Leben in einem anderen Körper?

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Hi. Ja, schwierige Situation.

Also wichtig ist, dass Du in einer versöhnlichen Rolle auftrittst. Sie sollte Dich als einen Ort erleben, der nicht zu Polarisierungen/ Konfrontation/ Anstachelung führt, sondern eher sanft ist, beschwichtigt, Druck rausnimmt. Also vielleicht auch nicht bestärken in irgendeiner Rolle, sondern eher akzeptieren.

Ich kann den Fall nicht einschätzen, dafür kenne ich sie zu wenig - mit 15 ist aber eben eine Persönlichkeit nicht fertig. So etwas kann (!) phasenweise sein - dann ist wichtig, dass auch hier ein weg zurück möglich wird und nicht dass der einzige vertrauliche Punkt in ihrem Umfeld das nicht zulässt, weil die rebellische, neue (Geschlechter-)Rolle so bestärkt wurde.

Ja, ich finde den Weg zu einem Jugendtherapeuten gut. Vielleicht gibt es sogar jmd. mit Spezialisierung in der Gegend?

Habe versucht zwischen dem Mädel und den Eltern zu schlichten und ruhig die neue Geschlechterrolle zu erklären, daß niemand dafür kann das ein Mensch in einem anderen Köper geboren wird. Aber der Vater meinte, sowas wäre früher eine Missgeburt gewesen.Das hatte mich so geschockt, die Mutter leidet jetzt an einem Nervenzusammenbruch und ich weiß nicht mehr weiter, wo das alles noch enden soll. Diesbezüglich mache ich mir große Sorgen um das sensible Mädel. Ich denke das da schnelle und professionelle Hilfe angesagt ist. 😔

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@Mausimauselchen

Ich würde hier empfehlen, nicht in das Familienverhältnis einzugreifen. Das bessere Ziel wäre, ein neutraler Ort zu sein, be dem sie einfach sein kann, Gehör findet und verweilen kann. Ein Ort, der sie akzeptiert. Natürlich triggert das Thema extrem Deine moralischen Werte, die in Dir eine Reaktion verlangen - das ist aber nicht in ihrem Sinne, denke ich. In der Rolle als guter Zuhörer muss man diese eigenen Belange heraushalten und nicht ausagieren. Das ist schwer, ich weiß.

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Hei,

das wichtigste ist es, dass das Mädchen versteht, dass ihre Gefühle in Ordnung sind. Das sie sich dafür niemals schuldig oder irgendetwas fühlen sollte. Gefühle sind nun einmal so wie sie sind und da kann man nichts dafür. Das kann man dann nur so akzeptieren und lernen, das Beste daraus zu machen. Und das sollten auch die Menschen im Umfeld dieser Person akzeptieren und verstehen. Was meiner Meinung nach kein Problem sein sollte, wenn man diese Person wirklich liebt hat und sie einem wichtig ist. Dann sollten einem doch auch die Gefühle dieser Person wichtig sein und man sie respektieren und anerkennen.

Du kannst abgesehen vom hinzuziehen von Hilfe von außerhalb vermutlich nicht allzu viel tun, außer für sie da zu sein und ihr das Gefühl zu geben, auf ihre Art und mit ihren Gefühlen, vollkommen akzeptiert zu werden. Möglicherweise lassen sich in der Nähe auch irgendwelche Selbsthilfegruppen zum Thema finden. Das kann ich an der Stelle nur als Idee einwerfen, da ich mich in der Hinsicht nur begrenzt auskenne.

Ich wünsche euch alles Gute!

Liebe Grüße,

Kleine Bluete

Das mit der Selbsthilfegruppe ist eine tolle Idee und werde mich bezüglich deswegen, in unserer Stadt schlau machen.🙄 Danke für Deinen Tipp, bin selber nicht darauf gekommen, 👍weil mich diese Situation von dem Mädel sehr zu schaffen gemacht hat und ich auf die Reaktion von ihren Eltern nicht klar komme 🙈

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Mein Gott..die arme Tochter. Oder besser Sohn? Dann können sich alle schonmal dran gewöhnen. In welchem Jahrhundert leben die Eltern?

Sie soll die Hysterie da lassen, wo sie stattfindet und für sich selbst den Weg suchen und finden. Jugenamt, Jugendpsychologen sind da sicherlich eine gute Idee. Auch mit ihrem Arzt kann sie/er darüber sprechen.

Hab weiter ein offenes Ohr für sie/ihn, dann kannst du eine Stütze sein.

Ich verstehe es auch nicht, wieso man in der heutigen Gesellschaft noch so reagiert. Katholisch hin oder her, hier geht es an erster Stelle, um das Wohlergehen der Tochter und nicht um das Ansehen der Eltern. Deshalb werde ich so gut es geht, ich dem Mädel zur Seite stehen, sie hat es momentan schwer genug!😊

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