Lebensmittelverschwendung extrem hoch, was kann man da machen?

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15 Antworten

Nun, einen Großteil deiner Antworten hast du dir schon selber gegeben.

Ich gehe z.B. nur noch einmal die Woche einkaufen und habe einen Einkaufszettel, an den versuche ich mich zu halten. (Klappt leider nicht immer.) Bevor ich losgehe werfe ich auch immer einen Blick in die Wurfzettel der verschiedenen Läden. Die Sonderangebote bestimmen den Wochenplan. Wenn unter der Woche etwas fehlt, lasse ich es mitbringen z.B. von meinem Sohn. Der holt natürlich nur, was ihm aufgetragen wurde. Das spart viel Geld.

Ferner haben wir die Speisekammer aufgegeben und müssen nun alles in einem großen Schrank lagern. Da paßt eben nur eine begrenzte Menge rein. So muß ich mir einen Speisplan für die Woche machen, wenn ich nicht ständig Lebensmittel im Weg haben will. Natürlich haben wir auch Dauerlebensmittel wie z.B. Nudeln. Diese sind sauber gelagert in Behältern, die sich beschriften und stapeln lassen.

In unserer Küche steht ein großer Kühlschrank. Die einzelnen Fächer sind sortiert eingeräumt. Im großen oberen Fach z.B. sind die Joghurts und unverpackten Aufschnitte, die sich schnell verbrauchen. Wenn ich Neue einräume, dann ziehe ich die Alten vor, damit sie zuerst verbraucht werden. Ganz so wie im Supermarkt. Sie liegen auch nicht direkt auf der Platte sondern auf zwei kleinen Kunststofftabletts, die genau in das Fach passen. Ich nehme also das komplette Fach "Aufschnitt in Tupperbehältern" raus, wenn ich was brauche.

Aus einem ausrangierten Kühlschrank behielt ich die Schubladen. Darin sind die geschlossenen Aufschnittpackungen und Wurstpackungen oder Tüten geriebener Käse. Fein nach Datum sortiert. Vorne das Älteste nach hinten werden die Pakete jünger. So kann man den Kühlschrank auch besser putzen.

Ich weiß ziemlich genau welche Mengen ich wofür brauche. Unser Sohn vertilgt ca. 200 gr. Nudeln pro Gericht. Meine Tochter nur 100 gr usw. Bei Reisgerichten rechne ich ca. 100 gr pro Person, wenn es nur Beilage ist nur 50 gr. Ich frage auch vorher wie groß der Hunger ist. Fleischmengen müssen mir in Stück gesagt werden. Nur die kommen auf den Herd. Wenn es begrenzt ist, werden sie zugeteilt. Gemüse sind feste Mengen, obwohl bei Salat z.B. wird heute eine Hälfte angerichtet und morgen die zweite Hälfte. Die lagert in der passenden Tupperdose bis zum Einsatz. Meine Schätzungen sind recht genau und so verhindere ich Reste. Ich scheue mich auch nicht die Waage oder den Meßbecher dafür einzusetzen. Kroketten z.B. zähle ich ab. Wer 8 Stück bei mir bestellt bekommt auch nur 8 Stück. Was nicht gegessen wurde wird nicht mehr gekocht. (Wenn Rosenkohl ncht läuft, dann braucht man den auch nicht auf den Tisch bringen.)

Reste verwerte ich immer am gleichen Tag. Wenn mittags Kartoffeln über sind kommen sie noch am gleichen Abend in die Pfanne für Bratkartoffeln mit den Gemüseresten oder Ei. Beim Kochen des Hauptgeriches plane ich das Abend-Restegericht gleich mit. So koche ich extra zu viele Kartoffeln um abends was für ein Bratkartoffelgericht zu haben. Eintöpfe z.B. sind auch erst am 2. Tag richtig lecker.

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Kommentar von hieber
25.04.2016, 09:54

super tipps, danke!

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Kommentar von bluestar23
25.04.2016, 11:42

Danke für die Tipps, du hast das anscheinend sehr gut im Griff, wie auch andere, wie ich sehe. Hoffentlich klappt das bei mir auch mal!

