Leben Gemüsepflanzen ihren gesamten lebenszyklus?

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8 Antworten

Wir essen, auch in einer vegetarischen oder veganen Ernährung, unterschiedliche Teile der Pflanzen. Einige sind Früchte und zum Essen quasi gedacht - um das Fortbestehen der Pflanzenart in Form von wieder keimenden Samen zu gewährleisten - andere aber nicht. Das gilt besonders für alle Speicherknollen wie Möhren oder Kartoffeln. Die waren ursprünglich dazu gedacht, die Pflanze in der Not mit Energie zu versorgen.

Von Getreide essen wir direkt die Samen, also nehmen wir der Pflanze die Chance, sich zu vermehren (natürlich nicht ganz; es werden immer auch Samen gezüchtet, die im nächsten Jahr wieder ausgebracht und wachsen gelassen werden, dabei haben meines Wissens diese Samen andere Eigenschaften, werden also anders selektiert/ gezüchtet, als die, die wir essen).

Der Unterschied aus Vegetariersicht ist das Leiden. Pflanzen haben m.W. kein Nervensystem und "merken" es nicht, jedenfalls nicht in der Weise wie Tiere, wenn sie geerntet und gegessen werden. Natürlich schützen sie sich in der Natur auch davor, indem sie Vorkehrungen treffen, möglichst nicht gefressen zu werden (vor allem am Stück) - die Teile, die gefressen werden sollen, sehen dagegen meist auffällig aus und sollen ja auch potentielle "Verbreiter" anlocken.

Einer Möhrenpflanzen dürfte es aber bis zur Ernte egal sein, ob sie in der Natur wild oder im Garten oder auf dem Feld wächst. Sie wird dann rausgezogen und gelagert, so dass es der Pflanze noch "gut" geht, bis das Grün abgerissen wird und sie verspeist wird. 

Tiere dagegen leiden nach unserem System größtenteils von frühester Jugend/ Kindheit an in engen Ställen, müssen auf einen Großteil ihrer arteigenen Bedürfnisse verzichten und durchstehen beim Transport und der Schlachtung oft noch erhebliche Ängste. Man kann damit auf jeden Fall sagen, dass sie sehr viel stärker "leiden" als Pflanzen das tun - ob man bei Pflanzen von "Leid" reden kann, wäre noch eine ganz andere Diskussion - und dass dieses Leid insofern vermeidbar wäre, als dass man komplett auf Pflanzennahrung umsteigen könnte, ohne Einschränkungen für den Menschen (ohne Nährstoff- oder Versorgungsmangel) und mit deutlich weniger bis komplett ohne Nachteilen für die Pflanze.

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Kommentar von meinerede
02.07.2016, 09:35

Gut geschrieben!

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Du machst da einen kleinen Denkfehler. Das resultiert daraus, daß du eine übertriebene Einstellung hast. Natürlich leben viele Pflanzen noch. Gerade die, die wichtige Grundnahrungsmittel sind, leben sogar noch, bis du sie zubereitest. Also eine Kartoffel keimt ja sogar noch, wenn du sie lagerst. Sie "will" ja noch austreiben und zu einer Pflanze werden. Du tötest sie, indem du sie kochst. Oder bei einem Salat, da leben die Blätter ja auch noch, also die treiben ja sogar noch Photosynthese, wenn du sie schon verspeißt.

Aber um mal gezielt auf Früchte einzugehen: Was glaubst du, warum die Pflanze früchte produziert? Die Dienen ja dazu, daß sie von anderen Lebewesen verspeißt werden und somit sich die Samen auch verteilen. Also ein Apfel wird vom Apfelbaum produziert, damit er aufgegessen wird. Sollte der Kern woanders ausgeschieden werden, besteht somit die Möglichkeit, daß an anderer Stelle ein neuer Baum wächst. Das wäre lächerlich, wenn du dich jetzt auch weigerst, Früchte zu essen. Wenn du kein Leben töten willst, darfst du gar nichts mehr Essen!

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Du kannst doch essen was du willst! Ich kenne keine Veganer oder Vegeterier dem sowas einfallen würde.. aber das gibts wohl auch. Es kommt halt immer auf die Pflanze an, die gemeint ist. Alle die beim "Ernten" absterben würden, werden nicht gegessen. Also nichts an Wurzelgemüse, keine Knollen- Bĺätter und Stängelsteile. Keine Zwiebeln, kein Kohl. Getreide essen die meisten doch, da es bei der Ernte sowieso schon "tot" ist.

