Lebenslauf, hat ein potentieller neuer Arbeitgeber die Möglichkeiten, die Daten zu kontrollieren?

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8 Antworten

Sie könnte die Arbeiten, die "zum Vergessen" waren, auch in einem Satz zusammenfassen.

Erst die "wichtigen" Arbeiten aufführen.

Und dann in der Art schreiben: "Außerdem habe ich in den Bereichen ....................... auch schon Erfahrungen gesammelt, beispielsweise in.................. oder an..............."

Eigentlich wird ja immer gesagt, dass ein Lebenslauf lückenlos sein soll. Aber es scheint auch das Denken zu herrschen, wer oft wechselt, ist unzuverlässig. Der Erfahrungsbereich ist eben doch oft nur Theorie bei einigen AGs.

hoexihom 07.09.2014, 11:33

Hört sich richtig gut an, nur wie schreibt man das, wenn der AG einen tabellarischen Lebenslauf haben will, kann meine Frau dann doch nicht unter diesen Punkten schreiben, dass sie Erfahrungen in .... gesammelt hat.

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violatedsoul 07.09.2014, 12:55
@hoexihom

Wenn es immer nur für kurze Zeit war, kann man das auch so schreiben: "Im Zeitraum von ....... bis habe ich außerdem noch in folgenden Bereichen Erfahrungen gesammelt: .............."

Die anderen Arbeiten werden ja brav im tabellarischen Lebenslauf aufgelistet.

Oder man schreibt es extra, als einzelnen Punkt unter "Berufliche Erfahrungen".

Vielleicht sollte man es je nach Berufsfeld mit einfügen, für das sich beworben wird und wo diese "zum Vergessen" -Arbeiten trotzdem von Wert wären rein von der gemachten Erfahrung her.

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Lügen haben kurze Beine. Wahrheitswidrige Angaben berechtigen zur Anfechtung eines Arbeitsvertrages.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten oder Leistungen des Arbeitsamtes erfährt er über Meldungen beim SV-Träger und im Zweifel wird er Lücken im Lebenslauf durch Absage quittieren oder bei den genannten Arbeitgebern persönlich nachfragen.

Da scheint es zielführender, kurze Beschäftigungszeiten durch Eigenkündigung wg. Unvereinbarkeit von Erziehung mit starren Arbeitszeiten zu begründen denn Urkunden zu fälschen :-)

G imager761

Majumate 07.09.2014, 17:19

Exakt. Und das wäre ein brauchbares Argument bei einem eventuellen Bewerbungsgespräch.

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Spätestens beim Bewerbungsgespräch hätte sie ein Problem, da sie die Lücken im Lebenslauf erklären müsste. Und "Jobhopper" haben ohnedies weniger Chancen, als Bewerber mit konstanten Lebensläufen und durchschnittlich langen Beschäftigungsverhältnissen. Arbeitgeber gestehen einem Phasen zu, in denen man Zeit hat, für sich das richtige zu finden.

Versteh mich nicht falsch - ich kann in gewisser Weise schon verstehen, dass deine Frau den Job gewechselt hat, da ihr irgendwas nicht gepasst hat. Aber es erschwert die Suche nach dem perfekten Job erheblich, da es schwer ist, diese häufigen Wechsel so zu erklären, dass man seriös rüber kommt und nicht negativ über den ehemaligen Arbeitgeber sprechen muss.

Also alles anführen und gute Argumente sammeln, damit für den Fall eines Bewerbungsgespräches auch keine peinlichen Momente entstehen können.

Ganz schlechte Idee...

Wenn es rauskommt, und das kann es, kann der Arbeitgeber eine Kündigung ausprechen. ICH würde einem Mitarbeiter definitiv kündigen, wenn sich herausstellt, dass er im Lebenslauf falsche Angaben macht. Arbeitgeber rufen oftmals bei den vorherigen Arbeitgebern an um sich über den Mitarbeiter zu informieren, alleine da kann es schon auffliegen...

Wenn im Lebenslauf eine länger Erziehungszeit angegeben wird, sollte diese Erziehungszeit nicht durch viele Halbtagsjobs unterbrochen sein. Alles was nicht angegeben ist lässt sich nicht herausfinden, außer dem was im laufendem Jahr in der Lohnsteuerkarte steht.

Das kommt entscheidend darauf an, welche Relevanz der Job hat, den Deine Frau anstrebt. Bei der Bewerbung einer Buchhalterin wird mit Sicherheit genauer geprüft und auch einmal bei einem vorherigen Arbeitgeber angerufen. Man kennt sich natürlich auch in der Branche.

Zuletzt sollten die Daten plausibel und nachvollziehbar sein. Daran scheitert es schon bei den meisten Bauernschlauen. Die bekommen noch nicht einmal eine saubere Chronologie hin. Wenn Du schönst, lass es lieber noch einmal kontrollieren und prüft eine Nachfragesituation.

Hallo hoexihom,

stell doch hier mal einen anonymisierten Lebenslauf ein, dann kann man sich besser vorstellen, wie das aussehen könnte.

Kann man, man muss halt nur mit den Konsequenzen leben wenn es raus kommt...

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