Lebensstil & alt werden Zigaretten, Alkohol oder tee & Tofu?

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13 Antworten

So ganz krass wird das nicht richtig sein, sonst würden Zigaretten und Alkohol ja als gesunde Lebensweise propagiert werden.

Aber ja, es wird zahlreiche Faktoren geben, die Langlebigkeit beeinflussen. Ernährung ist nur eine davon. Psyche mag eine andere sein (Lebenseinstellung positiv oder negativ, hat man Spaß am Leben oder vor allem Stress und Angst?). Genetische Disposition eine andere (hat man "gute Gene", die Langlebigkeit durch verschiedene Faktoren wie gutes Immunsystem und vorteilhafter Stoffwechsel beeinflussen?). Soziales Leben könnte ein weiterer Faktor sein (lebt man einsam oder ist man in eine Gemeinschaft eingebunden, hat man eine Familie und Freunde, fühlt man sich akzeptiert, geliebt, gebraucht?). Des Weiteren Aktivität (sowohl im sportlichen Sinne als auch im Sinne von "eine Aufgabe haben, einen Grund, morgens aufzustehen"). Hat man Ziele (z.B. Hobbys, freut man sich auf die Zukunft, gibt es einen Grund, noch eine Woche mehr zu leben oder ist eine Woche so langweilig wie die vorherige?)? Wie hat man vorher gelebt?

Zur Gesundheit/ zum gesunden Lebensstil würde ich die Faktoren:

Genetische Disposition,

vorhandene Krankheiten (einige kann man sich trotz guten Immunsystems einfangen, z.B. Krebs oder Knochenbrüche etc.),

Psyche,

Aufgaben/ Gebrauchtwerden/ soziale Einbindung,

Ernährung,

Aktivität/ Sport, 

Anregung,

Umfeld (sauberes, gesundheitsförderndes Umfeld, oder z.B. Leben mit Giften, schlechter Luft, anderen Umweltbelastungen) sowie 

Gesundheitsversorgung (Arztbesuche, Kompetenz des Arztes, Behandlungen) zählen. 

Ggf. auch andere Faktoren wie Schlafzeiten etc.

Die meisten Raucher/ Trinker, von deren Langlebigkeit man hört, waren gut in die Gemeinschaft eingebunden, hatten noch Ziele, Aufgaben, Freunde, Unterstützung, Interesse am Leben (meist sind es ja Promis etc., die im Rentenalter noch etwas zu tun haben und nicht einsam in einem Pflegeheim oder einer kleinen Wohnung hocken).

Natürlich kann man sich gesund ernähren und an vererbten Krankheiten oder einem Unfall oder aus anderen Gründen früh sterben. Allerdings ist meines Wissens erwiesen, dass mit gesunder Ernährung im weitesten Sinne - viel frisches Obst und Gemüse, viel Wasser, wenig Alkohol, Zucker, Rauchen, andere Drogen - die Fitness, also auch die Lebensqualität steigt.

Ein Hobbysportler kann an einem Herzinfarkt beim Sport sterben, ein fauler Mensch kann länger leben. Das spricht aber nicht grundsätzlich gegen Sport. 

Ich würde nicht Zigaretten und Alkohol als gesunde Lebensführung, die zu Langlebigkeit führt, propagieren. Aber auch nicht ausschließen, dass Menschen, die relativ viel trinken und rauchen lange Leben. Bei Kettenrauchern und echten Säufern würde ich allerdings von erhöhten Risikofaktoren für verfrühten Tod ausgehen (Leber- oder Lungenproblemen).

Hi,

klar gibts Leute die wie Helmut Schmidt der rauchend Stein alt geworden ist. Nur ist das doch eher die Ausnahme als die Regel. Lemmy Kilmister hat für seinen Lebensstil sicher mit ein paar Jahren bezahlt, auch wenn er mehr erlebt hat, als 5 andere zusammen. 

Ich hab früher im Krankenhaus 2 Jahre auf Station gearbeitet und kann ich gar nicht sagen, wie viele Rauchen ich in der kurzen Zeit dort an Krebs hab sterben sehen und wie viele Alkoholiker die sich Tot gesoffen haben.

Keine Ahnung woran das liegt, das einige das besser vertragen als andere. Nur die, die das besser wegpacken, sind definitiv seltener als umgekehrt.

Liebe Grüße

Velsabor 17.01.2017, 00:26

Das kann ich mir vorstellen ist auch pervers von der Zigaretten Maffia und das es gegen Krebs noch keine Heilung gibt kann ich mir fast nicht vorstellen so viele wie da dran zu grunde gehen :/ Lemmy die Legende lebt ^^ ist aber interessant es mal aus dieser sicht zu erfahren LG

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skipworkman 17.01.2017, 00:58
@Velsabor

an den Placebo Effekt glaube ich übrigens :) Wenn man raucht und trinkt, sollte man es wenigstens mit reinem Gewissen machen. 

