Lebensverhältnisse nach dam mauerfall

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8 Antworten

Ich würde dann erst einmal zurückfragen, wie alt deine Großmutter damals war. Denn wenn sie schon Rentnerin war, dürfte sich nicht allzu viel für sie verschlechtert haben. Es sei denn, irgendwelche Wessis, die einen Rückforderungsantrag auf ihr Wohnhaus gestellt hatten, fingen an, sie zu schikanieren, damit sie schneller auszieht. So etwas kam damals immer wieder vor.

Wenn sie dagegen von heute auf morgen ihre Arbeit verloren hat oder ihr Lebenswerk entwertet sah (leider wurde damals vieles Sinnvolle "abgewickelt", weil es nicht in die westdeutsche Landschaft passte, z. B. Schulchöre), dann kann das ihren Tod durchaus beschleunigt haben. Am Materiellen kann es jedoch zu dieser Zeit noch nicht gelegen haben. Denn die Unterstützung, die Arbeitslose damals noch bekamen sowie das Sonderwohngeld Ost haben im Anfang wenigstens noch für eine materielle Absicherung gesorgt.

Ich erzähl mal, wie ich's erlebt hab. Meine Frau und ich wurden damals gleichzeitig entlassen - und mit uns 70 % der Belegschaft des Betriebes. Da hebelte man plötzlich sogar den Mutterschutz aus. Wir lernten plötzlich ein Gefühl kennen, daß uns bis dahin völlig unbekannt war: Angst vor der Zukunft. Das läßt einen nachts nicht schlafen, bereitet Bauchschmerzen. Ein Scheißgefühl. Uns Jüngeren und gut ausgebildeten fiel es leichter, wieder unterzukommen, und auch mit den neuen Gegebenheiten zurechtzukommen. Aber mit Mitte 40 und älter hattest Du keine Chance. Zur Zukunftsangst kam dann noch Perspektivlosigkeit und soziale Ausgrenzung hinzu. Daß so etwas nicht gesund sein kann, liegt auf der Hand.

"Nach der Wiedervereinigung stieg die Sterblichkeit in den neuen Bundesländern kurzzeitig an – bei den Frauen leicht, bei den Männern deutlich." http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/mauerfall/Kapitel3.pdf?__blob=publicationFile

Claud18 03.11.2012, 11:33

Ich kann mich noch an das Phänomen erinnern, dass die Frauen plötzlich Familienernährerinnen waren und die Männer schwer damit klar kamen. Denn Krankenschwestern und Verkäuferinnen wurden weiter gebraucht, aber keine Industriearbeiter mehr.

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Ich habe nach der Wende genauso viel verdient wie vorher,nur halt in D Mark.Da reichte es nicht für ein Leben in Saus und Braus,eher zum erhalt des Lebens.Nach und nach stiegen die Gehälter.Ich errinnere mich daran ,das ich viel damit beschäftigt war,Preise zu vergleichen.Das gab es früher nicht.Auf der anderen Seite konnte man auf Trödelmärkten billig Kristall und Porzellan bekommen.Mein Sohn war 1990 Schulanfänger und ich hatte damit zu tun,das ein Markenturnschuh oder ein Pelikano nicht alles im Leben ist.Viele seiner Klassenkameraden missten alles nach materiellen Dingen,hast du einen Videorecorder?Hast du eine SEGA Konsole?Um es übertrieben zu sagen,jeder Penner dachte,trage ich Nike`s gehöre ich zu den oberen 10000.Das es so nicht ist,erkannten Sie nicht,weil sie viel zu dumm dazu waren.

Wie alt war Deine Großmutter 1989?Und wann ist sie veratorben? Davon hängt viel ab, wie sie den Mauerfall subjektiv empfunden haben kann.

Endlich Bananen - Omma war so erschrocken, dass es sowas gibt, dass sie davon einen Herzklaps bekommen hat! :-)

Bitte nicht übelnehmen, aber einen Zusammenhang zwischen dem Mauerfall und dem Ableben Deiner Oma konstruieren zu wollen, ist sehr weit hergeholt. Es gab sicher viel Aufregung damals, aber altersbedingte Sterbefälle haben gewöhnlich mit politischen Ereignissen nichts zu tun.

Ich verstehe leider Deine Frage nicht.
Willst Du vielleicht wissen, ob die Lebensverhältnisse nach dem Mauerfall etwas mit dem Tod Deiner Großmutter zu tun haben könnten?

Das wird Dir niemand hier per "Ferndiagnose" beantworten können.

Gruß, earnest

sueman 02.11.2012, 16:52

ja ok , habe das bisschen schlecht formuliert aber ich will halt die verhältnisse damals wissen .

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Auf welche Frage willst du denn eine Antwort?

sueman 02.11.2012, 16:42

ja welche lebensverhältnisse damals waren wie schlecht die waren und so .

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