Leben Veganer auf Kosten der Landwirte?

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8 Antworten

Leben Veganer auf Kosten der Landwirte?

veganer bezahlen ihr Gemüse, genauso wie andere leute. sie bekommen es nicht geschenkt und schon gar nicht von Landwirten.

veganer zahlen auch steuern - die u.a. dazu benutzt werden, die Landwirtschaft zu subventionieren.

und Landwirte, die solche sprüche bringen, die sollen sich mal daran erinnern, dass früher die felder mit Pferden und rindern gepflügt wurden - als auf Traktor umgestellt wurde, wurden pferdezüchter, Hufschmiede und massenhaft Landarbeiter arbeitlos. aber hätte jemand sich deshalb geweigert, einen Traktor zu kaufen?

leben heisst Veränderung und man kann von anderen nicht verlangen, so zu leben, dass es einem selber nützt.

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Kommentar von Honeysuckle08
27.08.2016, 21:16

Bravo - Stern absolut verdient ! :)

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Hallo, 

ja und nein. 

Natürlich sinkt durch mehr Veganer die Nachfrage nach tierischen Produkten. Vielen Landwirten ergeht es so allerdings auch schon, wenn ein Omnivor sich Gedanken macht und nur noch aus guter Haltung kauft. Ich sage jetzt mal ganz frech, wer seine Tiere nicht artgerecht hält der darf meinetwegen in dem Fall bluten. ;) 

Andererseits kann man auch nicht sagen, dass ich nur dieses Produkt kaufe. Wenn ich jetzt generell Staubsauger ablehne, lebe ich dann auch auf Kosten der Staubsaugervertreter? Jeder kann kaufen was er möchte. Veganer sowas zu unterstellen ist eigentlich nur lächerlich bis widersprüchig. Indem die Omnis nicht vegan werden, werden keine Reformhäuser unterstützt - könnte ich jetzt genauso sagen. 

Vorurteile gibt es leider immer und überall. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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Auch die Produkte die Veganer Essen, werden ja von Landwirten produziert.

Wenn schon eine Berufsgruppe besonders betroffen wäre, so wäre es die der Fleischer. Und auch Molkereien wären betroffen.

Da aber kaum die Zahl der Veganer explodieren wird und sich binnen zwei Jahren die Zahl der Veganer verzehn- oder zwanzigfachen wird, ist ein langsamer Übergang möglich in der landwirtschaftlichen Produktion.

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:):) Ich musste beim Lesen deiner Frage gerade schmunzeln, weil ich dank meiner weiblichen Intuition genau wusste, WER der Jemand war, mit dem du dich letztens unterhalten hast - wurde mir beim Lesen der Beiträge bestätigt...;)

Nein, Veganer leben mitnichten auf Kosten der Landwirte - Landwirte, die Tierhaltung betreiben, leben vielmehr von den Tieren, die sie ausbeuten, auch in sog. "guter und artgerechter" Haltung - das ist einfach so, da beißt die Maus keinen Faden ab !

Landwirte können sich ohne Weiteres umstellen - was viele auch tun, weil sie erkennen, dass die Nutztierhaltung in eine Sackgasse führt...

Milch"produktion" ist das beste Beispiel für diesen Irrweg...

Jeder Landwirt, der seinem Namen und seinen Tieren noch gerecht wird und kein Imperium auf Kosten seiner Schutzbefohlenen aufgebaut hat - sprich = seiner Verantwortung noch gerecht wird, wird keine Veganer verurteilen, ganz im Gegenteil !

Bioveganer Landbau ist im Kommen und viele "Landwirte" sehen ihre Chance darin...:)

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wird dir hier sehr gut erklärt:

Warum veganes Leben Unsinn ist

Für pflanzliche Lebensmittel müssen Myriaden Schermäuse, Wühlmäuse, Feldmäuse, Feldhamster, Eidechsen, Ratten, Vögel, Wildschweine, Rehe grausam getötet werden. Ferner weiß man bekanntlich seit Darwin, dass Humus, Kompost und Ackererde unter anderem durch zahlreiche Würmer gebildet werden, die natürlich bei der Bodenbearbeitung millionenfach sterben.
Doch die Wirbellosen, welche immerhin 95 Prozent aller Arten ausmachen,
sind für viele Tierethiker bloß „niedere Tiere“, die man ruhig
malträtieren kann.