Inzwischen trinke ich nicht mehr, auch keine Kippen mehr auf Partys, jeden Tag gibts etwas rohes Gemüse aus dem Bio Supermarkt. Fleisch gibts auch nicht mehr jeden Tag, mache Sport und trinke viel Wasser, halte meinen Kopf fit (..vielleicht klappt das irgendwann auch nochmal mit der Rechtschreibung ^^) und hoffe das meine Jungendsünden nicht allzu schwer auf die Waagschale drücken. 

Wie du auch geschrieben hast, offiziell gibt es für einige Krankheiten noch keine garantierte Heilung. Ich klopf auf Holz 

Lg


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skipworkman 17.01.2017, 01:21
@skipworkman

noch ein Nachtrag : Da der Placebo Effekt wirklich funktioniert und ich dran glaube das Körper und Geist eine Einheit bilden, denke ich das sich auch mentale Faktoren, da noch irgendwie in die Rechnung mit einfließen. Wenn jemand emotional schwer belastet ist und das nicht abbaut oder viel Stress hat und da keine Ausweg findet, dessen Körper wird da auch irgendwann drauf reagieren. 

LG

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Es ist keine Einstellungssache.

Aber es ist durchaus eine Sache der persönlichen Disposition, mit anderen Worten deiner genetischen Ausstattung.

Natürlich glaubt jeder Raucher, dass es ihn persönlich nicht treffen wird, und jeder Raucher verweist auf Helmut Schmidt. Aber Tatsache ist, dass Raucher statistisch gesehen etwa 10 Jahre weniger Lebenserwartung haben als Normalatmer (Zahlen aus den USA https://www.cdc.gov/tobacco/data_statistics/fact_sheets/health_effects/tobacco_related_mortality/index.htm)

Beim Alkohol ist es eine Frage der Menge, denn geringe Mengen Alkohol (mäßig, aber regelmäßig) vermindern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um etwa 25% http://www.uptodate.com/contents/cardiovascular-benefits-and-risks-of-moderate-alcohol-consumption Hoher Alkoholkonsum erhöht jedoch das Krebsrisiko.

"Ernährung" ist ein viel zu komplexes Thema als dass man Rückschlüsse auf die Lebenserwartung ziehen könnte. Was als "gesunde Ernährung" bezeichnet wird, ändert sich alle paar Jahre, randomisierte Studien fehlen komplett und sind auch nicht praktisch durchführbar, und große epidemiologische Studien haben häufig negative Ergenisse nach dem Motto "Nichts Genaues weiß man nicht". Schönes Beispiel ist die EPIC-Studie, wo man keinen Unterschied zwischen hohem und niedrigem Konsum von Obst und Gemüse finden konnte. https://www.brandeins.de/archiv/2014/alternativen/ernaehrungsmythen-vegan-vegetarisch-fleisch-zucker-gut-und-boese/

Bleibt dir also nur, dich in deiner Verwandtschaft umzuschauen, ob dort Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck bekannt sind. Dann kannst du mit einem "gesunden Lebensstil" und gegebenenfalls Medikamenten deine Lebenserwartung tatsächlich verbessern. Und vermutlich ist es eine gute Idee, nicht zu rauchen, denn gerade da würde ich mich nicht darauf verlassen wollen, dass ich zu den wenigen Menschen gehöre, die gegen die Tabakschäden resistent sind.

Übrigens: Bei mäßigem Sport (ich rede nicht von Hochleistunmgssport mit Überlastungen) sind bisher keine Risiken und Nebenwirkungen bekannt, wenn man mal von eventuellen Unfallrisiken absieht.

Es geht darum, die risikofaktoren zu vermeiden, die zu krankheiten führen können und beim rauchen weiß man halt, dass es statistisch das krebsrisiko erhöht. Im prinzip wie bei einer versicherung, die auch nicht definitiv weiß, dass ein bestimmter junger porschefahrer einen unfall bauen wird; sie weiß lediglich, dass diese personengruppe ein erhöhtes risiko für unfälle hat und wird die versicherung teuerer machen als bei den eltern mit ihrer familienkutsche. 

Da gibt es schon einen Zusammenhang zwischen gesundem Lebensstil und langem Leben. Eine Garantie ist es aber nicht.

Leute mit gesundem Lebensstil achten auch mehr auf ihre Körper, so dass eventuelle Krankheiten, z.B. Krebs, schon früh auffallen und noch behandelbar sind. Andere, die nicht so drauf achten, entdecken es dann zu spät und sterben dran.

Es ist schon so, das Rauchen stark mit Lungenkrebs korreliert und auch andere "ungesunde" Dinge sich eher negativ auf die Gesundheit ausüben. Aber dann gibt es halt auch viele Unbekannte, wie die Gene und auch einfach der Zufall (Autounfall zum Beispiel). 

