Leben wir in einer verlorenen Gesellschaft?

29 Antworten

Hallo,

Wir haben eine Autorität über uns und eine in uns, die Ewigkeit und unser Herz, die uns sagen, was richtig und was falsch ist.

Ja, Yoga, Meditation, Bio usw. sind große Gesellschaftliche Trends. Die Motivlage für den Einzelnen, sich solch einem Trend anzuschließen, sind sehr individuell.

Einige Menschen drückt das schlechte Gewissen, sie sehen oder ahnen, was sie mit ihrem Egoismus anrichten und wollen es dann mit Bio-Konsum und Vegetarismus wiedergutmachen. Übersehen aber dabei leider, daß der Wunsch, selber sich gesund zu ernähren und sich nicht zu vergiften, letztlich das Hamsterrad ihres Egoismus nur weiterdreht.

Oder nehmen wir die Yoga-Bewegung, früher kam die Gemeinde in der Kirche zusammen, heute sucht man sich halt Ersatz dafür in Form einer Yoga-Truppe. Hinzu kommt auch hier, daß es oftmals aus schlechtem Gewissen oder einem unwohl-fühlen heraus passiert, daß man sich oberflächlich mit Spiritualität befasst. Doch auch hier der alte Egoismus: Ich will mich wohl und harmonisch fühlen, ich möchte bis ins hohe Alter fit und gelenkig sein usw.

Es ist in der Tat eine Ersatzbefriedigung, die etwas zwanghaftes und eiferndes an sich hat, wo viele sich innerlich aufzuwerten versuchen und unbewußt andere damit erniedrigen. An seinen wahren Feind, den Egoismus, den es aufzugeben gilt, um seine wahre Aufgabe zu erfüllen, liebevoll allem verbunden zu sein und die dazu notwendigen Veredelungen an Persönlichkeit und Charakter vorzunehmen, dazu sind die wenigsten bereit.

Ein rein altruistisches Motiv für diese Trends haben die wenigsten. Die wenigsten leisten ihren Beitrag zur Heilung der Welt. Doch nur dann wären diese Trends sinnvoller Teil der Entwicklung, so sind sie für die Meisten ein austauschbares Suchtmittel. 

Und dann bringts auch nichts. Denn ob etwas positive oder negative Wirkung in der Welt hat liegt meist nicht in der Tat begründet, sondern in der Haltung, aus der heraus die Tat begangen wird. Sie entscheidet über das Ergebnis!

Es ist höchste Zeit, daß diese Trends aufhören Trends zu sein und wir sie zu einer echten Lebenshaltung machen. Vielleicht gelingt es uns dann noch rechtzeitig, den Planeten zu retten. Es wird nur funktionieren, wenn Alle mitmachen.

Liebe Grüße, Cagliostro 

Die Welt ist schnelllebig und evt kritischer geworden.

Religionen gab es schon immer, daran wird sich demnach kaum etwas geändert haben, nur fragen manche evt mehr nach, als einfach zu folgen.

Manches ist sicher 'Mode'- jedoch macht diese 'Erscheinung' Sinn, wenn man nicht auf Kosten aller bzw insbesondere der Natur lebt. (Umweltgifte, Fleischkonsum, Erderwärmung,..) Vielleicht ist einigen auch bewusster geworden, dass die Natur dank Menschheit sich aufbäumt, gegen ihre 'Vergegwaltigung'. Sowas ist kritisch betrachtet defintiv etwas Gutes und ergibt Sinn.

Mehr Autorität, durch...? Was wünschst du dir? Sprichst du von Schulen, Elternhaus, Beruf, Politik,...?

So frei ist der Mensch dann doch nicht, ist gezwungen sich an gewisse Regeln zu halten- vielleicht auch in manchen Bereichen sogar mehr, wie einst. Kinder werden in westlichen Nationen nicht einfach mal geboren, Partnerschaften gehen viel öfter kaputt usw

Der allgemeine Druck ist heute sehr hoch, wenn man nicht unter gehen will.

Das Einzige, in dem ich manchmal das Gefühl habe ist, dass in manchen Bereichen einige 'Softies' geworden sind und viel gesudert wird.

Wirtschaft war und wird immer eine starke Macht sein, solange sie benötigt wird. ´So schnell wird sich das auch nicht ändern.

Yoga usw gab es schon lange. Evt brauchen einige Ruhe von der schnelllebigen Zeit- stattdessen können sie auch in die Natur gehen, oder Hobbys frönen. So etwas ist normal, tut gut und schafft Ausgleich.

Zum Abzählen der Personen, die ich kenne, die Yoga machen, brauche ich nicht mehr als zwei Finger und die kenne ich auch nur sehr entfernt. Einen einzigen Bio-Fan kenne ich. Vegetarier auch nur entfernt Bekannte. Atheisten kenne ich mehrere, das stimmt.

Das mit den Richtlinien ist denke ich so eine Sache. Haben wir Richtlinien, jammern alle, dass sie sich unfrei fühlen. Haben wir keine Richtlinien, fehlt den Menschen etwas, was ihnen Halt gibt.

Der Fluch der Freiheit und Individualisierung ist, dass wir uns erfinden müssen, um uns identifizieren zu können. Die religiöse Gemeinschaftlichkeit muss in profanen Gruppen mit zufälliger Basis gesucht werden, die aufgrund ihrer Vielzahl natürlich nicht so groß sein können.

Wir müssen lernen, einen Weg zu finden, mit unserer Freiheit umzugehen, ohne daran zu verzweifeln. Wir müssen Wege finden, die Leere zu füllen, aber jeder so, wie er es mag.

Der Vorteil der Vielfalt ist vor allem, dass kein Druck entsteht.
Wir müssen lernen, dass es ein Privileg ist, auf Entdeckungsreise gehen zu können.

Welche Tabus gibt es in der Gesellschaft (derzeit)?

Also ich frage nicht so nach klassischen Tabus, sondern nach solchen, die man erst nach und nach merkt in der Gesellschaft.

Beispiele:

Ich denke, der konkrete Tod eines Menschen ist nach wie vor ein Tabu, also wenn Leute erleben, wie ihre Großmutter stirbt, dann berichten sie in der Regel nicht, wie sie sich fühlten, wie das Sterben verlief usw. Im TV gibt es da keine Grenze, aber der Einzelne spricht darüber selten bis nie - auch nicht zu Freunden. Früher war Tod sicher ein gesellschaftliches Tabu schlechthin, heute nur noch vereinzelt - als Phänomen in Familie und mit dem man sich selbst auseinander zu setzen hat.

Ein anderes Beispiel ist wirklich freie Meinungsäußerung. Ich bemerke seit einigen Jahren, dass Leute, auch Freunde von mir, gar nicht mehr bemerken, wie ihnen z.B. ein Konzert gefallen hat, was sie gut/schlecht empfanden usw. Früher taten das alle die ich kannte - heute merke ich sehr stark, dass man solche Ichbotschaften nicht mehr mitteilt. Man spricht auch nicht in Phrasen oder redet darum herum, man gibt nichts von seiner Wahrnehmung preis - das meine und fühle ich. So als wäre - nach einem Konzert beispielsweise - der andere, der mit da war, gar nicht dort gewesen. Ich denke mir also, dass der eigene Eindruck nicht mehr frei erzählt wird - als Tabu.

Meine Frage deshalb: Sind Euch Tabus gegenwärtig in der Gesellschaft - in Eurer Stadt?

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