Leben neu starten- nochmals von vorne beginnen, aber wie?

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14 Antworten

Ich würde versuchen, mir einerseits so viel Hilfe wie möglich zu holen - also so viele Stellen vor Ort wie möglich einfach mal mit dem Problem ansprechen. Wenn Du Glück hast, gibt es von irgendwoher einen sinnvollen Tipp, der Dich weiterbringt.

Dann würde ich über einen Psychologenwechsel nachdenken. Und ggf. auch mal in Psychotherapieforen nach Ideen fragen.

Vor allem aber würde ich, wie Du selbst sagst, das Leben selbst in die Hand nehmen. Suche Dir Ideen (Internet, Selbsthilfebücher, eigene Ideen). Erstelle Listen mit Zielen und möglichen ersten Schritten; wenn Dir keine ersten Schritte einfallen, frage vor Ort "Experten" oder hier noch mal nach.

Neben der Jobsuche ist das zweite große Thema "Privatleben". Was fehlt dort alles? Ggf. etwas Sinnstiftendes, ein Lebensinhalt, Rückhalt. Wo könnte man das jetzt bekommen? Z.B. ein Hobby ernsthaft betreiben, Gleichgesinnte suchen (Stammtisch, Interessensgruppen, notfalls einen Kurs besuchen, aber vor allem kostenlose Angebote über Foren etc. suchen) und das Hobby regelmäßig mit anderen zusammen ausüben.

Struktur ins Leben bringen: Ggf. über ein Ehrenamt einmal die Woche nachdenken? Man bekommt Rückhalt, hat einen festen Termin, tut etwas Gutes.

Sich etwas suchen, das einen antreibt. Heutzutage kann das sehr gut ein Blog etc. sein, also ein Projekt, über das man regelmäßig schreibt. Das regelmäßige Schreiben treibt einen an, weiterzumachen. Bei Arbeitslosigkeit bietet sich unter anderem ein Minimalismusblog an. Damit stellt man seine Situation auf den Kopf und macht aus dem Notwendigen - Sparen, mit wenig auskommen - eine Herausforderung. Lies dazu auch mal den Blog "Miss Minimalist", der viele Ideen bietet, oder schau mal diese Videos:

Mache eine Liste von kostenlosen oder günstigen Sachen, die Dir gut tun, und plane für diese Sachen täglich oder wöchentlich Zeit ein. Z.B. Naturspaziergänge, Sport, Kreativität in einem Bereich. Gerade Sport kann man kostenlos und effektiv betreiben (Gymnastik, Joggen, Parcours etc.). 

Führe diese Listen immer weiter: 

Was brauche ich?

Was kann ich dafür tun?

Was tut mir gut?

Wie lerne ich andere Leute kennen?

Wie mache ich aus dem Übel etwas Gutes?

Wie kann ich mich aufraffen?

Überlege z.B., ob es etwas gibt, das Du anderen beibringen kannst. Dann kannst Du einen Volkshochschulkurs planen, verdienst damit etwas Geld und bekommst Rückmeldungen. Schau mal in Eurer aktuelles VHS-Programm: Die Kurse sind oft sehr vielfältig und aus jeder denkbaren Sparte ist mindestens ein Kurs vertreten. Irgendetwas wirst Du auch können und ggf. weitergeben wollen. So lernt man auch Leute kennen und hat eine erfüllende Aufgabe, die einen ggf. motiviert, auch andere Bereiche neu anzugehen.

Setze Dir für jede Woche EINE neue Aufgabe: z.B. insgesamt 4 Stunden draußen verbringen/ Sport machen/ über alternative Jobs nachdenken/ ins neue Hobby investieren/ Blogposts schreiben etc.

Finde einen Grund, möglichst oft unter Leute zu gehen, z.B. durch gemeinsames Hobby, Sport, oder einfach an einen Ort, an dem mehrere Leute sind.

adianthum 11.11.2015, 10:29

Du hast wirklich tolle und gut gemeinte Ratschläge gegeben, aber eines hast du dabei völlig aussen vor gelassen- die Depression!

