbeil/Guillotine.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_XVI.

Woher ich das weiß:Recherche
Kommt drauf an

Was Nahrung, ärztliche Versorgung und schnelle Verkehrsmittel angeht: Ja,

ABER: Ein König war ein König, er hatte einen bestimmten Titel und einen großen Ruf, er konnte sich besonders fühlen, heute fühlt man sich manchmal wie eine Ameise zwischen 1 Millionen Ameisen, da ist es auch nicht wichtig, dass man vom Supermarkt kaufen kann was man will. Außerdem war ein König viel reicher als die anderen, und konnte sich somit auch sehr freuen.

Kommt drauf an

Das ist eine Temperaments- und Gewohnheitssache.

Als König im Mittelalter musste man bei Wind und Wetter tagelang reiten und hatte in der Pfalz zwar beliebig viel zu essen, aber meist keine geheizten Schlafräume. Die Kemenate war das Vorrecht der Frau.

Ein König ist einmal wegen morscher Balken in die Kloake unter seinem Wohnraum gestürzt, hat sich dabei den Arm gebrochen, ist danach zu einem weiten Ritt aufgebrochen und hat bei den folgenden Verhandlungen mit seinem Gegner so gut Kampffähigkeit vorgetäuscht, dass er sie erfolgreich zu Ende brachte. Das passiert heutigen Durchschnittsdeutschen mit Sicherheit nicht.

Friedrich II. von Preußen hat während seiner monatelangen Kriegszüge sich mit philosophischer Lektüre und dem Auswendiglernen von Dramen bei Laune zu halten gesucht, ist aber trotzdem - zumindest der Anekdote nach - nach einer Niederlage lange über das Schlachtfeld geirrt in der Hoffnung, dass er dabei einen ehrenvollen Tod finden werde. Und schwere Niederlagen hat er immer wieder erlebt.

Aber wenn jemand das Bedürfnis hat, zur Erziehung seines Sohnes ihn dazu zwingen, bei der Enthauptung seines Freundes zuzusehen, für den wäre der heutige Rechtsstaat wohl eine so große Zumutung, dass er nicht mit einem heutigen Durchschnittsbürger tauschen würde. Alles eine Frage der Erwartungen, die man ans Leben hat.

Kommt drauf an

Kommt auf den König und die Zeit an und was man unter einem "durchschnittlichen Menschen" und "besser leben" versteht.

Ein Durchschnittsverdiener in Frankreich hat heute sicher eine bessere Gesundheitsversorgung als Ludwig XIV. , lebt unter besseren hygienischen Bedingungen, ist technisch besser ausgestattet, hat Zugriff auf mehr Produkte und verfügt über mehr persönliche Freiheiten.

Ludwig hatte hingegen Immobilien mit weitaus größerer Wohnfläche inkl. Garten und Jagdgründen, wertvolle Kunstgegenstände, Kutschen, Diener, Haushälter und Berater sowie Macht über Andere.

Schwer zu sagen, wessen Leben besser ist. Einfach fällt die Antwort aus, wenn man einen damaligen französischen Bauern mit einem heutigen Franzosen oder den König mit den heutigen Bewohnern mancher ehemaligen französischen Kolonien vergleicht.

Kommt drauf an

Es kommt drauf an. Ludwig XIV lebte sicher in jedem erdenklichen Luxus. Aber er hat wohl fast nie in seinem Leben warmes Essen bekommen. Denn das musste von der Küche in seine Räume gebracht werden und bis es bei ihm war, war es kalt. Vernünftige KLos gab es nicht. Badewannen schon mal gar nicht.

Also Brokat und Seide hin oder her, ich wollte nicht mit ihm tauschen.

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