Am Ende sollte das Leben Spaß machen. Das macht glücklich. Und was am Ende Spaß macht ist sehr subjektiv. Aber Lachfalten sind immer noch die schönsten Falten ;) Ein gesunder Mittelweg ist wahrscheinlich die Lösung. 

Ich denke die Anzahl der Menschen, die an den Folgen von Alkohol, Rauchen u. Drogen sterben ist größer als die, welche in jungen Jahren sterben müssen?

also von daher ziehe ich einen gesunden Lebensstil vor!

Das ist jetzt aber eine sehr große Schwarz und Weißmalerei. Sterben werden wir alle irgendwann es ist unausweichbar. Man sollte sich nicht nur gesund ernähren, weil man länger leben möchte. 

Der Grund sollte es sein, dass sich der Körper und man damit selber sich besser fühlt. Außerdem kam das Risiko auf schlimme Krankheiten vermeiden. Am Schluss endlich sind es eben nur Chancen und Risiken die man verschiebt, man kann nie etwas ausblenden. 

Man hört so oft ...Unsinn, ein paar Leute reden stammtischmäßig daher. 80% der Raucher sterben an den Folgen vom Rauchen. Das sind Fakten und kein Gequatsche. 70.000 sterben jährlich an den Folgen von Alkoholmissbrauch. Die Zahl ist sicher geschönt. Übergewicht und Bewegungsarmut bergen Risiken von Gefäßerkrankungen, Diabetes, Schlaganfall.....Das sind auch Auswertungen von Langzeitstudien. Bitte sich nicht mehr nach dem "Volks"-Gerede richten, bei dem Einzelfälle verallgemeinert werden. Und jetzt kommt gleich der berühmte Opa, der gequalmt und gesoffen hat, fett war und 95 wurde.

Das DIN normalerweise ausnehmen man darf seinen Körper auch nicht überlasten. Mann sollte genau seinen mix finden

Es ist meines Erachtens nach eine Frage des genetischen Codes ob man gesund bleibt und alt wird und nicht so sehr ob man sich immer 100 % gesund ernährt oder keinen Rauch einatmet. Ich habe von meinem 14. Lebensjahr an geraucht wie ein Schlot. Als ich 40 war habe ich aufgehört und ein Jahr später bekam ich eine Lungenentzündung und als Überbleibsel hatte ich anschließend Asthma Bronchiale. Nun könnte ich natürlich sagen ok das Nikotin und der Teer von den Zigaretten hat bis zu meinem 4zigsten alle Bakterien abgetötet, doch das mache ich nicht, bin froh das Geld zu sparen von dem ich mir hätte ein Haus bauen können. Habe immerhin täglich bis zu 80 Zigaretten geraucht. Das ist nun 27 Jahre her. Inzwischen habe ich mein Asthma im Griff dank eines neuen Medikamentes und ich glaube das es wirklich nur von den Genen kommt ob man alt wird und gesund bleibt wenn man sich nicht so verhält wie ich es bis zu meinem 4zigsten gemacht habe. Außerdem kommt es darauf an wie oft man irgendwelche Infektionskrankheiten im Leben eingefangen hat das scheint mir einen großen Einfluss auf die Lebensspanne zu haben. Vergleichen wir die Japaner mit den Fiji so ist die Lebensspanne der Japaner nahezu doppelt so lange wie die der Fiji`s. Die Hygiene Ansprüche der Japaner ist extrem hoch die der Fiji`s ist extrem niedrig. Die Lebenserwartung der Fiji`s ist rund 60 Jahre die der Japaner kommt an die 100 Jahre heran. Nirgends in der Welt gibt es mehr über Hundert jährige als in Japan. Das könnte einer der Gründe sein. Gruß Lorbass

Alles eine Frage der Gene.

Es ist einfach zufall. Sowas ist super komplex, das hängt mit deinen Genen zusammen, zB wie anfällig du für Tumore, Diabetis, Alzheimer, Gicht, Herzsachen usw bist, mit deiner Umgebung, mit deiner Lebensart (so mancher extremsportler lebt ausgeglichener und stressfreier als ein selbstständiger) und unzähligen anderen Faktoren.

In der freien Natur würden die Menschen eigentlich ab dem höhepunkt unserer Leistungsfähigkeit, also mitte zwanzig immer häufiger sterben. wenige wären älter als 50. 
In der Moderne werden wir deutlich älter als das, und sterben kaum noch durch natürliche Ursachen (im evolutionären Sinne) sondern diese anderen eher zufälligen Faktoren die wir nicht beeinflussen können.

Übermäßig ungesunde lebensweise kann sich natürlich negativ auswirken, aber solange man es nicht übertreibt kann man jetzt nicht sagen dass ein veganer dich überlebt weil du alle paar wochen drogen einschmeißt.

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