Wer also im veganen Supermarkt seine Ersatzprodukte erwirbt, kauft
mitnichten tierleidfreie Ware. Das V-Label der European Vegetarian Union
berücksichtigt alle möglichen Kriterien, doch es findet sich nicht der
geringste Hinweis, ob bei der Produktion der Waren tierischer Dünger
verwendet wurde oder nicht. De facto lassen sich die Veganer also in
unserer heutigen Gesellschaft von viehhaltenden Landwirten durchfüttern. Anstatt diesen aber dankbar zu sein, strafen sie ihre Ernährer mit tiefster Verachtung, beschimpfen sie als Tiermörder und Sklavenhalter.

Vegane Landwirtschaft ist Raubbau,weil sie den Nährstoffkreislauf der Böden unterbricht. Die Modelle, die Veganer gerne präsentieren, taugen bisher nur dazu, eher sieben als sieben Milliarden Menschen satt zu machen. Was man den Flächen an Nährstoffen entzieht, muss in anderer Form wieder auf die Flächen zurück. Menschliche Fäkalien, die man früher verwendete, kommen heute unter anderem aus hygienischen Gründen dafür nicht mehr infrage, vegan sind sie auch nicht. Die Landwirtschaft müsste intensiviert werden, weil die landwirtschaftlich nutzbare Fläche viel kleiner wäre. Da aber kein
Dünger aus Viehhaltung zur Verfügung stünde, müsste Mineraldünger
verwendet werden, der als endliche Ressource schnell verbraucht wäre.
Verzichtete man darauf, brauchte man irgend eine Form der Brache, um
pflanzlichen Dünger herzustellen. Diese Flächen fehlten dann noch
zusätzlich, die Erträge wären minimal.

Wer allen Ernstes behauptet, Landwirtschaft könne in unserer heutigen
Gesellschaft auf Viehnutzung verzichten, ohne Hunger und Not zu
produzieren, ist nicht von dieser Welt.

http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/veganer-in-berlin-warum-veganes-leben-unsinn-ist-22396672

also ja es stimmt.

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Kommentar von DBKai
26.08.2016, 20:09

Für pflanzliche Lebensmittel müssen Myriaden Schermäuse, Wühlmäuse, Feldmäuse, Feldhamster, Eidechsen, Ratten, Vögel, Wildschweine, Rehe grausam getötet werden

Verstehe ich nicht. Warum sollte das nötig sein? Es kann schon sein, dass man - wenn man einen Baum pflanzt - ein kleines Tier verletzt oder tötet... aber sonst? Und sie "müssen" getötet werden oder passiert das eher versehentlich? Warum Rehe und Wildschweine? Gibt es dazu auch eine Erklärung?

Ferner weiß man bekanntlich seit Darwin, dass Humus, Kompost und Ackererde unter anderem durch zahlreiche Würmer gebildet werden, die natürlich bei der Bodenbearbeitung millionenfach sterben. 

Warum sterben die bei der Bodenbearbeitung? Kann man hier nicht etwas verändern, damit das alles auf gute Weise geschieht? Wie machen das denn unsere Obst-Erzeuger im Lande? 

Doch die Wirbellosen, welche immerhin 95 Prozent aller Arten ausmachen, 
sind für viele Tierethiker bloß „niedere Tiere“, die man ruhig 
malträtieren kann.

Das ist ein Problem. Vielleicht können aber Wege für einen achtsameren Umgang gesucht und gefunden werden.... Immerhin wird es hoffentlich weiterhin Obst in den Supermärkten geben... und die Herstellung kann man ja optimieren indem geforscht wird.

