Lebensmittelgutschein statt Bargeld?

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9 Antworten

guten morgen, ds ist schon eine merkwürdige vorgehensweise wenn du dir nichts zu schulde hast kommen lassen hast. ein klärendes gespräch mit deinem bearbeiter wäre wohl das erste was angesagt ist und erst wenn das nicht für dich befriedigend verläuft kannst du widerspruch gegen die entscheidung einlegen, dann muss erneut geprüft werden.

Deinem Antrag wurde ja noch nicht stattgegeben, deshalb hast du wohl bisher nur Gutscheine bekommen. Wenn dein Antrag genehmigt wird, überweist dir die ARGE das Geld (insofern du diese Auszahlung gewählt hast) monatlich.

Ich habe selber noch nie Harzt IV bezogen, kenne aber einige Bekannte, die dies tun oder getan haben. Das mit den Lebensmittelgutscheinen ist mir neu; bisher kannte ich das nur bei Leuten, die keinen Aufenthaltstitel besitzen und in Heimen untergebracht sind, dass diesse dann nur Gutscheine bzw. Lebensmittel anstatt einen Geldbetrag bekommen. Aber wie du schon erwähnst, will die ARGE wohl damit verhindern, dass das Geld auch für das ausgegeben wird, wofür es bestimmt ist, nämlich für Essen.

Ja ich kannte das bis dato auch noch nicht bzw. habe mal davon gehört das es sowas gibt. Danke für Deinen Kommentar

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ich bezieh kein hartz4, aber ich denke mal, wenn ich in dieser lage wäre, fände ich es auch nicht so toll, lebensmittelgutscheine zu bekommen... dann kann ich mir gleich ein schild auf die stirn tackern, auf dem steht, das ich von hartz 4 lebe...

Ich möchte sogar behaupten, das damit Hilfebedürftige Menschen in Ihrer Entscheidungsgewalt stark eingeschränbkt werden. Danke für Deinen Kommentar

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Bei meinem 1. Termin musste ich direkt die Eingliederungsvereinbarung unterschreiben.

Das ist ein Irrtum. Du musst eine EGV niemals unterschreiben. Es ist Dir freigestellt, das zu tun oder sein zu lassen, da Vertragsfreiheit besteht.

Zudem wurde mir sofort ein 10 tägiges Bewerbungstraining auf's Auge gedrückt.

Dass Du jetzt nicht machen müsstest, wenn Du nicht die EGV unerschrieben hättest.

Nun zu meiner eigentlichen Frage. Als ich dann 3 Tage später alle meine Unterlagen für die ALGII Entscheidung abgegeben habe habe ich lediglich Lebensmittelgutscheine erhalten statt einen Scheck oder Bargeld.

Jetzt frage ich mich warum das so sein muß ?'

Weil das JC das so will? Eine gesetzliche Grundlage dafür gibt es nicht. Du hast Anspruch auf eine volle Leistung in Bargeld. Gutscheine dürfen nach Gesetz lediglich ausgegeben werden, wenn Du in einer Sanktionsstufe über 30 Prozent bist.

Den "Wert" der Gutscheine dürfen sie Dir daher auch nicht auf den Auszahlbetrag anrechnen. Du kannst das nun als Geschenk betrachten.

Vielleicht haben sie dir Gutscheine gegeben, da es mit einer Überweisung noch dauern kann (Bearbeitung) und du nicht zwischenzeitlich hungern musst.

Nimm sie und hole dir das Essen. Das Geld wird nach der Bearbeitung überwiesen.

Das ist richtig und habe die Lebensmittelgutscheine auch an mich genommen und dafür eingekauft. Aber das Gefühl der Demütigung bleibt. Danker für Deinen Kommentar

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@tomeck2009

Es ist demütigend, da stimme ich dir zu. Das ganze "Hartz-System" ist sehr demütigend und wurde von Menschen erfunden, die keine wahre Not kennen.

Ich wünsche dir alles Gute und dass du wieder Fuß fasst!

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zunächst: es ist ungewöhnlich das du überhaupt nach 3 tagen schon etwas bekommst. das ist positiv vom jobcenter.

was du nie wieder machen darfst, ist eine eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben. das ist nur ein fragwürdiges druckmittel vom jobcenter. du musst dich theoretisch auch niergendwo bewerben, denn sanktionen sind generell nicht zulässig.

egal ob du nicht zu einem meldetermin gehst, keine vereinbarung unterschreibst oder dich nicht auf stellenangebote bewirbst.

werden dir auch nur sanktionen angedroht, dann wende dich an mich. ich kann dafür sorgen das diese gar nicht erst entstehen. bzw. sehr schnell geschichte sind. spreche aus 100% erfolgreicher erfahrung.

klar ist das eine stigmatisierung vom amt. eine vorverurteilung.

du bist mit lebensmittelgutscheinen nicht frei. es wird hier unwürdig über deinen kopf hinweg entschieden.

dabei hast du das grundrecht auf ein selbstbestimmtes leben und die freie entfaltung deiner persönlichkeit.

das wird hier mit füßen getreten. denn spätstens an der supermarktkasse wirst du als hilfebedürftiger erkannt. auch fragwürdig im hinblick auf den datenschutz.

bewirb dich nur auf arbeitsangebote die dir gefallen. gemäß artikel 12 grundgesetz hast du das grundrecht auf freie berufswahl und zwangsarbeit ist verboten.

das grundgesetz steht über den für alg 2 zuständigen sgb 2 . es ist das höchste zivilrecht eines deutschen staatsbürgers.

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lass dir vom amt nix gefallen. du hast viel mehr rechte als du glaubst.

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es geht darum, dass du dir essen besorgen musst? wo also liegt dein problem?

gutscheine werden inzwischen immer öfter von den sozialämtern ausgegeben, da mit geld eben oft sachfremde artikel gekauft werden oder dieses in der örtlichen spielhalle landet, statt im magen des bedürftigen. der kommt natürlich wenn er pleite ist wieder und will mehr geld. problemlösung: lebensmittelgutscheine.

Ja aber unterstellt man damit nicht jedem Hilfebedürftigen das kaufen von sachfremden Artikeln und das zocken in Spielhallen usw. ???

Gehen also Sozialämter derzeit immer mehr davon aus das es genau so ist ?

Und ist es nicht so, das sich viele Menschen genau aus diesem Grunde gar nicht erst auf dem Amt melden der Erniedrigung und Demütigung wegen ? mmhh..

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