Wie kann ich mich aufraffen?

Genau DAS ist das Problem bei einer Depression. Antriebslosigkeit- gepaart mit Mutlosigkeit...

Google mal Depression. Deperssion ist etwas ganz anderes als eine depressiver Verstimmung, aus der kann man noch alleine wieder herausfinden.

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Manchmal gibt es im Leben Situationen, wo man nicht ein und aus weiß.
Es gibt Krisentelefone, rufe einfach dort an, damit du gleich mit jemanden reden kannst (leider kann ich dir keine Nr. schreiben, da ich aus Österreich bin).
Du brauchst sicher Medikamente, die du nehmen sollst (kann nur ein Facharzt verschreiben, aber kein Psychologe). Suche dir einen Psychotherapeuten/in, mit dieser Person kannst du über die Dinge reden, die dich belasten. Vielleicht wäre eine psychische Reha für dich gut.
Wenn man von der Freundin verlassen wird, dann schmerzt das sehr, die Seele ist verletzt und braucht jetzt liebevolle Zuwendung. Mache also Dinge, die deiner Seele gut tun, die dich aufbauen.
Bzgl. arbeitslos - ich kenne nicht deinen Beruf und die Schwierigkeiten, die du da hast. Aber vielleicht brauchst du eine Arbeitsrehabilitation aufgrund deiner langjährigen psychischen Erkrankung. Hier hast du die Möglichkeit auch dein Selbstwertgefühl wieder aufzubauen.
Wünsche dir alles Gute und Schritt für Schritt eine Besserung.

Dein Psychologe kann nichts anderes tun????

dann ist er mit Sicherheit nicht der richtige, Depressionen gehören vor allem auch mit einer Therapie ambulant oder stationär behandelt!

die Medikamente scheinen auch nicht wirklich zu helfen?

solange du depressiv bist, schaffst du es kaum, dein Leben zu ändern, dazu fehlt einfach die Kraft!

Du bist 24, da wird es Zeit, ein eigenes Leben zu beginnen. Ziehe um, dahin, wo Du mehr Chancen auf eine Arbeit hast. Wofür interessierst Du Dich? Geh in einen Verein, und wenn es nur ein Buchclub ist, wenn Du gerne liest. Such Dir so Gleichgesinnte. 

Oder nimm mal eine Auszeit, geh irgendwo wwoofen. Fahr mal für ein paar Tage ans Meer und lass Dir den Kopf richtig durchpusten, jetzt ist die beste Zeit dafür. Und vielleicht kaufst Du Dir einen Sandsack, um Deine Aggressionen abzubauen oder suchst Dir eine Sportart dafür. Vielleicht probierst Du auch mal, ob Meditation was für Dich ist, um Deinen Kopf zu beruhigen. Und dann schau mal bei Amazon unter Byron Katie in die Rezensionen. Es gibt eine einfache Methode, wie man seine Gedanken überprüfen kann. Denn wir leiden nicht an den Dingen oder Menschen, sondern an unseren Gedanken ÜBER sie. Da man Gedanken nun mal nicht steuern kann, sie sind hartnäckige Gesellen, kann man sie nur überprüfen.

Weißt Du, man kann jeden Tag neu beginnen. Man muss nur einen ersten Schritt tun. Unzufriedenheit kann kreativ sein. Aus Unzufriedenheit entsteht Bewegung, Veränderung. 

Liebe Grüße und alles Gute für Dich!

Hängst du den sehr an deinem Dorf und deinen Eltern? Sonst würde ich einfach vorschlagen, dass du dir in der nächstgrößeren Stadt einen neuen Job suchst. das Jobangebot ist da schonmal besser, als im Dorf :) Da lernst du schnell neue Leute kennen und kannst neue Freunde finden. Mehr Frauen als potenzielle Partnerin gibt es da auch ^^ Durch den Umzug wirst du selbstständiger und kümmerst dich mal nur um dich und deine Zukunft. Das beschäftigt dich und gibt dir neuen Mut und vllt mehr Lebensqualität. Das wäre wahrscheinlich der bete Weg ein Leben neu zu beginnen! Zieh aber erst um, wenn du einen Job schon in der Tasche hast, sonst wird's deprimierend. Da hast du auch mehr Auswahl an Psychologen und bist nicht auf den einen DorfDoc angewiesen. Hast du denn eine Lehre abgeschlossen und wenn ja welche?

