Leben und Menschen?

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13 Antworten

Ich fuer meinen Teil liebe (meist) meine Arbeit (selbststaendig), und das hat wenig mit dem Geld zu tun. Ich habe auch oft genug in meinem Leben nur fuer Geld gejobbt, und das ist wirklich nicht zum Aushalten, da hast du recht.

Prinzipiell hast Du eine große Problematik unseres Daseins längst erkannt.

Arbeit kann tatsächlich glücklich machen, wenn Du Deine Arbeit liebst. Also wenn es jene Arbeit ist, in der Du aufblühst, in der Du Dich entfalten kannst, in der Du wahrhaftig lebst.

Doch ich denke mal das Kernanliegen ist, dass Du genau wie ich das Problem erkennst, dass Kinder gar nicht mehr die Chance bekommen, sich selbst zu entdecken, sich selbst zu entfalten und sich selbst als Persönlichkeit zu erleben.

Viele wachsen schon gar nicht mehr in einer intakten Familie auf, sondern werden stetig hin- und hergeschoben, sind dementsprechend auch hin- und hergerissen und erfahren, wie ständig irgendwelche Einflüsse verschiedenster Art auf sie einprasseln.

Auch wenn die meisten Menschen selber unschöne Erinnerungen mit ihrer Kindheit verbinden, so führen sie dieses Erbe unhinterfragt auch an ihren Kindern fort,  eben, weil sie sich selbst der selben Doktrin unterordnen mussten.

Als Außenstehende wundern wir uns nur darüber, dass wir uns mit einer ganzen Reihe quengeliger oder höchst widerspenstiger Kinder konfrontiert sehen.

Kinder spüren es sehr deutlich, wenn sie darin blockiert und daran gehindert werden, ihre natürlichen Triebe und Energien fließen zu lassen. Deswegen schlagen sie auch quer, weil sie merken, dass hier etwas nicht stimmt. Da sie sich aber noch im Entwicklungsstadium befinden fehlt Ihnen leider der Erkenntnisstand, der Erfahrungsschatz und das Kommunikationsgeschick, das nötig wäre, sich der Erwachsenenwelt entsprechend mitzuteilen, so dass sie von den Erwachsenen auch verstanden und ernst genommen werden.

Da Kinder andererseits auch von der Liebe,  Anerkennung und Fürsorge der Erwachsenen abhängig sind, gehen sie strategisch vor und fügen sich, um zu überleben, auch wenn sie ihre eigene Identität dadurch aufgeben.

Gerade der alt-preussischen Manier entstammen hierzulande Überzeugungen wie "Du hast das zu tun, was andere Dir sagen!" oder "Wenn Du Dich immer daran hälst und tust, was andere Dir sagen, dann wirst Du gut durchs Leben kommen!". Und selbst wenn dieses Konzept schiefgeht, wird es dennoch eisern verteidigt.

Wir kennen das, wenn zumeist Personen im fortgeschrittenen Alter noch von der "guten alten Zeit" schwärmen. Wenn Kinder nicht "gehorsam" waren, wurde notfalls auch zum Riemen, Rohrstock oder anderen Folterwerkzeugen gegriffen, um sie dann mal 'gepflegt' zu verdreschen.

Ich will diesen Menschen aus dieser Generation dabei gar nichts Böses unterstellen. Sie haben ja auch selbst in ihrer Kindheit nie etwas anderes kennengelernt. Kindesmisshandlung gab es damals nicht. Dass erzieherische 'Werte' mitunter auch durch Anwendung physischer Gewalt vermittelt wurden, war zu der Zeit völlig normal und gesellschaftlich akzeptiert.

Der Grund, warum sich diese Erziehungskultur über so viele Generationen gehalten hat, ist, weil es damals auch verächtlich war, das Handeln der Eltern zu hinterfragen oder es gar zu wagen, dieses zu kritisieren. So haben diese Generationen es auch immer so weiter gemacht, ohne dass ihnen bewusst war, dass genau diese Gehorsams-Ideologie gerade jenen Machthungrigen in die Karten spielt, denen nicht sonderlich am Allgemeinwohl gelegen ist.

