Lebensversicherung ohne Angabe von Berechtigten, Erbe ausgeschlagen

5 Antworten

Ich bin KEIN Jurist, weiß dies aber genau: Die Lebensversicherung gehört automatisch mit zur Erbmasse, da kein begünstiger eingetragen wurde. Wenn alle das Erbe ausschlagen, bekommt folglich auch niemand die Lebensversicherung ausgezahlt. Das weiß ich nicht genau, ist aber irgendwie logisch: Kassiert jemand die Lebensversicherung und schlägt danach das Erbe aus, macht er sich strafbar. Das weiß ich genau: Wäre im Lebensversicherungsvertrag ein Begünstigter eingetragen worden, dann läge hier laut §331 BGB.ein Vertrag zugunsten Dritter vor. Die Versicherungssumme fiele dann nicht in den Nachlass und der / die Bezugsberechtigte/n bekäme/n im Todesfall einen Anspruch am Nachlass vorbei direkt gegen die Versicherung. Aber so ist es ja bei euch nicht. Zu den Beerdigungskosten wendet euch an eure Gemeinde oder an das zuständige Amtsgericht. Ich weiß nicht, ob ihr die übernehmen müsst, wenn ihr das Erbe ausschlagt oder ob ihr trotzdem verpflichtet seid dafür auzukommmen.

Da hätte die Mutter schlauerweise rechtzeitig einen Bezugsberechtigten nennen müssen - denn dann (und nur dann) wäre die Summe der LV unabhängig von Annahme oder Ausschlagung des Erbes ausgezahlt worden (da nicht Teil der Erbmasse). So aber fällt das Geld aus der LV dem Staat zu. Supi.

Derjenige der das Erbe nicht ausschlägt, bekommt zwar das Geld, aber hat auch alle anderen Schulden die da sind, an der Backe.

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