Leben wir/Tiere nur der Fortpflanzung wegen?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

An erster Stelle steht bei den meisten Tieren die Selbsterhaltung, danach kommt i.d.R. die Arterhaltung. Zum Thema "teilweise das eigene Leben dabei vernachlässigen" siehr hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Reziproker_Altruismus

Ein Drang zur Fortpflanzung ist aber essentiell für das Leben, denn wäre dieser nicht vorhanden, wie sollte dann überhaupt das Leben fortbestehen. Der Mensch hat dies mit der geistigen Entwicklung überwunden und kann sich frei entscheiden, ob er sich fortpflanzen möchte. Du musst dich also nicht zur Fortpflanzung verpflichtet fühlen. Zurzeit übernhemen das genug andere und es gibt reichlich Menschen, sodass ein fortbestehen der Art vorerst gesichert ist.

So ein Sinn, wie du ihn dabei suchst, ist ein rein menschliches Gedankenkonstrukt und existiert in der Natur nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also einen tieferen Sinn, im Sinne von Sinn und Zweck oder Plan für die Existenz suchst du vergebens. Seit tausenden von Jahren suchen die Menschen nach einer Antwort auf diese Frage und niemand hat bisher eine befriedigende Antwort gefunden.

Weil es keine gibt. Warum sollte das alles einen tieferen Sinn haben oder irgendwie geplant gewesen sein? Lächerliche Vorstellung.

Der Sinn des Lebens von biologischer Sicht aus betrachtet ist die Weiterentwicklung. Ständiger Fortschritt als Individuum und als Art.

Diese Tiere, die du erwähnst haben diese speziellen Fortpflanzungsmechaniken entwickelt weil es für sie überlebenswichtige Vorteile hat.

Es gibt eine Mausart (vielleicht meinst du die?) bei der in der Paarungszeit alle Männchen sterben. Sie paaren sich sozusagen zu tode und zwar wortwörtlich. Das hat den Vorteil, dass es auf einen Schlag nur mehr halb so viele Individuen dieser Art gibt und die trächtigen Weibchen weitaus mehr Futter finden um die Jungen großzuziehen.

Für diese Art hat sich diese Art der Fortpflanzung als Vorteil erwiesen.

So nebenbei, wenn deine Lehrer das nächste Mal sowas sagen wie: Das ist zu kompliziert, dann zitiere ihnen doch Einstein:

Wenn du etwas nicht einfach erklären kannst, hast du es selber nicht verstanden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das philosophische Fragen sich anknüpfen an Fragen einer Wissenschaft, ist heute normal, weil diese heute ja viele Antworten geben können.

Es passiert aber leicht, dass es dabei zu Verwirrungen kommt, weil derselbe sprachliche Ausdruck dann unterschiedlich gebraucht wird.Hier ist es das Wort "Sinn". In der Biologie hat ein Artmerkmal dann "Sinn", wenn es positiv beiträgt zur Erhaltung der Art und zur Verbesserung ihrer Erbanlagen eben dazu. Das muss nicht für jedes einzelne Individuum die eigene Fortpflanzung sein (wie viele Ameisen tun das schon), vereinfacht kann man es schon sagen.

In der Philosophie ist der heutige Stand, dass der Mensch frei ist, seinem Leben den Sinn zu geben, den er als autonomes wertsetzendes Wesen für richtig hält. Das kann die Fortpflanzung sein inclusive der beim Menschen so aufwendigen Aufzucht der Kinder bis zur Promotion.

Es muss aber nicht so sein. Du bist frei zu wählen, welchen Sinn Du Deinem Leben gibst - und Du bist voll und ganz verantwortlich dafür (Sartre). Nur eines kannst Du nicht: Dich entscheiden, es nicht zu tun.

Und jetzt komme ich zu den ungeklärten Fragen, die heftig diskutiert werden. Dazu müssen wir Biologie, Tiefenpsychologie und Philosophie miteinander verknüpfen: Wie frei ist der Mensch denn wirklich ? Wie weit ist er biologisch vorherbestimmt, wie weit ist er es durch die Gesellschaft?

Dass der Mensch zumindest Dispositionen für bestimmte Wahlentscheidungen hat, macht ihn zum Menschen. Gibt es unterschiedliche Dispositionen, die vom Sexus, dem natürlichen Geschlecht, abhängen weil sie genetisch oder zumindest epigenetisch bedingt sind ?

Vielleicht wird Deine Generation diese Fragen einer Lösung näher Bringen. Viel Erfolg beim Studium von Biologie, Psychologie und Philosophie !

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Zur Ergänzung  einiger anderer Antworten:

Man kann argumentieren, daß die Erbsubstanz z.B. die DNA (oder Vergleichbares) den "Drang" hat, sich möglichst zu erhalten und damit fortzupflanzen denn täte sie es nicht, würde sie als instabiles Molekül bald zerfallen.. Dazu benutzt sie als "Gefäße" Lebewesen, die das möglichst optimal leisten sollen.
Dazu sind diese "Gefäße" mit entsprechenden Organen und Verhaltensweisen ausgestattet (Selbst- und Sexualtrieb).
Diese Ausstattung ist ihnen von der "Evolution" angezüchtet. Was sich bewährt hat, blieb erhalten (Darwin, eigentlich trivial).
Alle Begriffe mit " " sind menschliche Begriffskonstruktionen bes. "Evolution".
Tatsächlich ist einfach etwas physikalisch-chemisches ("natürliches") passiert (scheinbar! entgegen der Entropie).
Was dabei erhalten geblieben ist, hat sich fortgepflanzt. Hätte es das nicht getan, wäre kein Leben, in der Folge weder Tier noch Mensch entstanden, also keines der oben genannten "Gefäße", das sich diese Frage stellen könnte (survival bias)

Ausdrücklich betont: man kann so argumentieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Fortpflanzung hat Evolution und somit Weiterentwicklung zur Folge.

Die Natur strebt danach sich selbst zu verbessern, sprich Arten versuchen sich den Gegebenheiten besser anzupassen.

Es sollte also nicht dein Ziel sein, dich selbst fortzupflanzen, sondern die Menschheit als Ganzes zu verbessern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Zeitmeister57
08.03.2016, 17:55

...und wenn das alle machen gibt es bald nichts mehr zu verbessern !?!

0

Der Sexualtrieb, ist der stärkste trieb des menschen. Also, ja!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?