Leben wir in wirklich schweren und komplizierten Zeiten?

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16 Antworten

Ich würde sagen eher nein. Probleme wird es immer geben. Ich denke das das eher nur so auf dich wirkt weil du langsam erst die Probleme der welt verstehst. Als kind denk man über solche sachen einfach nicht nach.

Man sollte bedenken das vor 100 Jahren hier noch der 1. Weltkrieg gewütet hat. Und noch 1 Jahr lang weiter wüten wird. Vor ca. 70-80 Jahren waren wir mitten um 2. weltkrieg. Und die Generationen danach haben Deutschland wieder aufgebaut und sind massiv ohne Väter etc. aufgewachsen.

Zwischen 1970 und 1990 gabs hier bei uns die RAF. Eine Linksterroristische vereinigung die einige anschläge auf den buckel hat und auch ein paar menschenleben.


Im vergleich dazu haben wir es jetzt um längen besser. Und mit der zeit davor will ich gar nicht erst anfangen.


Hallo!

Auch früher wa rnicht alles golden ------> jede Zeitspanne hat ihre eigenen gesellschaftlichen und sozialen Probleme, die nur durch die nach einigen JAhren einsetzende Glorifizierung des Vergangenen zusehends in Vergessenheit geraten.. das darf man nicht außer Acht lassen!

Es gab auch in den 80ern/90ern einige Probleme, nur fehlte die mediale Präsenz, die alles heutzutage "genießt" -----> semi-seriöse Medien, die alles der Auflage wegen ausschlachteten gab es noch nicht in dem Umfang. Heute vermitteln sie einem das Gefühl, man würde in einem einzigen Räubernest leben, wobei das nicht so ist.

Früher war es weder besser noch schlechter als heute & auch nicht harmloser.. jede Zeit hat ihre eigenen Probleme!

Ich persönlich sehe die Welt auch auf mehrere große wirtschaftliche, politische, ökologische, soziale, gesundheitliche und andere Probleme zuschlittern. Tatsächlich ist es so, dass wir wahrscheinlich an mehreren sehr entscheidenden Wendepunkten in all diesen Aspekten stehen:

Bricht das vereinte Europa ganz und gar auseinander?

Wird der Populismus und Radikalismus weltweit immer mehr erstarken und die Demokratie bedrohen?

Wird die große soziale Ungerechtigkeit und die auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich zu einem gesellschaftlichen Wandel und einer neuen sozialen Frage führen?

Stehen uns wegen oder mit unseren Nachbarn, Verbündeten und Rivalen ernste Konflikte ins Haus und wird Deutschland in Zukunft wieder einen Krieg erleben?

Droht uns ein dramatischer Klimawandel, möglicherweise eine neue Eiszeit und damit eine ökologische Katastrophe?

Führt das Artensterben zu einem extremen ökologischen Ungleichgewicht und einer massiven Aussterbewelle?

Wird die Resistenzenbildung hochansteckender Keime zu einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems führen?

Die Zeiten werden irgendwann sicherlich härter, soviel ist klar. Wir in Deutschland leben seit mehr als 70 Jahren in Frieden, etwas weniger lang in einem beträchtlichen Wohlstand. Unsere Kinder, Eltern und sogar Großeltern kennen kaum noch etwas anderes als den Luxus eines stabilen und fortschrittlichen Staates ohne Krieg, ohne Hunger, ohne Seuchen, ohne Not und Elend. Drei Generationen lang haben wir das alles genießen können. Doch irgendwann wird, soviel ist sicher, damit Schluss sein. Ob du zu der Generation gehören wirst, die dieses Ende erlebt, bleibt abzusehen - vielleicht bekommt ja auch keine der von mir aufgeworfenen Fragen ein Ja, solange du lebst. Aber es ist absolut sicher, dass irgendeine Generation die Fehler ihrer Vorfahren ausbaden muss. Die Frage ist nur, wann. Und die kann dir niemand beantworten.