Der Wille zur Macht ist nahezu bei allen Menschen allgegenwärtig und wer es nicht schafft, im großen Stil nach dieser zu greifen, lebt diese dann in der kleinsten gesellschaftlichen Einheit aus: der Familie.

Auch heute werden noch viele Kinder geschlagen, nur nicht mehr aus erzieherischen Gründen, sondern u.a. mehr wegen Alkoholmissbrauchs. Ich zweifel allerdings daran, ob die Erziehung dabei das edlere Motiv ist.

Selbst wenn sich das allgemeinse Erziehungskonzept geändert hat, die systematische Indoktrination ist geblieben.

Von den Nutznießern dieses Systems ist es aber auch so gewollt. Sie wollen keine selbstständig denkenden Individualisten. Eine Gesellschaft von Schafen hingegen sichert ihre Interessen.

Deswegen wird es auch noch länger so weitergehen.

Viele Schafe erkennen und begreifen gar nicht, dass sie sich zu Schafen haben dressieren lassen. Sie erfassen gar nicht, dass sie oftmal gar keine individuelle Identität mehr besitzen. Sie leben nur nach Überzeugungen und Weltanschauungen, die gar nicht ihre eigenen sind, sondern welche sie vor langem von außen eingetrichtert bekommen haben und verstehen dies dann als ihre eigene Meinung.

Dies ist keinesfalls bösartig oder herablassend gemeint, sondern schlicht Fakt.

Wenn man nach dem Warum fragt, muss man immer erst herausfinden, wer davon profitiert.

Ein lebensbejahender Ansatz ist es, sich der Manipulation zu entziehen und in seinem eigenen Lebensbereich damit anzufangen, die Kontrolle zurückzuerlangen.

Vermeide jeden Fremdeinfluss von außen, den Du aktiv verhindern kannst!

Schalte das Radio aus, schmeiße den Fernseher auf die Straße und kündige Deine Zeitungs- und Magazin-Abos!

Du wirst in gewissem Maße weiterhin immer noch abhängig von Geld sein, um zu leben.

Aber Du kannst Dich schon mal jeglichen Informationsquellen entledigen, die Dir in Wirklichkeit nur Propaganda anbieten.

Die anderen laufen irgendwelchen Idealen aus der Pop-Szene und den Hochglanzmagazinen hinterher. Wer diesen Vorgaben hörig ist, ist ein profitabler Konsument und ein grandioses Geschäft für die Damen- und Herrschaften hinter den Trendsettern. Das ist Marketing!

Die meisten Menschen halten "Prominenz" an sich schon für einen eigenständigen Wert, den sie als erstrebenswert erachten.

Das ist genau diesem Geltungsbedürfnis geschuldet, der während der Kindheit nicht hinreichend befriedigt wurde. Öffentliche Aufmerksamkeit von Fans und Medien als Ersatzdroge für das zu kurz gekommene Liebesbedürfnis in der Kindheit.

Ich komme in den Kindergarten wo mir Werte vermittelt werden, die ich so nie lernen wollte.

Vielleicht willst du diese Werte nicht lernen, aber solange du nicht in einen schlechten Kindergarten kommst wirst du diese Eigenschaften spätermal brauchen und sie bilden das Fundament deines Lebens.

Dann komme ich in die Schule und lerne zu gehorchen, mich stets
respektvoll gegenüber meinen Autoritäten zu verhalten und so langsam
werde ich mit der Arbeitswelt vertraut gemacht.

Das versuchen sie zumindest. Ob sie das schaffen hängt von vielen anderen Fraktoren ab (Eltern, Freunde, Lebensraum...). Ich kann nur von meiner Situation sprechen, wo die meißten 'nervigen' auch so geblieben sind und auch heute (wenn nicht sogar schlimmer) immer noch nerven.

Meine meiste Zeit verbringe ich damit zu arbeiten. 8 Stunden pro Tag- 70 Jahre lang.