Wer also im veganen Supermarkt seine Ersatzprodukte erwirbt, kauft mitnichten tierleidfreie Ware

Vielleicht nicht komplett tierleidfrei.. aber zumindest mal tierleidfreier...?

ob bei der Produktion der Waren tierischer Dünger 
verwendet wurde oder nicht. De facto lassen sich die Veganer also in
unserer heutigen Gesellschaft von viehhaltenden Landwirten durchfüttern. 

Was gibt es gegen tierischen Dünger einzuwenden? Würde man Tiere nun nicht mehr schlachten, wären diese ja trotzdem weiterhin unter uns und würden hoffentlich deshalb nicht komplett ausgerottet werden... Deren Dünger kann weiterhin von positiven Nutzen sein. Dass sich Veganer durchfüttern lassen, sehe ich anders... denn auch Veganer gehen einer Arbeit nach - denn ohne Arbeit bleibt man ja meist auch ohne Geld... und somit leisten auch sie einen Beitrag zu unserem ganzen System und dazu, dass morgen die Geschäfte wieder geöffnet haben... Sie treffen lediglich freie Kaufentscheidungen und beeinflussen so Angebot und Nachfrage. Unter den Worten durchfüttern lassen, verstehe ich etwas anderes.

Vegane Landwirtschaft ist Raubbau,weil sie den Nährstoffkreislauf der Böden unterbricht. 

Ich war nun schon an einigen Orten wo massenhaft Obst oder Beeren angepflanzt worden sind... und offenbar ist es bisher möglich, dass die Jahr für Jahr Früchte bringen... Müsste hier nicht auch das Problem mit dem Nährstoffkreislauf entstehen?

Die Modelle, die Veganer gerne präsentieren, taugen bisher nur dazu, eher sieben als sieben Milliarden Menschen satt zu machen. 

Da das Obst in den Supermärkten bisher noch nie komplett ausverkauft war, als ich dort war, kommt es mir so vor, als hätten wir derzeit noch genug Obst.... mehr als nur für 7 Menschen zum satt machen... und würde die Nachfrage nun steigen, würde sicherlich jemand ein Geschäft dabei wittern und mehr Obst anpflanzen und anbieten... kann ich mir schon vorstellen... sollte dem nicht so sein, gibt es immer noch andere Produkte um auszuweichen...

Was man den Flächen an Nährstoffen entzieht, muss in anderer Form wieder auf die Flächen zurück

Ich war in Vogtsburg im Kaiserstuhl und da waren massenhaft Kirschbäume... mit denen dort irgendjemand wohl Geld macht... wie sorgen die dafür, dass ihr Geschäft aufrecht erhalten bleiben kann?

Da aber kein 
Dünger aus Viehhaltung zur Verfügung stünde, müsste Mineraldünger 

Vielleicht braucht man nicht überall und immer diesen Viehdünger... und selbst wenn, könnte man diesen ja eh oft auftreiben... durch Planung... Management... Forschung... Kommunikation... Zusammenarbeit... 

Wer allen Ernstes behauptet, Landwirtschaft könne in unserer heutigen
Gesellschaft auf Viehnutzung verzichten, ohne Hunger und Not zu 
produzieren, ist nicht von dieser Welt.

Daher das vegane Angebot wächst und ich mich schon einige Jahre vegan ernähre, sehe ich für mich noch kein Problem in Bezug auf Hunger und Not...  Vielleicht ist die Zeit heute noch nicht reif dafür - aber in Zukunft kann sie reif dafür werden.... die Umstellung braucht seine Zeit und kann nicht von heute auf morgen geschehen. 

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Natürlich kann man es so sehen. Aber dann lebt ein normaler auch zum Nachteil der Tiere, ein Veganer zum Nachteil der Pflanzen, Jeder der "billige Schokolade" kauft zum Nachteil der Kinder die sie herstellen müssen usw.
Da könnte man ewig weitermachen bis man niemanden mehr zur Lasten lebt.....
Aber ich persönlich finde jeder soll so leben wie er ist ! Jeder der Fleisch essen will soll es tun, jeder der Vegan leben will soll sich vegan ernähren usw.
Jeder wie er will......ganz "fair" wird es auf dieser Erde nie sein.....