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du hast schon richtig gute tipps bekommen. ich füge hinzu, dass du am besten nie hungrig einkaufen gehst. es ist erwiesen, daß man dann viel mehr einkauft als nötig. du mußt weniger einkaufen und öfters mal etwas ausgehen lassen. ausserdem führe dir vor augen, wie viele menschen verhungern müssen und von deinen "resten" satt werden könnten. viel erfolg und alles gute für die zukunft!

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Was für eine Anregung brauchst Du? Du weißt selbst, dass Dein wohl  lustgesteuertes Wegschmeißverhalten umweltschädlich, ethisch fragwürdig und teuer ist, oder? Und in Deinem Fall auch noch die Beziehung belastet - oje ;-).

Also: Versuche, möglichst wenig Überschuss zu kaufen. Müssen es im Kühlschrank fünf Sorten Wurst gleichzeitig sein, von denen jeweils die Hälfte schlecht wird? Wir haben gemerkt, dass die Vielfalt auf dem Frühstückstisch zwar Spaß macht, aber entweder überhaupt nicht genutzt wird oder dazu verführt, zu viel zu essen, weil man ja auch die zweite Marmelade und auch die andere Wurst und den dritten Käse noch probieren will. Und muss ich, wenn ich gerade mal Lust auf ein Glas Cola habe, gleich eine 1,5-l-Flasche kaufen, wenn ich aus Erfahrung weiß, dass die Hälfte davon schal wird? Vermeiden lassen sich Überschüsse nicht komplett, aber weitgehend eindämmen.

Überlege Dir, wie Du aus den Resten etwas kreativ zubereiten kannst. Zum Beispiel kann man in einem Reissalat oder einer Reispfanne fast alle Reste von Zutaten verarbeiten und leckere Gerichte zaubern, die so gar nichts von "Notgericht" haben.

Versuche, das Wegwerfen zu reduzieren, indem Du einfach Lebensmittel nicht schon am nächsten Tag für alt erklärst. Klar, wenn Brot oder Wurst Schimmel angesetzt haben: sofort weg damit! Und wenn Lebensmittel durch Überlagerung ungenießbar werden, muss man sie sich auch nicht mehr reinzwängen. Cola ohne Kohlensäure muss man schon mögen :-(

Und was ungenießbar ist, hängt auch von der Verwendung ab. Hartgewordener Schnittkäse schmeckt auf dem Brot nicht mehr so lecker, aber zum Überbacken ist er gut, und zum Reiben z.B. für Nudeln ist harter Käse sogar besser.

Und die Packungsgrößen lassen einem manchmal auch keine Wahl, Überschuss gleich mitzukaufen. Wobei Du natürlich einen großen Vorteil hast, wenn Du jeden Tag zum Einkaufen kommst - dann kannst Du ja eigentlich viel besser planen..

Richte Dich überhaupt nicht nach dem Herstellungs- oder MindestHaltbarkeitsDatum: Das sind gesetzlich geforderte Angaben, mit denen sich die Hersteller absichern wollen, nach denen sich die Lebensmittel allerdings nicht richten.

Der Begriff "abgelaufen" ist in diesem Zusammenhang völlig aussagelos.

Unseren Kühlschrank räumen wir immer so ein, dass wir die neuen Sachen HINTER bzw. UNTER die alten stellen. Trotzdem haben wir immer auch mal Joghurts, Sahne oder Quark, deren MHD mehrere Monate zurückliegt. Die kann man absolut problemlos essen - wenn sie schlecht wären, würde man das sofort merken.

Also mir würde es absolut weh tun, wenn ich essbare Lebensmittel und Reste vom Vortag einfach so wegwerfen würde. Das ist zwar irrational, aber für mich sind "meine" Lebensmittel etwas, das für mich geschaffen wurde, damit es mir gut geht und mich am Leben erhält. Ich bin zwar nicht übermäßig religiös, aber die Lebensmittelherstellung hat für mich auch etwas mit der Schöpfung und dem Leben zu tun, und das wegzuschmeißen würde ich mir respektlos vorkommen.