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Ja, wenn du das Gemüse selbst anbaust und dich un di Pflanze kümmerst bis sie von selbst stirbt (vermutlich Frost im Winter), durchlebt sie den kompletten Lebenszyklus, vom Samen keimt, sie, danach wächst sie, blüht, wird befruchtet, bildet Früchte und damit auch Samen (ausser gewisse sterile Züchtungen) und stirbt am Ende da ihre Saison zu Ende ist. Bei Gurken etc sollte aber ganz besonders darauf geachtet werden was man kauft, oder man baut es selbst an, da hier schon oft Kreuzungen angeboten werden wo ein Teil der Ursprünglichen Pflanzen weggeworfen wird (z.B. Schlangengurken). Tiere sollte man selbst halten um den kompletten Lebenszyklus zu erhalten, da die Tiere nicht mal auf dem Bio-Hof bis zum Alterstod gehalten werden. Die umweltfreundlichste und körperfreundlichste Ernährung ist laut Studien immernoch eine ausgewogene vegane.

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Kommentar von scheggomat
02.07.2016, 09:19

Der letzte Satz... 

Ich lach' mich scheckig! XD

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Kommentar von GhostBird
02.07.2016, 16:23

Und wieso wenn die Frage erlaubt ist?

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Das Ziel von Vegetariern und Veganern ist es, Tiere am Leben zu lassen und ihnen nicht zu schaden, nicht Pflanzen. Von daher ist diese Überlegung völlig sinnlos.

Frutarier sind da nochmal was ganz Anderes.

Grüße

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  • bei dem Konsum von Eiern kommt das "Lebewesen'" erst gar nicht in den eigenen Lebenszyklus/-zeit, sondern dient direkt und ausschließlich sofort als Nahrungsverwertung. 
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Kommentar von scheggomat
02.07.2016, 09:22

Zumal es sich bei den verkauften (unbefruchteten) Eiern nur um "Startersets" handelt, bei denen ein wichtiges Teil fehlt. Daher wird aus diesen Eiern niemals ein Lebewesen. 

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Kommentar von AppleTea
02.07.2016, 11:49

Da existiert kein Lebewesen sofern das Ei nicht befruchtet war (was immer der Fall ist, wenn aus konventioneller Haltung)

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Ich möchte gerne wissen ob Gemüsepflanzen ihren gesamten ebenszyklus leben oder nicht, wenn sie angebaut werden?

Natürlich leben sie die ganze Zeit! Und deren Früchte sind ja extra lecker, damit sie gegessen werden und die Körner unverdaut sich wieder irgendwo vermehren können.

Anders als bei Ölpflanzen oder Getreide, die wollen nicht gefressen werden.

Obst und Gemüse wird dadurch aber natürlich auch von vieeeeeeelen Fressfeinden belagert. In der Landwirtschaft bringt man die einfach mit Insektizide um.

welche essbaren Gemüsesorten es gibt, die weiterexistieren, wenn man von ihnen die Früchte" ernet.

Eigentlich fast alle. Aber Gemüsepflanzen leben kaum das ganze Jahr. Diese sterben ab. Obst dagegen ist an mehrjährigen Pflanzen zu ernten.

Ist die beste Ernährungweise, sich von tierischen Produkten wie Eiern und Milch und Früchten zu ernähren

Japp so ist es!

oder ist dies auch bei Veganern und Vegetariern möglich?

Nein. Das ist eine ökologische und gesundheitliche Sackgasse!

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Also wenn ich ´n Blumenkohl aus´m Garten ernte und in den Kühlschrank lege bis zur Weiterverarbeitung...bin ich eine Mörderin, eine ganz grausame! Und wenn ich den noch in einzelne kleine Röschen zerteile und dann in´s kochende Wasser schmeiß...oh weh oje!

Mensch Kinners, werdet mal wieder normal!

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Kommentar von Tuvok2378
02.07.2016, 09:01

Die meisten Gemüsesorten geben ihre Früchte ab, die man ernten kann,o hne dabei die ganze Pflanze zu verspeisen. Die frage ist, ob Gemüsepflanzen wie Tomatensträucher oder Kartoffel ihren gesamten Lebenszyklus leben können oder nicht. Bei Früchten ist es klar, dass die Bäume und die Plfanzen, die zumindest im Wald leben, ihren gesamten lebenszyklus leben können, außer sie erkanken an einer Krankheit. Ich frage mich jedoch, ob dies auch bei Gemüse der Fall ist oder nicht? Fleisch esse ich nicht.

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Kommentar von scheggomat
02.07.2016, 09:17

Solange der Blumenkohl fachlich korrekt per Bolzenschuß betäubt wird, sehe ich da kein Problem. 

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