Natürlich. Was sollte man den stattdessen tun? Die ganze Zeit faul herumliegen? Das hört sich schön an, wird aber nach geringer Zeit zum Horror (kann ich selbst bestätigen). Wenn du jetzt sagen willst dass du genügen Hobbys hast dann sag ich dir dass diese auch langweilig werden wenn man sie zuviel ausübt.

Mir wird im Fernseher gesagt ich muss hübsch, begehrt, beliebt und erfolgreich werden.

Da stimme ich dir wirklich zu. Die Medien machen uns (meiner Meinung nach) auch sehr ausländerfeindlich da sie fast ausschließlich von Problemen reden in Bezug auf Flüchtlinge. Auch auf deine Punkte werden hingewiesen in den Medien.

Wieso soll ich arbeiten um glücklich zu sein?

Hab ich noch NIE gehört sowas. Man arbeiten um sich selbst am Leben erhalten zu können und eine gute Lebensqualität zu haben. Das bringt zwar keine Glücklichkeit aber es ist schon mal ein wesentlicher Schritt dazu.

Überleg dir mal: Würdest du lieber glücklich auf der Straße sitzen, nervös weil du nicht weißt ob du den nächsten Tag überlebst, oder würdest du unglücklich in deiner beheitzen Wohnung sitzen mit einem vollen Kühlschrank?

Sowas finde ich zwar selbst nicht so gut, ist aber in unserem Bereich so. Leider.

ja, brauchst halt Geld

Stimmt. Aber nicht zum Glücklich sein. Zum normalen, reichem Leben. Dass du jeden Tag überlebst ohne Probleme. Den rest habe ich weiter oben schon behandelt.

Wie kann man so blind und verblödet sein?

Stimmt. Der Großteil (vorallem Jugendliche) sind mittlerweile ziemlich blöd und haben das Denken verlernt. Jetzt nicht nur im Bezug auf deine Frage, eher mehr allgemein. Ich kann wieder nur von mir selbst sprechen:

Viele Leute in meiner Umgebung sind extrem ausländerfeindlich und laufen auch den Rechts-Radikalen Partein hinterher. Ohne Nachzudenken was das für Folgen hat.  Demnach hassen sie alle anderen Partein und auch alle andersdenkenden. Ich würde sie schon ziemlich als Neo-Nazis bezeichnen weil sie Hitler nachmachen und auch ziemlich seiner Meinung sind. Schrecklich sowas.

Hoffe ich konnte dir helfen :)

Feedback ist willkommen ^^

MfG, IchHelfeGernXD

Es dreht sich alles ums Geld. Wer das verneint lebt vermutlich in einer ökonomischen Niesche oder er geht baden.

Eine mögliche Lösung wäre es das Geld unwichtiger zu machen. Das geht, man benötigt hierzu nur Mehrheiten.

Moin,
genau diese Sicht gabe ich (für meinen Teil) als “Sinn des Lebens“ erkannt (Paradoxerweise). Man könnte das jetzt noch weiter spinnen von wegen das Unternehmen, den Staat voranbringen und denen zu Geld 'verhelfen'...
Aber das, was das Leben lebenswert macht, ist meiner Meinung nach die Liebe.
Und auch wenn es unter den genannten Punkte fast schon inhuman wäre, möchte ich auch Kinder haben.
(Nicht zu ernst nehmen ;)

Hey, so geht es mir auch gerade. Sobald wir geboren sind, werden wir in eine gesellschaftliche Form gesteckt, ob wir wollen oder nicht. Jeder Mensch ist, wenn er auf die Welt kommt ein kreativer Mensch und sobald er in den Kindergarten kommt, wird ihm seine Eigenheit abtrainiert. In der Schule werden wir alle gleich gemacht. Man wird nicht gefördert in seinen eigenen Stärken, sondern wird in eine Form gepresst. Wenn du ein absolutes Mathegenie bist und halt in den anderen Fächern nicht so gut bist, dann bist du unterschicht und kannst nix erreichen. Menschen sind nicht geboren um zu funktionieren, das Leben ist ein Geschenk, das genießen sollte und wir verschwenden es mit Arbeit. Leider kommt man aus dem System nur schwer raus. Es gibt zwar Aussteiger, die im Wald, aber da wärst du alleine:(. Auch wenn es schwer fällt, sollten wir nicht so viel darüber nachdenken.

