Lebensunterhalt als Künstler verdienen

5 Antworten

Lehramt als (echter) Künstler ist nicht unbedingt zu  empfehlen, sieht man „leider“ auch  an den offensichtlichen, künstlerischen Defiziten und selten ansprechenden Leistungen (im künstlerischen Umfeld, ) dieser "Lehrkörper"! (Leerkörper) Wer staats-besoldeter "Künstler" ist, wagt nichts und muss auch nichts  wagen, geht keine neuen unbekannten Wege, sondern reproduziert zumeist das Bekannte und herkömmlich Existierende,.(im künstlerischen Umfeld) viele sind auch ge- befangen in der "klassischen" Kunstgeschichte, also wiederholen bekannte Vorlagen aus Expressionismus, Kubismus, manchmal ein wenig "Pop -art" bis ins Unendliche.

Zudem ist die Ausbildung dazu auch regional besehen, recht unzureichend  und abhängig von fordernden und wirklich begabten Lehrmeistern in der  pädagogisch künstlerischen Ausbildung, also eher zweifelhaft, ..

Insgesamt wäre also anzuraten ein "riskantes" Kunststudium an einer guten Akademie zu absolvieren oder auch  in die angewandten Künste zu gehen: Industrie-Design, Kommunikationsdesign, visuelle Gestaltung, Objekt Design,  etc. und dort zu versuchen, künstlerische Ansätze in der Alltagskultur einzubringen und zu befördern,

Grundsätzlich sind aber deine "bürgerlich geprägten" Erwartungshaltungen abzuklopfen und abzufragen, wie du wirklich leben willst, also selbstbestimmt-er, mit einer gewissen Freiheit und dadurch auch den Höhen und Tiefen einer fluktuierenden Kunst-Welt ausgesetzt , oder im „sicheren  Hafen“ des "besoldeten" Staatsdieners zu dümpeln, der keine Höhen und Tiefen kennt  dessen Herausforderungen daher auch mässig und zumeist einschläfernd bis langweilig, aber "sicher" und bekannt bis "verordnet" sind, .!?

Wenn Du in einer Großstadt wohnen solltest oder zumindest in der Nähe, dann nimm Kontakt zu führenden Zeitungsredaktionen auf.

Mach mal ein Praktikum dort, arbeite da in den Ferien, evtl. auch ohne Lohn, und frage z.B., ob Du mal am Layout mitarbeiten darfst. Zeitschriften und Zeitungen wird es schon noch eine ganze Weile geben. Die müssen gut gestaltet, illustriert und verkauft werden.

Da sind erst einmal Zugeständnisse von beiden Seiten zu machen. Einen Fürsten, der Dich an seinen Hof holt, wirst Du aber wohl nicht mehr finden.

Also: die Zeitungen  Zeitschriften,etc. kannst du aber "suchen" gehen, an/ in denen Praktikanten nennenswerte Mitsprache am grafischen Erscheinungsbild haben, schon mal was vom der "deutschen" "Hierarchie"  und den Machtpositionen gehört, auch im Verlagswesen??

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@Saragoza

Unglaublich, für mich war´s unvorstellbar, ich kenne diesen Weg auf anderen Fachgebieten vom, na ...  vom Springerverlag. Ferienarbeit, Praktika, Volontariat, von Springer finanziertes, inzwischen abgeschlossenes Studium in den USA (die Wahnsinnsgebühren!). 

Man kann sich natürlich nicht bei einem Blättchen bewerben, dass jedes zweite Jahr weiter verkauft wird und keine eigenen Leute, sondern nur sog. selbständige Schreiber vor Ort hat.

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kunsterzieher ist die beste mischung zwischen kunstschaffen und brotberuf. außerdem lernst du beim lehren immer mehr als deine schüler, du bildest dich in der kunst ständig weiter. das beste beispiel ist "rotmarder". er gibt hier immer kompetente antworten, weil er lange kunsterzieher war oder ist.

bist du kommissarischer Leiter seines Fanclubs?

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@Saragoza

ich verfolge rotmarders antworten regelmäßig und kann mir selber dann oft eine antwort ersparen. aber deine einstellung zu kunsterziehern kann ich ebenfalls nachvollziehen. als schüler habe ich mal meinen kunstlehrer gefragt: "wollten sie eigentlich mal richtiger künstler werden?" damals war ich voll im sturm und drang, und das gesicht des lehrers sehe ich heute noch vor augen. geantwortet hat er nicht ... ich selber habe zu dieser zeit lieber happenings und aktionen veranstaltet, die den "otto normalverbraucher" vor den kopf stoßen sollten.

aber inzwischen sind viele jahrzehnte verflossen, und mein blickwinkel auf leben und kunst hat sich im rückblick stark verändert.

beim fragesteller hatte ich eher das gefühl, dass er gerne portrait zeichnet, also eher konventionell und gegenständlich denkt und arbeitet.

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Du solltest erst einen Beruf erlernen, mit dem man ziemlich sicher Geld verdienen kann, z.B. kaufmännischer Angestellter. Und wenn da ein Einkommen läuft, nebenbei mit der Bildervermarktung beginnen. Was anderes ist viel zu riskant.

ja da hast du sicher recht aber wie schon gesagt, das ist so ziemlich meine einzige fähigkeit^^

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@Eselbaer

Zehntausende Künstler vor Dir haben schon die Erfahrung gemacht, was für ein elendes Leben es sein kann, nur von seinen Bildern zu leben. Oft wird man erst noch dem Tod reich und berühmt. Also, wenn du noch andere Ziele im Leben hast, z.B. Partnerin oder Familie, dann mache erst eine andere Berufsausbildung. Die Bereitschaft der Leute, für Bilder richtig Geld auszugeben ist gerade heute allgemein schwach.

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@Geooekologe

Oh wie klassisch  und dekadent verschult und "anständig"  „bürgerlich", hier mal wieder argumentiert wird! Was ist denn das schon wieder, hier:
Das angeblich „sichere Leben“ als allseits entmündigter Lohnsklve und Bürger als  "bürgerlichen" Gewinn darzustellen, in kompletter Ignoranz zu Unselbstständigkeit und Entfernung/ Entfremdung von jeglichen, auch jugendlichen Lebensidealen  und Zielen, warum nichts anderes versuchen und wagen?

Das ist nat schwieriger und komplizierter, aber immerhin hat man/ frau darin die Gewissheit "gelebt" zu haben, etwas versucht zu haben und einen eigenständigen Weg gegangen zu sein und nicht in treuer Mitarbeit und Zudienerschaft auch noch bestehende Systeme der Ausbeutung, Fremdverwaltung, Hierarchisierung und Ausbeutung billigend, „stillschweigend“ mit getragen und befördert zu haben,.?

der klassische Kunstmarkt boomt übrigens "extrem"

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@Saragoza

Höchst leichtsinniges und unverantwortliches Gerede von Saragoza. Wenn man schon 37 ist, sollte man das besser wissen.

Wer schon mal einige Zeit "ganz unten" in unserer Gesellschaft verbringen mußte - einsam, verachtet, hungrig, frierend, gejagt von Gläubigern, der würde nie solche Worte posten.

Und die Behauptung mit "extremen Verdiensten" ist auch grundfalsch. Wohl die meisten haben schon mal "Straßenmaler" beobachtet, die versuchten, Bilder in der Fußgängerzone zu verkaufen. Die Nachfrage ist sehr schleppend. Als Newcomer ohne Namen hat man es sehr schwer.

Der Rat, sich ohne Schutznetz und Kapital ins volle Risiko zu stürzen ist atemberaubend lebensunerfahren.

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technischer Zeichner vielleicht 

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