Zu jeder Zeit gibt es eine andere Problematik.

Wenn man z.B. den Kalten Krieg erlebt hat wo tausende Soldaten auf beiden Seiten der damaligen Zonengrenze stationiert waren und bis an die Zähne bewaffnet waren.
Immer wenn man auf einer Bundesstraße oder Autobahnen unterwegs war sind einem garantiert Armee Fahrzeuge begegnet. Die waren natürlich friedlich, waren ja zu unserem Schutz da, aber man hat die Bedrohung, die Gefahr die davon ausgeht gespürt.
Zu dieser Zeit wusste man nicht wie es weiter geht. Das Pulverfass hätte jederzeit explodieren können.
Demgegenüber leben wir heute im Paradies.

Jemand der den 2. WK wirklich miterlebt und überlebt hat, der würde das eben geschilderte natürlich ganz anders sehen.

Du siehst das jetzt aus deiner Perspektive. Und du hast auch absolut Recht mit dem was du schreibst.
"IS, Brexit, Trump, Erdogan, Nordkorea und Syrien"
Das sind wirklich wirklich bedrohliche Ereignisse.

  • Das mit IS dürfte sich vermutlich bald erledigt haben.
  • Brexit wird nicht so hart ausfallen, wie manche vermuten.
  • Trump selbst ist zwar unberechenbar aber ich denke man kann der amerikanischen Demokratie vertrauen. Die bekommen das geregelt.
  • Erdogan? Es gab schon immer größenwahnsinnige Diktatoren. Bis jetzt sind die entweder vorzeitig umgekommen oder im Gefängnis gelandet.
  • Bei Nordkorea und Syrien bleibt nur zu hoffen, das es da bald zu einer politischen Lösung kommt.

Aber ich denke auf jeden Fall, das man trotz dieser Ereignisse und Störungen positiv in die Zukunft schauen kann.

So viel gesagt, dass was man ohne Anstrengung durch die Medien erfährt ist nur der Gipfel des Eisbergs. Mit ein wenig Mühe und Recherche werden dir unsere Zeiten noch viel Bedrohlicher und gefährlicher vorkommen. Und selbst dann findet man vermutlich nicht den Kern der Wahrheit. Aber um dich zu beruhigen, es gab solche Zeiten immer wieder seid der modernen Menschheit, ach schon vorm Mittelalter. Die Welt wird nicht in die Luft gejagt, das bringt keinen Profit, aber in den nächsten Jahren könnte es für uns verwöhnten Westler auch ungemütlich werden. Aber nach jedem Fall folgt ein Aufstieg.

Hallo.

Es sind schon sehr interessante Zeiten. Dies kommt aber durch die technische Fortschreitung. Alles wird schneller.
Ich weis noch in den 1960 er Jahren wollte die Frankfurter Börse eine Standleitung zur USA-Börse. 
Das sollte der Bund bezahlen das kostete etwa 500 000DM pro Monat.
Heute undenkbar.
1995 war ich bei einer Kommunalverwaltung die Standleitung kostete damals 100 DM im Monat. Jede Abfrage oder Mitteilung zum Hauptcomputer o, 50 Pf. 
Heute sind das nur noch Flatraten. Deshalb geht alles schneller durch Satelitentechnik.
Die Zeiten sind anders.

70 Jahre sind seit dem Zweiten Weltkrieg vergangen. Die Generation die diesen Krieg bewusst erlebt hat stirbt langsam aus.

Somit haben es die Kriegstreiber leichter wieder einen Waffengang in "Mode" zu bringen. An den Fragen der jungen User kann man ja erkennen, es wird schon bei einem Krieg nicht so schlimm werden. Da wir ja gewinnen werden, das sagen ja die Wirtschaftsdaten, sind wir nach bewaerter Manier "Weihnachten" wieder zu hause.

Hier muss wirklich aufgeraeumt werden, es ist kein Spass, einfach mal ein Land die Leviten verlesen zu wollen. 