Aber wie oben gezeigt, gibt es auch rationalere Gründe, sorgsamer mit Lebensmitteln umzugehen.

Du schaffst es! Denk an Deine Partnerschaft! :-)

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Kommentar von bluestar23
24.04.2016, 18:10

Wollte noch was sagen, damit es da keine Missverständnisse gibt. Das mit dem MHD ist mir klar, wenn es geschlossen ist, und schon abgelaufen ist, ess ich das ja auch. Ich habe mit angebrauchten Sachen, bzw. geöffneten Sachen Probleme. Ich habe erst vor kurzem viel Schokolade gegessen, die mehr als 5 Jahre abgelaufen sind. Da ist ja nicht das Problem. Lediglich nur bei geöffneten Sachen... "nur" ist ach gut gesagt, ich weiß...

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Also 1) es kostet geld für das man arbeiten muss und 2) man wirft energie weg. Wenn man eine Packung käse wegwirft könnte man auch 270 stunden fernsehen.
Kaufe 2 mal die woche ein, alles was ihr braucht & plane das essen ein. Zb zwei fischfiletd für jeden und ca 500g nudeln...

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Das Problem hatte ich auch lange und oft. Seit Kurzem folge ich einem Ernährungsplan und habe es nicht mehr, daher habe ich gerade kurz nachgedacht, was ich anders mache. 

  • Plan für's Essen aufstellen und mit Einkaufsliste losgehen
  • sich an den Plan halten, damit alles zeitgerecht verbraucht wird
  • neure Dinge nach HINTEN stellen
  • alle 2-3 Tage (keinesfalls seltener) einkaufen - Fleisch & Fisch immer am Verbrauchstag
  • kleinere Pakete, auch wenn sie im ersten Moment teurer sind, man schmeißt weniger weg. Bei Joghurts zum Beispiel diese 4x150g Naturjoghurt statt dem 500g Becher. Der hält zwar auch ne Woche, aber ich bin dann am 7. Tag total fies davor
  • Bei Getränken kleinere Flaschen, gibt es auch bei Wasser etc. im 6erträger, einen halben Liter hat man nun mal eher leer als 2 oder 1,5
  • Obst und Gemüse wirklich in der dafür vorgesehenen Schublade lagern
  • Kühlschrank jeden 2ten Tag ordentlich reinigen, damit man sich nicht vor allem darin ekelt, falls doch mal was verdirbt. 
  • Vorräte in Tupperdosen oder Gläser abfüllen, ist hygienischer und weniger eklig als diese offenen Plastetüten bei Reis/Nudeln etc. 

Ich hoffe, das hilft dir weiter!

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Kommentar von GoimgarDE
24.04.2016, 12:37

"Bei Getränken kleinere Flaschen, gibt es auch bei Wasser etc. im
6erträger, einen halben Liter hat man nun mal eher leer als 2 oder 1,5" Jetzt mal ernsthaft wer kriegt den ne 1,5l Wasser Flasche nicht in 1 bis spätestes 2 Tagen leer?


Klingt für mich alles erhlich gesagt ziemlich Zwanghaft und so als wäre eher ein Therapeut als ein Ernährungs und Einkaufsplan die Lösung.

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Sprich mit Deinem Haus- oder Frauenarzt darüber, er soll Dich unterstützen, dass Du dafür eine psychotherapeutische Hilfe bekommst. Allein bekommst Du die Sache wohl kaum in den Griff, da die Ursache auf länger zurückliegenden Ereignissen basiert. Er dann kannst die anderen Ratschläge erfolgreich umsetzen.

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Gleiches Problem mit der Stieftochter. Wir haben angefangen Dinge einzufrieren und das portionsweise dann wird rausgenommen was man am nächsten tag essen möchte

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Wenn du keine "Reste" verwerten oder essen möchtest, dann kauf nur die Mengen, die du auch benötigst. Bei allen Lebensmitteln, die du einfach nur in gewissen Gebindegrößen kaufen kannst, verlass dich auf deine Sinne und bring ihnen neu bei, dass Lebensmittel am zweiten Tag noch genauso lecker und frisch sind.

