Lebensgeschichte schreiben mit 16

6 Antworten

Hallo, googel mal im Netz..es gibt zahlreiche Schreibratgeber online und kostenlos. Oder leihe Dir in der Bücherei Bücher zum Thema. Schreiben ist ein Handwerk, das man lernen kann. Allerdings möchte ich Dir vorneherein sagen: Geschichten bestehen vor Allem aus Konflikten. Das muss nicht ein tragischer Tod im Umfeld oder eine traumatisierende Kindheit sein...Aber sei froh, dass Du eine glückliche Kindheit hast. Muss es denn ein autobiographischer Roman sein ? Vllt würde es für den Anfang genügen, wenn Du einfach so eine Geschichte schreibst ?

Hi,

in den Augen von einem selbst sieht das Leben immer langweilig aus. Ich rate dir einfach auf eine Liste die schönsten Momente in deinem bisherigen Leben aufzuschreiben und du wirst merken nicht jedermann kann das von sich behaupten. Was für dich langweilig aussieht, kann für jemand anderes ein Traum sein. Könnte vielleicht etwas kurz werden, da dein Leben ja noch vor dir liegt. Hier ein paar Tipps für dich:

  1. Schreiben Sie eine Zeitleiste: Beginn ist natürlich Ihre Geburt, das Ende ist die Gegenwart. Verzeichnen Sie darin alle wichtigen Lebensumstände. Von wann bis wann haben Sie wo gewohnt? Welche Menschen haben wann in Ihrem Leben eine wichtige Rolle gespielt? Wo haben Sie gearbeitet? Tragen Sie auch für sich und gesamt geschichtlich wichtige Ereignisse ein. Dieser Zeitstrahl dient als Orientierungshilfe, damit Sie spontane Erinnerungen genauer einordnen können.

  2. Notieren Sie spontane Erinnerungen sofort: Erinnerungen sind flüchtig. Umso wichtiger ist es, dass Sie sie sofort aufschreiben, wenn Sie Ihnen durch den Kopf gehen. Tragen Sie also immer ein Notizbuch bei sich.

  3. Überlegen Sie, welche Moment Ihres Lebens auf keinen Fall in Ihrer Biografie fehlen dürfen: Schreiben Sie diese Geschichten skizzenhaft nieder, bevor Sie mit Ihrer Biografie beginnen oder das erste Interview mit Ihrem Biografen haben. So können Sie sichergehen, dass diese Episoden Ihres Lebens auch nicht verloren gehen. Für diesen Teil Ihrer Biografiearbeit sollten Sie sich Zeit lassen. Oft kommen die Erinnerungen erst nach und nach, sie lassen sich nicht erzwingen.

  4. Fragen Sie Ihre Familie, Freunde und Bekannte nach gemeinsamen Erlebnissen: Ein Blick von außen bringt manchmal eine Menge Klarheit. Wie haben andere Menschen ein besonderes Ereignis empfunden? Oft ist die eigene Erinnerung ein bisschen verzerrt, da lohnt es sich, die Geschichte aus einer anderen Perspektive zu hören. Schreiben Sie die Kernaussagen dieser Unterhaltungen ebenfalls auf.

  5. Überlegen Sie, wie Sie mit negativen Erinnerungen umgehen möchten: Was während der Arbeit an der eigenen Lebensgeschichte zutage treten kann, ist nicht immer schön. Verdrängte, schmerzhafte Erinnerungen bahnen sich einen Weg an die Oberfläche. Lassen Sie das zu und überlegen Sie gleichzeitig, wie Sie diese Episoden in Ihre Biografie einbauen möchten.

  6. Durchsuchen Sie Ihr Privatarchiv: Fotos, Tagebücher, Briefe, Schulhefte, Erbstücke – suchen Sie nach greifbaren Hilfsmitteln, um Ihren Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen. Sie werden sehen: Ihnen fallen beim Betrachten dieser Gegenstände Ereignisse wieder ein, die Sie für vergessen hielten. Ihre Fundstücke dienen gleichzeitig dazu, Ihre geschriebene Biografie aufzulockern und Ihre Lebensgeschichte für den Leser anschaulicher zu gestalten.

  7. Lesen Sie in Geschichtsbüchern: Sie sind Teil der Weltgeschichte, also schmökern Sie ein wenig in Geschichtsbüchern, schauen Sie sich historische Filme an, um eigene Erinnerungen zu wecken. Wo waren Sie etwa beim Fall der Mauer? Wie haben Sie den 11. September erlebt?

  8. Schreiben Sie Kurzbiografien zu den Personen in Ihrem Buch: Wenn Sie Onkel Ewald erwähnen, sollte der Leser kurz erfahren, wer das eigentlich ist. Auch Ihrer besten Freundin in der Grundschule sollten Sie mehr als nur eine kurze Erwähnung gönnen. Skizzieren Sie kurz, wer die Personen, denen Sie in Ihrem Leben begegnet sind, waren. Wie war ihre Familie? Was hatten die Menschen um Sie herum für einen Charakter? Was ist später aus ihnen geworden? Das müssen Sie nicht mit der Bäckereifachverkäuferin von nebenan machen, aber mit den Menschen, die Sie geprägt haben.

  9. Überlegen Sie sich einen Titel für Ihr Buch: Manchmal ist es einfacher, vom Ende her zu denken. Wenn Ihnen sofort ein Titel für Ihre Biografie einfällt, dann haben Sie auch den roten Faden Ihres Lebens gefunden. Spielen Sie ruhig mit den Formulierungen und nehmen Sie diejenige, die sich am besten anfühlt. Wenn es mit dem Titel noch nicht sofort klappen will, keine Sorge: Im Laufe des Schreibens fällt Ihnen sicherlich einer ein.

Doch bitte vergiss nicht, das Niederschreiben des eigenen Lebenswerks ist eine anspruchsvolle und nicht zu unterschätzende Aufgabe. Wer, neben der Möglichkeit, dies von einem erfahrenen Autor durchführen zu lassen, darauf besteht, dieses Werk selbst zu verfassen, sollte im Vorfeld Erfahrungen mit dem Genre der biografischen Literatur sammeln.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg bei deinem Vorhaben

P.S: Hier kannst du ja mal reinschnuppern: http://schreiben.anleiter.de/wie-kann-man-seine-eigene-biografie-schreiben

mit 16 find ich das übertrieben,besonders weil du ja nich wirklich was erlebt hast bis jetzt. sowas macht man wenn man viel hinter sich hat,etwas älter ist

Was möchtest Du wissen?