Ich stehe demselben Problem gegenüber. Leider kenne ich auch keine Formel für einen Neuanfang, aber ich habe zumindest gemerkt, dass durch Nachdenken sich nichts ändert. Wenn du Lust auf etwas hast, dann mach es einfach. Vielleicht ist auch deine Umgebung nicht die richtige für dich. LG

Zuerst mal: Dein Therapeut taugt nichts!

Ich kann dir nur den Rat geben, dich möglichst weit von Zuhause in eine psychatrische Einrichtung einweisen zu lassen. Für eine KJP bist du zu alt, aber wenn du akut selbstmordgefährdet bist, dann sollte es kein Problem sein.

Wende dich zuerst an eine Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen- Adressen findest du im Net- und lass dich dort beraten. Das Personal dort ist geschult und deren Interesse liegt nicht darin, dich ruhig zu stellen, sondern "dir aufs Pferd zu helfen".

Wenn du in einer Einrichtung bist, die dich von deinem üblichen Umfeld trennt, hast du auch den Kopf frei für Neues.

Es gibt Einrichtungen, die nach der Therapie Wohnmöglichkeiten bieten, sodass du auch weiterhin betreut wirst. Dort bekommst du ganz konkrete Hilfe um auf die Füße zu bekommen. Sie unterstützen dich bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, bleiben Ansprechpartner bei Problemen, und helfen dir zu lernen, ein eigenständiges Leben führen zu können. In Krisensituationen sind sie auch für dich da. Dieser Prozess kann über Monate und sogar Jahre begleitet werden.

Nimm deinen Mut zusammen und ziehe einfach in eine andere Stadt um, die dir gefällt und wo du dir einen Job suchst. Finde heraus was deine Interessen sind und probiere aus. :) Gehe da in ein Verein und kommuniziere viel mit Leuten. Lass deine Vergangenheit hinter dir. Das wirst du auch schaffen. Denn da du in einer neuen Umgebung leben wirst, wird alles neu für dich sein, keiner wird dich kennen und du kannst allles von Vorne beginnen können. ;)
Lg
DPEDJ

DPEFJ 10.11.2015, 11:42

*ausserdem musst du an dir arbeiten. Und vielleicht findest du ja eine gute Psychologin in der anderen Stadt ;)

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Zieh weit weg vergess alles mach eib studium oder ein neue ausbildung. Der rest kommmt vob selbst

Um deine agressionen zu bewältigen kannst du zb in nen boxverein eintreten. Am besten noch iwie für einen guten Zweck

Vielleicht umziehen in eine neue Stadt wo dich niemand kennt. Dir ein paar schöne Hobbys und einen neuen Job suchen und dann gucken was sich ergibt. Würde ich noch mal neu anfangen wollen würde ich das alte erst mal hinter mir lassen.

Dem Leben Richtung geben. Ein Buch von Knoblauch, Hüger, Mockler - Campus Verlag

Du solltest in eine neu Stadt ziehen, zum Biespiel eine Großstadt.

Und ja ich weis, es ist ein Klischee aber: Denk positiv.

Wonnepoppen 10.11.2015, 10:27

Depression u. Großstadt, das ist keine gute Idee!

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Helpmaster 10.11.2015, 10:28
@Wonnepoppen

Na gut, aber wenn er ein neues Leben beginnen will, sollte er an einen Ort ziehen, wo ihn noch keiner kennt.

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Wonnepoppen 11.11.2015, 10:34
@Helpmaster

Es geht darum, daß die Depression behandelt wird, nicht darum ,ob er Leute kennt oder nicht!

du hattest wohl noch keine?

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