Lebt Abdallah Al-Sabah (Kuwaitischer Prinz, der 2010 zum Christentum konvertierte) Heute noch?

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3 Antworten

Al-Haqiqam, was übersetz "die Wahrheit" bedeutet, ist ein christlicher Sender auf arabisch bzw. arabischer Sender von arabischen Christen, mit sehr starkem Support aus Europa. Dieser hat (glaube 2010) eine Liste veröffentlicht, mit 10-15 Arabern, welche Christen geworden sein sollen.
Alleine das ist mehr als dämlich, da man diese Personen schützen möchte. In dieser Liste wurde der Name Abdallah Al-Sabah aufgeführt und es gab eine Audio-Aufnahme dazu a la Radiointerview.

Saad al-Abdallah as-Salim as-Sabah, der ehemalige Emir von Kuwait, sein Sohn Fahad bin Saad al-Abdullah al-Salim al-Sabah und Fadia bint Saad al-Abdullah al-Salim al-Sabah sollen einer davon sein, Jameela bint Saad al-Abdullah al-Salim al-Sabah fällt aus der Liste ganz raus, warum auch immer. Der nachfolger aus 2006 oder 2007 ist Sabah al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah, seine Söhne wären Nasser, Hamad, Salwa und Ahmad.

Es ist kein Wunder, das darüber so gut wie nur christliche Portale berichtet haben, da es Wunschdenken ist, nicht mehr und nicht weniger.

Weil in Kuwait das Sharia-Gesetz gilt und laut Sharia auf jeden Abtrünnigen des Islams die Todesstrafe wartet.

Kuwait ist eine Erbmonarchie, der Emir ist das Staatsoberhaupt und steht über alles und jedem, auch über dem Islam. Islam gibt es dort, wenn es passt. Deshalb ist es in Ordnung, wenn Kim Kardashian 1 Million für eine Nacht geboten wird oder eben Jungfrauen aus Russland, Brasilien, usw. eingeflogen werden. Mit Sharia hat das nichts zu tun, weil eben eine Monarchie ist.

helmutwk 05.07.2017, 14:33

Alleine das ist mehr als dämlich, da man diese Personen schützen möchte.

Wenn in deren Umfeld sowieso schon bekannt ist, dass sie Christen sind, ist Schweigen kein Schutz mehr.

In diesem Fall gab es eine Audiodatei, in der der Prinz offiziell erklärte, dass er jetzt Christ ist und mit der Veröffentlichung der Aufnahme einverstanden. Die Frage ist, ob er der war, für den er sich ausgab - Zweifel sind angebracht.

Islam gibt es dort, wenn es passt.

Und dazu gehört auch, dass sich die Gesetze an die Scharia anlehnen.

oder eben Jungfrauen aus Russland, Brasilien, usw. eingeflogen werden.

Das ist doch laut Koran erlaubt - da die Jungfrauen kaum kommen, weil sie auf die große Liebe hoffen, sondern Zwangsprostituierte sind (bzw. werden), ist das der Fall von Sura al-Muminun  23:6 (Sex mit Sklavinnen). Du magst diesen Vers anders interpretieren als die Kuwaiitis, aber sie können sich auf den Qor'an (nach ihrer Interpretation) berufen, und die deckt sich immerhin mit der deutschen Qoranversion auf islam.de

wenn Kim Kardashian 1 Million für eine Nacht geboten wird

Das war aber nicht in Kuwaiit - das war in einem Land, in dem die Scharia ganz offiziell ohne Wenn und Aber Gesetz ist.

Und auch wenn (wie in SA) gerne Ausnahmen gemacht werden - wenns "passt", wird die Scharia angewandt. Und bei Muslimen, die Christen werden (oder auch noch ne andere Religion annehmen) passt das immer. In Afghanistan beispielsweise, da konnte jemand der Hinrichtung nur entgehen, indem er offiziell für unzurechnungsfähig erklärt wurde. Und ohne Druck aus dem Westen wär es nicht zu dieser "Lösung" gekommen.

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Warum sollte der nicht mehr leben?

Chester96 04.07.2017, 20:39

Weil in Kuwait das Sharia-Gesetz gilt und laut Sharia auf jeden Abtrünnigen des Islams die Todesstrafe wartet.

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Lichtdesislam 05.07.2017, 00:27

@Chester96

In keinem Land der Welt herrscht die Sharia.

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helmutwk 05.07.2017, 13:45
@Lichtdesislam

In keinem Land der Welt herrscht die Sharia.

Das hängt natürlich davon ab, was man unter "Scharia" versteht. Der Sudan hat ganz offiziell die Scharia zum Gesetz erhoben - vielleicht nicht das, was du unter Scharia verstehst, aber doch "die Scharia".

Auch Saudi-Arabien und Mauretanien haben die Scharia zum Gesetz erhoben. Sie gilt auch in einigen Teilen Nigerias (laut BokoHaram nicht konsequent genug), und so weiter.

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