Im Supermarkt stehen einige Lebensmittel mitunter schon Wochen in den Regalen, bevor du sie kaufst.

Den Kühlschrank räume ich streng nach "FiFo" ein, also verstaue alle frischen Lebensmittel hinten, während ich die schon vorhandenen Lebensmittel nach vorne Stelle.


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Du hast offensichtlich viel zu viel Geld, wenn du dir das leisten kannst, immer über deinem Bedarf einzukaufen. Mach dir einen Haushaltsplan, was du kochen willst und schreib dir einen Einkaufszettel. Und dann kaufst du nur das, was du auf dem Zettel stehen hast. Und gehe nicht ständig einkaufen. Das ist überflüssig. Alle geöffneten Lebensmittel sind grundsätzlich  3 Tage im Kühlschrank haltbar. Das gilt für geöffnete Saftflaschen, Milchtüten, angeschnittene Wurst, Käse, Milchprodukte, etc.

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Kommentar von bluestar23
24.04.2016, 12:36

Ja, Geld spielt bei mir nie eine Rolle. Vielleicht bin ich ja deshalb auch so komisch in der Hinsicht. Ich wohne genau neben einem Geschäft, oft hab ich Lust auf ein Eis, oder Schokolade, dann kauf ich aber wieder andere Sachen mit, weil diese gerade im Angebot sind.. Wie gesagt, ich weiss, dass die Sachen haltbar sind, nur graust es mir immer.

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Kommentar von hieber
25.04.2016, 10:04

das ist der punkt.

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  • Mach dir einen Einkaufszettel und plane, was du / ihr kochen wollt.
  • Kauft einmal in der Woche ein und dann nur das, was benötigt wird
  • Lerne die Dinge aufzubrauchen, bevor neues gekauft wird
  • Den Kühlschrank nicht überfüllen. Für zwei Personen braucht ihr gar nicht so viel, dass er so voll sein muss.
  • Notier dir, wie viel Geld bei dir in der Tonne landet (und das völlig sinnfrei!)


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Kommentar von bluestar23
24.04.2016, 12:32

Stimmt schon, ist mir auch alles bewusst, nur halt ich mich nie dran. Wenn mein Freund das einkaufen übernimmt, kommt er wirklich nur mit den Sachen heim, die wir brauchen. Aber wenn ich gehe, dann haben wir zu viel für uns beide und vieles wird schlecht.. Ist ein Teufelskreislauf.. 

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Wenn ich mir denke das ich Jahr 300-400 Euro pro Kopf weg geschmissen wird graust mir!

Was ich mir da alles kaufen kann!

Ich hab gelernt von früh an ziemlich viel zu verwerten, ich hab aber nicht viel Geld!

Vielleicht kaufst du zuviel Angebote zwei plus eins!

Kaufe nur das ein was an diesen Tag  brauchst!

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Du hast die antworten bereits in der Frage gegeben. Selbstdisziplin und Planung sind das wichtigste in der Haushaltsführung. Die neuen Sachen nach hinten, das was gegessen werden muss ins Blickfeld. 

Kleinere Verpackungen, nur die Mengen kaufen die man braucht. Aufgewärmtes schmeckt oft besser als frisch zubereitet, oder kleinere Mengen kochen.

Mit Einkaufszettel shoppen gehen und die Mahlzeiten planen. Ein Sonderangebot einfach nicht kaufen wenn es nicht benötigt oder gelagert werden kann.

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Mit Einkaufsliste einkaufen gehen und sich daran halten! Nichts Unnötiges kaufen, auch wenn es im Angebot ist und besonders günstig erscheint.

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Wenn man jeden Tag einkaufen geht brauch man keine Vorrats haltung. Also kaufst du zu viel ein.

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Wenn Du mal an die Armutsgrenze kommst, wirst Du froh sein, das Du noch Übriggebliebenes zu essen hast.

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