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Kommentar von DBKai
26.08.2016, 07:57

Ich könnte mir schon vorstellen, dass es auf der Erde immer fairer wird... solange es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen... und über Unfairheiten kann man sich ja unterhalten und eine Lösung suchen und finden. Geht alles nicht von heute auf morgen - aber in ein paar 100 Jahren kann viel geschehen.

Ich sehe es auch so, dass jeder so leben soll, wie er will - nur muss er mit den möglichen Konsequenzen für seine Entscheidungen klar kommen können. 

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Kommentar von anaandmia
26.08.2016, 08:02

Ganz genau so sehe ich es auch. Jeder wie er will....:) Wir hatten mal in der Schule das Thema Massentierhaltung und haben dazu einen Film angeschaut - ich komnte da überhaupt nicht hinsehen, dann meinte meine Lehrerin "jeder der Fleisch ist sollte da auch hinsehen können" ! Und da hat sie voll recht ! Ich kann das nicht und esse deshalb kein Fleisch. Ich finde es auch völlig legetim, dass Leute Fleisch essen aber ich finde auch sie sollten sich bewusst darüber sein wie ihr Schwein zum Schnitzl wird und wenn sie damit klar kommen ist das völlig in Ordnung :)

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Kommentar von anaandmia
26.08.2016, 08:02

*isst

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Kommentar von anaandmia
26.08.2016, 22:04

Ohje ..... Ich habe schon lange begriffen, dass Diskusionen mit Leuten wie dir zwecklos sind. Da bleibe ich in deinen Augen lieber die, die Populismus betreibt und hetzt :)

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Du hast dich nicht "letztens" mit jemand unterhalten, sondern mit MIR vor 2 Tagen!

Wie du das siehst ist völlig egal. Veganer leben nun mal auf Kosten von Mischköstlern, weil kein Gemüse aus Luft und Laune wächst. Gemüse und Getreide wird gedüngt und das vornehm mit tierischen Dünger!

Wenn du das nicht begreifen willst, dann liegt das einfach bei DIR. Dafür kann ich aber nichts. Lern damit zu leben. Es ist nun mal so!

Gruß Omni

(BG)

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Kommentar von DBKai
26.08.2016, 16:12

Das Wort letztens bedeutet soweit ich weiß "kürzlich" und das stimmt doch. Ja - das Gespräch war mit dir.

Ich habe nie behauptet, dass Gemüse aus Lust und Laune wächst... und ich bin ja auch nicht dafür, dass man nun alle Schweine und Kühe ausrottet - nur weil man sie nicht mehr so oft oder irgendwann gar nicht mehr isst... Man könnte ja Streichelweiden oder so was machen... Irgendetwas fällt einem schon ein. Man muss ja nur aufpassen, dass die sich nicht unkontrolliert vermehren, da das ja sonst zu Problemen führen kann.

Den Mist der Tiere kann man ja weiterhin für Gemüse, etc. verwenden... und da die Leute, die das Gemüse kaufen, selber auch einer Arbeit nachgehen (will man Geld ist das im Normalfall nötig - hoffentlich gibt es genug freie Stellen?) und ihren Beitrag leisten, damit alles gut klappt, kann man nicht sagen, dass sie auf Kosten anderer leben... Sie treffen freie Entscheidungen... Der Markt verändert sich... Schließt sich die eine Türe, öffnen sich neue... 


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Schade mit keinem wort erwähnst du, wie dein Gesprächspartner seine Ansicht begründete....

Mich würde es echt interessieren.

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Kommentar von Honeysuckle08
28.08.2016, 13:02

Kannst du doch ganz leicht beim "Omni11" nachlesen...:)

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