Lebenslust fehlt, immer müde, traurig, - damit zum Arzt?

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6 Antworten

Hallo Cillychilla110,

normalerweise kann auch Dein Hausarzt feststellen, ob Du an einer Depression leidest. Solltest Du in dieser Hinsicht jedoch kein Vertrauen mehr zu ihm haben, dann könntest Du Dich an einen Facharzt überweisen lassen.

Ich weiß zwar nicht, ob Du tatsächlich an einer Depression leidest, doch könnten Dir vielleicht die nachfolgenden Gedanken etwas helfen.

Es kann z.B. sehr hilfreich und heilsam sein, sich an einen vertrauenswürdigen, einfühlsamen Menschen zu wenden. Es könnte ein guter Freund/Freundin, ein Verwandter oder ein fähiger Berater sein. Wenn Du es lernst, über Deine Gefühle zu sprechen, wirst Du merken, dass allein das schon eine heilende Wirkung hat. Ein Problem zu verleugnen und es nicht zu bearbeiten, macht alles nur noch schlimmer. Dein Gesprächspartner könnte Dir auch dabei helfen, verkehrte Denkmuster zu korrigieren. Dadurch magst Du mit der Zeit einiges aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen auch Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen Gefühlen geschickt entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden. Hier sind einige Beispiele für solche verzerrten Denkmuster:

- Du siehst Dich in Schwarzweißkategorien. Du fühlst Dich als Versager, wenn Du nicht alles perfekt hinbekommst.

- Aus einem einzigen negativen Erlebnis wird ein endloses Misserfolgsmuster gemacht.
Beispiel: Du machst einen Fehler und sagst dann: Bei mir läuft immer alles schief. Positives wird heruntergespielt. Machst Du einmal eine positive Erfahrung, magst Du diese herabwürdigen und zu Dir sagen: Das habe ich gar nicht verdient.

- Ohne einen wirklichen Grund zu haben, wird gefolgert, dass jemand einen nicht leiden kann. Man ist auch völlig davon überzeugt, das alles immer nur schlecht ausgeht.

Es geht also darum, solche falsche Denkweisen zu erkennen und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass jegliches negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren die Depression und halten sie am Dasein.

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand schweres Unrecht oder sonst wie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen". Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Schließe, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit ab und grübele nicht immer wieder darüber nach. Dadurch durchlebst Du alles erneut und gibst dem Verursacher die Macht, Dir immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Wenn Du in Deinem Kampf gegen Deine negativen Gefühle erfolgreich sein möchtest, benötigst Du unbedingt eine ausgeglichene Einschätzung Deines eigenen Wertes. Das bedeutet, dass man sich der eigenen Grenzen bewusst ist und von sich keinen Perfektionismus abverlangt. Es ist jedoch auch nicht ratsam, ins andere Extrem zu verfallen und Deinen eigenen Wert herunterzuspielen. Messe auch Deinen Wert nie an der Anerkennung oder Ablehnung durch andere. Lass Dir durch die Bewertungen von anderen nie Dein Selbstwertgefühl rauben.

Ich möchte Dich bei diesem Thema noch auf einen anderen, wichtigen Aspekt aufmerksam machen. Obwohl die Bibel kein medizinischer Ratgeber ist enthält sie dennoch einige sehr ermunternde Aussagen und eine kostbare Hoffnung. Immer wieder zeigt die Bibel, dass Gott besonders Niedergedrückte sehr am Herzen liegen. In den Psalmen heißt es:" Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen. Ist es nicht schön zu wissen, dass Gott an Deinem Leid nicht einfach vorbei sieht? Er verspricht uns, zu helfen, sofern wir an ihn glauben und bereit sind, seinen Willen zu tun. Viele, die unter Depressionen litten, haben gemerkt, dass ihnen ein enges Verhältnis zu Gott sehr geholfen hat, nicht mehr so bedrückt und hoffnungslos zu sein.

Darüber hinaus ist es, wie bereits erwähnt, auch sehr wichtig, das Gespräch zu jemandem zu suchen, der Dir einfühlsam zuhören kann und der auch reif genug ist, Dir zu helfen. Vielleicht gibt es ja in Deinem Freundes- oder Bekanntenkreis jemanden, zu dem Du Vertrauen hast und an den Du Dich wenden könntest. Ja, schöpfe alle Hilfen aus, die Dir zur Verfügung stehen! Dann, so hoffe ich, wird es Dir gelingen, Deine Depressionen zu überwinden. Alles Gute und viel Kraft dabei!

LG Philipp

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Hey du :) also für mich klingt das schon so, also bräuchtest du mal eine Person die dir voll und ganz zuhört und dich wieder dazu bringt Freude am Leben zu finden. Ich weiß das ist nicht einfach, denn ich verstehe deine Aussagen nur zu gut und kenne das alles selbst. Deswegen empfehle ich dir, wenn du dich schon bei deinem Hausarzt so ignoriert vorkommst, such doch mal im Internet bei dir in der Nähe eine Therapeutin, Verhaltenstherapie und auf Depressionen spezialisiert. Geh ruhig nach Gefühl, wenn dir jemand nicht zusagt schon allein vom ersten Eindruck dann musst du da auch nicht hin :) ich würde anrufen und fragen ob du einen Termin für ein Erstgespräch haben kannst. Das kann evtl. etwas dauern bis du da einen Termin bekommen kannst, aber dann hast du auch nicht das Gefühl das alles zu schnell geht und du vielleicht mit der Situation überfordert bist. 

Du bist damit definitiv nicht allein!

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Zuerst sollte abgeklärt werden,ob dir körperlich irgendwas fehlt.

Danach wird sich ein vernünftiger Arzt weiter mit dir befassen und dich entsprechend zum Psychiater/Therapeuten überweisen.

Gute Besserung und alles Gute!

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Hallo,
Depressionen bedeuten nicht immer gleich Suizid oder Selbstverletzung!

An sich klingt das was du beschreibst tatsächlich nach einer Depression.
Auf jeden Fall würde ich damit zum Arzt gehen. (Serotoninspiegel messen lassen,...)

liebe grüße und gute Besserung

Andy

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Auf jeden Fall ist dein Hausarzt der erste und wichtigste Ansprechpartner. Er wird zunächst alle körperlichen Untersuchungen veranlassen. Depressionen können u. a. auch von einer Schilddrüsenfehlfunktion hervorgerufen werden.

Wenn alles ok ist, dann solltest du dich in eine therapeutische Behandlung begeben, denn unbehandelt können Depressionen unkontrollierbare Ausmaße annehmen.

Den wichtigsten Schritt, nämlich den 1. hast du jetzt hier mit deiner Frage gemacht.

Alles Gute!

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Ein/e Therapeut/in ist hier die richtige Ansprechperson, nicht unbedingt der Hausarzt (außer, um eine Überweisung zu holen).

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