Leben mit sozialer Phobie

7 Antworten

Bei mir hat die "Heilung" übrigends erst begonnen, nachdem ich die Therapien abgebrochen habe. Alle Therapeuten erzählten mir nur von postiv Denken und schlechte Gedanken verdrängen und sich selbst belohnen etc. Friede, Freude, Eierkuchen und Antidepressiva sozusagen.

Ja ich habe auch nie was von Therapeuten, Psychopharmaka gehalten. Wollte es aber doch mal versuchen. Meine Therapeutin hat mir empfohlen eine "Nische" zu suchen. Sie meinte damit einen schlechtbezahlten Helferjob ohne Verantwortung und Druck und großen Menschenkontakt. Hmmm ich bin damit aber gar nicht einverstanden. Und nun habe ich eine Ausbildung zur Köchin begonnen, die mir eigentlich ganz gut gefällt. Zur Zeit nehme ich auch noch ein Antidepressivum mit dem ich aber irgendwie nicht so gut zurecht komme und deswegen gerne absetzen möchte. Ich weiß auch nicht was ich von den ganzen Psychotherapien halten soll, am Ende muss man sich sowieso selbst helfen. Danke für Deine Antwort!

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@Iglu1983

Ich empfehle da mal Literatur von Erich Fromm. "Vom haben zum sein" besonders.

Thematisiert den Trend von der zwanghaften Suche nach dem Glück durch erzwungene Positivität, Konsum und der anhäufung von Besitz.

Mein Lieblingszitat:

"Ein Mensch jedoch, der nicht völlig entfremdet ist, der noch immer empfindsam geblieben ist und noch fühlen kann, der noch nicht den Sinn für Würde verloren hat, der noch nicht käuflich ist, der am Leiden anderer selbst noch zu leiden vermag, der noch nicht vollständi in der der Existenzweise des Habens lebt, kurzum jemand, der noch Person geblieben und nicht zum Ding geworden ist, ein solche Mensch kann nicht anders, als sich in der heutigen Gesellschaft einsam, ohnmächtig und isoliert zu erleben. Er kommt nicht umhin, sich selbst und seine Überzeugungen - ja sogar sene geistige Gesundheit - in Frage zu stellen. Er kann gar nicht anders als leoden, obwohl er sich auch freuen kann und klar zu sehen vermag - beides Fähigkeiten, die seinen normalen Zeitgenosen abhanden gekommen sind. Es geschieht nicht selten, dass ein solcher Mensch auch an einer Neurose leidet. Diese entsteht dadurch, dass er als gesunder (sane) Mensch in einer kranken (insane) Gesellschaft lebt. Bei der Neurose im herkömmlichen Sinne versucht dagegen ein kranker (sick) Mensch sich an eine kranke (sick) Gesellschaft anzupassen. Im Verlauf seiner Analyse erlangt er große Unabhängigkeit und Produktivität un seine neurotischen Symptome lösen sich von selbst auf. Letztendlich weisen alle Formen von Neurosen darauf hin, dass das Problem zu leben nicht richtig gelöst wurde"

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kenn ich -.- es ist immer wieder traurig zu sehen dass diese ja ach so darauf spezialsierten menschen (psychiater, therapeuten etc) so wenig einfühlsvermögen aufbringen. dabei ist die sozialphobie etwas sehr schreckliches, und durchaus ernst zu nehmen, aber es kann keiner was dafür das manche menschen empfindlicher sind als andere. ich hatte einwenig erleichterung als ich endlich den richtigen freundeskreis (an ähnlichen problem leidende) für mich gefunden hatte, was allerdings nicht jedem von uns vergönnt ist und dabei ist empathie auch ein grundbaustein wenn man solchen menschen wie uns helfen möchte... so viel dazu.

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Da ich in der Vergangenheit ähnliche Probleme hatte kann ich deine Denkweise nachvollziehen. Aber es bringt nichts. Es kommt immer auf den Betrieb an. Klar wäre jetzt Dienstleistung direkt am Kunden ein größeres Problem als z.B. ab und zu als Bürokaufmann/frau mit jmd zu telefonieren.

Ich habe mich irgendwann am Riemen gerissen und sehr viele Probearbeitstage und Praktika in verschiedenen Unternehmen gemacht. Heute arbeite ich in einer Werkstatt mit realtiv wenig Kundenkontakt.

Hab auch schon ne längere Zeit im Einzelhandel gearbeitet, was mir anfangs auch sehr schwer fiel. Allerdings gewöhnt man sich dran, sieht dann quasi den Laden als seine "Festung" und fertigt die Kunden genau so ab wie die Waren. Mit netten Kollegen ist eigentlich alles sehr viel einfacher.

Frag einfach, falls do was spezielles wissen möchtest. Natürlich sind die Probleme bei jedem anders. Aber so Erfahrungen von anderen haben mir auch manchmal ein wenig geholfen.

Ist das jetzt rein theoretisch oder brauchst Du einen Rat ? Wenn Du einen Rat brauchst, soll es eine Umschulg sein oder Studium ? ..... Was würdet ihr sagen, welchen Beruf ..... hört sich nach Meinungsumfrage an.


Zu Deinerv evtl. Frage gäbe es viele Antworten.

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