Leben wir in einer Gesellschaft in der Leistung direkt mit dem Wert eines Menschen verbunden wird?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo!

Ich glaube das Problem ist im Kern ein anderes. Du beklagst zurecht, dass sich der Wert eines Menschen zu stark über seine vermeintliche Leistung definiert. Ich fühle mich sehr unwohl dabei, dass man überhaupt den Wert eines Menschen definiert.

Egal nach welchen Kriterien du so einen Wert berechnest, Kreativität, positive Charaktereigenschaften, gute Manieren, Empathie, Verzicht auf Verzicht von tierischen Produkten, völlig egal, letzten Endes sind dann einige Menschen wertvoller und andere Menschen weniger wert.

Die Konsequenzen davon finde ich untragbar. Wenn etwas erstmal einen Wert hat, verliert es seine Unantastbarkeit. Dann wird verglichen, gegeneinander abgewogen und am Ende wird ein Wert gegen den anderen eingetauscht. Und in dieser Situation möchte ich nicht der sein, der weniger wert ist. ;-)

Es gibt ja unzählige Arten den Wert von Menschen zu bestimmen - und dabei ist Leistung noch einer der humaneren. Schlimmer finde ich, dass Menschen von Geburt an einen Wert gebunden werden, etwa durch Herkunft, Religionsangehörigkeit oder Geschlecht. Aber auch die Leistungsideologie mitsamt dem unbedingten Wachstumsanspruch wird sich wohl als Irrweg erweisen, da ein unbegrenztes Wachstum nicht vorstellbar ist.

Wirklich wünschenswert wäre also meiner Ansicht nach eine Gesellschaft, in der bestimmte Dinge außerhalb des Wertsystems stünden, dabei denke ich nicht nur an menschliches Leben, sondern etwa auch an Natur, Tierwelt oder vielleicht Kunst. Ein System in dem nicht alles seinen Preis hat, sondern manches unantastbar bleibt.

Selbstverständlich ist das alles utopisch gedacht. Ich glaube nicht daran, dass man bewusst Einfluss nehmen kann auf die Entwicklungen der Gesellschaft. Klar, irgendwann wird eine Welle der Veränderung über uns rollen und vielleicht gehören wir zu den Glücklichen, die darauf mitschwimmen können. Es wird anders werden. Aber ich bezweifle, dass wir einen wirklich positiven Wandel im Großen hinbekommen, wo doch fast jeder schon im kleinen, privaten Kreis überfordert ist und nicht gemäß seiner Ideale leben kann.

Wunderschöne Antwort!!! Nicht werten, sondern akzeptieren, wie jemand ist, wie etwas ist. Wir sind alle ein Teil der Schöpfung und nur durch die Unterschiede kann man überhaupt zu einem Vergleich kommen. Zu einem Urteil? Zu einer Bewertung? Wem sollte das zustehen? Ist das gut, was "normal" ist, was der Norm entspricht? Oder das Außergewöhnliche, das, was uns die Augen öffnet? Das Außergewöhnlich "gute", oder das, was "schlecht" ist, was Mitgefühl und Hilfe in uns weckt? Ist etwas, was schlecht ist, nur schlecht?

"Niemand ist unnütz. Er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen." Ein mit einem Lächeln zu bewertender Satz. Nicht abwertend, sondern zum Nachdenken anregend.

Menschen sind auf unterschiedlichem Entwicklungsstand. Manche müssen noch sehr viel lernen, ihre Erfahrungen machen, am Leben wachsen. Steht uns darüber ein Urteil zu, auf welchem Entwicklungsstand sie sind? Wer urteilt über uns?

Jeder darf Fehler haben und das ist gut so. Man sollte nur aus seinen Fehlern lernen, dann kann man auch daran wachsen. Und zwar innerlich, nicht durch Noten, Leistungen oder sonstwie äußerlich zu beurteilen.

Allerdings sollte jeder seinen Teil beitragen, so weit es ihm möglich ist. Nicht, weil er Leistungsdruck bekommt, sondern, weil er es für sein eigenes Selbstwertgefühl leistet. Und daran wachsen kann und daraus Energie und Freude zieht.

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danke für deine gute antwort.