Jeder Krieg der jetzt gefuehrt wird, koennte eskalieren und damit der LETZTE sein. Einstein sagte danach....

Probleme werden gelöst - und damit entsteht die Grundlage für die Entwicklung neuer Probleme.

Das die Zeiten schwieriger und komplizierter werden, ist definitiv falsch und sehr scheuklappig.

Hättest du lieber zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelebt...? Da hätte dir noch gedroht, dass du in Verdun/Frankreich von einem Artillerieschrapnell den Scheitel gezogen bekommen hättest, wenn du nicht schon vorher zu Hause verhungert wärest...

Seit ca. 1975 geht es ständig bergab. Überbevölkerung des Planeten, religiöser Schwachsinn und Fanatismus sind die dringlichsten Probleme.

Dinge die wir längst "ad acta" gelegt haben kommen im 21. Jh. wieder hoch.

Wer aber ist Wir? das Großbürgertum? das mittlere Bürgertum ? die Angestellten ß die Beamten (gehobene, mittlere, untere B.) Facharbeiter, Hilfsarbeiter? Arbeitslose ? Armutsrentner? Wer nun genau?

Du versuchst einmal mehr die Gesellschaft in Klassen und damit in gut  und böse einzuteilen. Das wird dir nicht gelingen, weil die Übergänge fließend sind und deine "Klassen" in sich auch nicht homogen.

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@lesterb42

Die Einteilung in gut und böse scheinst vielmehr du vorzunehmen, ich habe mit derlei moralische Mätzchen nix am Hut. Ob nun Klassen homogen und fließend sind, ist wieder ne andere Sache, es geht allein um den sozioökonomischen Status, also bleib sachlich und vor allem sei wesntlich, statt irgendwelche Eiertänze zu veranstalten.

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Ich meine nicht, das wir hier in besonders schwierigen Zeiten leben. Der Wohlstand ist so hoch, wie nie zuvor. Die Zeiten sind schneller und durchsichtiger geworden, das läßt sie komplizierter erscheinen.

Es war wohl nie wirklich alles einfach, nur damals kam es den Leuten einfacher vor daher da es ein festes Feindbild gab, was Heute weniger der Fall ist.

Finde es gut, nein sogar sehr wichtig das sich die Menschen informieren über die Welt in der sie Leben und da reicht es auch nun mal nicht sich Nachrichten anzusehen oder nur Zeitung zu lesen, man muss sich mit Themen auseinandersetzen.

Ein interessantes Video was gerade sehr zu dem Thema passt:

Die Zeiten sind immer schwierig. Heute geht es uns vergleichsweise gut. Kein Weltkrieg, kein kalter Krieg, Deutschland wiedervereint. Was willst du noch?

DAS dürfte ein jeder von seiner Zeit behauptet haben; ich denke NUR an das Barock (30-jähriger Krieg).

Allerdings, so scheint mir, hat es noch nie so viele rechte, populisitische, hirnlose "Poltiker" wie zur Zeit gegeben zu haben. Deshalb eskaliert die Spirale möglicher Gefahren besonders.....

pk

Leider ja. Zwischen 1970 und 2000 waren die Zeiten weniger konfliktreich. Ich sehe große Herausforderungen auf uns zukommen. Was wir heute erleben sind erst die Anfänge. 

Drei Bereiche: 

1. der Einwanderungsdruck aus dem Krisenbogen Orient-Afrika, auf den unsere Politiker keine Antwort haben, und der den Rechtsstaat, den Sozialstaat und die europäische Kultur bedroht.

2. die ungelösten Probleme der Finanz-, Schulden-, Euro- und EU-Krise. 

3. die kommende Digitalisierung mit dem Wegfall von sehr vielen Arbeitsplätzen. 

Unsere Zeit ist weder schlimmer noch komplizierter als andere.

Die ganzen Probleme, die du nennst, finden weit weg statt. Ohne Internet und Medien hättest du einfach nur davon gehört.

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