Ist schon bedenklich wie du dich und andere siehst.

Ich sehe die Dinge eher positiv und verstehe sie als Chance für mich. Damit bin ich bis jetzt gut gefahren. Ich habe eine liebe Familie und Lust auf das Leben. Als verblödet sehe ich mich ehrlich gesagt in keinster Weise.

Erst mal lernst du als Baby,  dass es sowss wie vertrauen und Zuwendung gibt.  Dann selbsständigkeit, mit einem jahr auf die beine, dann lernst du dich durchzusetzen. Das jeweiligr gegenteil inkl.Der Kindergarten kommt erst, wenn alle drei wesentliche Schritte der Menschwerdung hinter dir liegen. Nachholen? ;-)

Ich hasse diese System auch. Nur alles dem Geld verpflichtet sein. Man muss gut aussehen. Die Gesellschaft bestimmt wie du dich Verhaltest und wenn du es nicht tust so wie es alle wollen. Wirst du von allen verachtet.

Wenn du nicht arbeitest, hast du eigentlich rein biologisch betrachtet nicht ein andres Recht, als das, zu verrotten. Im Endeffekt geht es vor allem um die Arterhaltung, da muss jeder seinen Beitrag leisten. Ansonsten: Freue dich über die glücklichen Momente des Lebens.

Die Arterhaltung hat biologische gesehen einen viel niedrigeren Stellenwert als die Selbsterhaltung, wenn es das Konzept in der Biologie überhaupt gibt - was ich bezweifle.

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@PeterParker33

Männliche Insekten lassen sich gerne mal von ihrer Angebeteten verspeisen, nur um sich fortzupflanzen. Das Selbsterhaltung über Arterhaltung geht, stimmt nur bedingt.

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@Sniffys

Das ist aber gerade ein Beispiel für Selbsterhaltung. Die Begattete bekommt nämlich durch ihn Nährstoffe und das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass seine Nachkommen überleben (das meine ich mit Selbsthaltung - die eigenen Gene, nicht das eigene Leben). Darum würden sich Eltern auch für ihre Kinder opfern. Aber die wenisten würden sich für das Kind eines Fremden opfern (was in dem Fall Arterhaltung wäre).

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@PeterParker33

Die individuelle Erhaltung spielt nur dort eine Rolle, wo sie der Arterhaltung dient - rein biologisch. Und die Erhaltung hat primär etwas damit zu tun, die eigenen Nachkommen zu sichern, nicht die fremden. Wie gesagt, auch die Erhaltung ist nicht perfekt.

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@TechnologKing70

So ein Unsinn, geh mal mit der These zum einem Evolutionsbiologen und schau was er dir sagt. Oder lies "das egoistische Gen" von Richard Dawkins

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@PeterParker33

Ich kenne das egoistische Gen. Es hat aber nichts mit meiner Grundantwort zu tun. Es hat nichts mit dem Gesamthandeln eines Lebewesens zu tun und es ist nicht erwiesen, dass seine Theorie war ist, also sei still, Kiddie. Fakt ist nur eins: Eine Art will überleben.

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Es steht dir frei, den Leben so zu gestalten, wie es dir gefällt. Das ist ja das gute an einer freien Gesellschaft, aber Geld zum Essen, Wohnen und Kleidung kaufen brauchst du ja trotzdem.

So in etwa sieht ein westliches Leben meiner Meinung nach aus und ich
frage mich einfach wie alle um mich rum so infantil und dumm sein können
und einfach nur der Herde hinterherrennen und nichts kritisch
hinterfragen?

du scheinst aus deiner sicht der erste zu sein!

mache weiter so und finde selber die antworten!

diese Gedanken hatte jeder mal. lebensbejahender werden? nun, sche** doch drauf, was andere sagen

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