Lebenslanges Wohnrecht und Nebenkosten

9 Antworten

Du kannst versuchen, das Haus weiter zu verkaufen - nur wirst Du dafür unter den gegebenen Konditionen keinen Käufer finden.
Es zählt, was im Vertrag steht - den Du ja vor Unterschrift nicht nur verlesen bekommst beim Notar, sondern zudem schon vor dem Notartermin zur Prüfung zugesandt erhieltst. Wenn dort "alle Nebenkosten" vereinbart wurde, zählen natürlich auch die verbrauchsabhängigen Betriebskosten dazu. Auf legalem Wege dürfte hier nichts zu machen sein; das musst Du im direkten Gespräch mit den Großeltern klären.

Es wird sehr stark auf die Definition des Wortes "Nebenkosten" ankommen... Während in den östlichen Bundesländern in der Regel auch die Heizkosten gemeint sind, sind diese im Wort "Nebenkosten" in den westlichen Bundesländern nicht enthalten. Im Übrigen kann man sich vermutlich darum streiten, inwieweit verbrauchsabhängige Kosten hier erfaßt wurden. Eine derartige Klausel im Vertrag würde Dich unangemessen benachteiligen und wäre deshalb möglicherweise nichtig. Du solltest den Vertrag noch mal von einem Rechtsanwalt prüfen lassen. Auch wenn er vor einem Notar abgeschlossen wurde, kann er ggf. unzulässige Klauseln enthalten.

Da es sich hier um einen Vertrag zwischen Privat und Privat handelt, kann man nicht von Benachteiligung reden. Grundsätzlich besteht Vertragsfreiheit - und somit ist der Vertrag gültig, sofern keine Formfehler geltend gemacht werden können. Davon ist hier der Schilderung zufolge aber nicht auszugehen.

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Es duerfte unmoeglich zu beweisen sein, dass tatsaechlich eine Teilung der Betriebskosten vereinbart wurde, wenn im Notarvertrag steht, dass ihr die alleine bezahlen muesst. Selbst wenn tatsaechlich vorher eine andere Absprache als die im Notarvertrag getroffen worden sein sollte, zaehlt natuerlich die vor dem Notar getroffene. Ihr werdet zahlen muessen.

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