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Was meinst Du wo das Born out syndrom herkommt? Depressionen , und unsere Kinder mit ADHS verseucht sind? Eigentlich sind das keine Krankheiten , es sind Symptome auf unsere schnelllebige Zeit . Schauen wir zurück.:" Wir Existieren , oder (Denken) seit es Jesus gab. Aber uns gibt es schon viele 10000ende von Jahren . In den letzten 3-400 Jahren haben wir uns so Vortschritlich Entwickelt, ( Motorisierung , Technik , Internet ) das ICH der meinung bin das unser Gehirn da gar nicht so richtig alles erkennen kann . Ich denke der Zeitfaktor spielt da eine grosse Rolle.

Was ich sagen will ist :" Das der Mensch seine eigene Entwicklung ÜBERHOLT hat. Das ist das Leistungsdenken. Siehe , vor noch 200Jahren haben wir in Jahreszeiten oder Monaten gedacht und heute ist jede Minute " kostbar "  .

Naja meiner Meinung nach wird man nicht nach der Leistung bewertet sondern wie man sie verkauft xD... der lauteste Gockel kriegt leider immer noch die meisten Hühner (in dem Fall Mäuse (in dem Fall Kohle (in dem Fall Geld))).

Leben auf kosten ander ist gut und schlecht zugleich?

Moin!

Ich habe durch mein Erbe, das Privileg auf kosten andere zu leben (fall der mauer) und frage mich seid dem Tag, wo der Unterschied ist, zwischen einem Arbeitslosen der auf kosten seiner mitmenschen (heute hartz4) lebt und jemandem der genauso viel leistet und durch glück, der Arbeit seiner eltern bzw ur ur ur großeltern, einen ganz anderen weg einschlagen zu drüfen.

Die persöhnlich Entwicklung von einem kind, dessen Eltern, ein Vermögen haben und die dessen Kinder es nicht haben, werden komplett verschieden sozialisiert, gefördert und erzogen. Die wichtigsten kriterien für einen geistig gesunden Menschen und seiner freien Entfaltung und damit auch sein Glück und seiner körperlichen Gesundheit.

Ich frage mich warum der durchschnittsbürger das eine auf übelste verurteilt und das andere für erstrebenswert hält?

Ich meine, jemand der Häuser zur Miete hat, der lebt von dem Geld seiner Mitbürger, genauso wie der Arbeitslose. Ich meine, ich leiste durch den reinen Besitz überhaupt nichts. Besitz ist ja keine Leistung außer die Abgabe von Geld, das nur fließt, weil andere nicht die Möglichkeit auf Eigentum haben, weil sie zu arm sind! Mein Beitrag ist ein minimaler teil, des gewinns, von der Wirtschaftsleistung anderer.

Zudem kann man mit diesem Vermögen auch Arbeiten und wieder Geld mit Geld erwirtschaften, ohne einen Materiellen wert zu erschaffen oder einen sozialen Beitrag zu leisten. Festgelkonto und aktien erfüllen auch ihren Zweck und natürlich die zusammenarbeit mit den Banken, neue kredite für neue immobilien zu bekommen.

Ungefähr 8-15% der Mieteinahmen gehen dafür drauf das Haus zu erhalten und die steuern, die ich zahlen muss, werden entweder mit vielen dingen gegen gerechnet oder mit einer runter gekommenden Immobilie verechnet. Der Steuerberater hilft dabei ungemein, seinen Mitmenschen das geld, vor zu enthalten! Ich persöhnlich find das für die eigene Tasche natürlich super!

Was ich mich frage, warum machen das alle mit? Für mich sind 2 klassen vorhanden. Obdachlose bis hin zum Eigentum, die immer gefesselt an ihr Arbeit sind und die menschen danach, die ein Eigenheim besitzen UND dazu vermietete immobilien bis hin zum Milliardär.

Ist es unwissenheit das Geld und armut in 95% der fälle vererbt wird oder ist es schlicht weg der Gedanke das Arbeit sich auszahlt oder sogar angst vor der Kritik der gesellschaft arbeitlos zu sein? ( ich meine die arme, nicht die reiche Arbeitslosigkeit!)

freu mich über jedes feedback.

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