Leben als Empath, wie damit klarkommen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zu spüren, was in Anderen vorgeht ist sicherlich sehr anstrengend. Versuche dich mehr auf dich selbst zu konzentrieren und WENN was von Außen an dich rankommt, versuche zuerst herauszufinden wie es DIR geht. Vielleicht versuchst du auch mal - trotz Kind - Zeit für dich alleine zu finden. Versuche auch wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden. Manche Menschen ziehen einem regelrecht die Kraft ab - sobald sie merken dass da jemand ist mit dem man gut reden kann. Weigere dich auch mal und sag du willst grad nicht reden. Ich gehe davon aus, dass dir viele ihre Probleme erzählen. Steh nicht immer für alle zur Verfügung.
Abschirmen wirst du das wahrscheinlich nie können - aber du kannst es ignorieren lernen. Manche Menschen zum Beispiel haben Probleme die (für dich) keine sind - es ist nett von dir mitfühlend zu sein aber hab kein Mitleid - das schwächt sie und du verbrauchst Kraft.
Wenn dich jemand anlügt ist das sein Problem - letztendlich der Grund warum du nicht mehr vertrauen kannst. Du kannst das auch ansprechen bei der Person - oder du schiebst es auf die "ist mir egal" Schiene. Jeder hat seine eigenen Gründe zu lügen - und jeder darf das ignorieren und sich nicht drüber aufregen. Solang man dir nicht explizit schaden will - ist eine Lüge nur ein Satz - auch wenn es einen ärgern kann. Es ist gut und berechtigt wenn du dein Vertrauen dann zurückziehst.
Und lass dich vor allem nicht von diesen "Kraftsaugern" fertigmachen. Du kannst und sollst und musst nicht jedem beistehen und du musst nicht über alles nachdenken.

Das fällt mir alles so schwer, ich habe nicht viele Freunde, weil es mir schwer fällt zu vertrauen und ich wenige nah genug an mich ran lasse als das ich sie freunde nennen würde, Bekanntschaften gibts genug, für die wenigen versuche ich da zu sein, aber alle drei haben ihre Probleme, die eine ist dauerarbeitslos, die nächste hat Probleme mit Mann und Hyperaktivem Kind und beim dritten pärchen krieselts in der Ehe das es nicht mehr schön ist und ich das Gefühl habe sie stehen kurz vor einem gewaltigem Krach bei dem der 1 Jährige Sohn mitten im Fokus ist, ich merke grad beim dritten paar, dass ich erschöpft bin und Kopfschmerzen bekomme wenn wir Zeit mit ihnen verbringen, aber abkapseln kann ich mich nicht, man will ja doch da sein. Es ist zum Mäusemelken, ich hab das Gefühl ich bin da in einer Spirale gefangen *traurig*

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@alphaclasch

"man will ja noch da sein" ... letztendlich - wenn du nicht mehr kannst, kannst du nicht - und ich kann dir garantieren die werden sich wen anderen suchen wo sie jammern können. Sie sind alle alt genug um sich um ihre eigenen Probleme zu kümmern. Und - auch wenn es vielleicht keine tiefgehenden Freundschaften werden - es gibt genug Menschen die nicht von dir verlangen immer dazu sein. Aber ja - es ist ein harter Weg weg davon. Als Empath würde ich mich jetzt zwar nicht sehen aber ich habe mir auch jahrelang alles angehört und geholfen - nur um letztendlich festzustellen - dass ich für diese Menschen nicht wichtiger war als jeder Andere. Sie werden auch überleben wenn du mal keine Zeit hast. Wenn du das nicht offen aussprechen kannst - dann ist halt das Handy nicht da oder kaputt oder du bist nicht zu Hause. Mach mal nen Pyjamatag und reagiere weder auf Tür noch Handy. Mach was mit dem Kleinen und lass das Telefon zu Hause.
Und auch wenn du die gute Familienfreundin bist - die Eltern müssen mit dem Sohn selbst klarkommen - du KANNST ihm da nicht helfen außer wenn er ab und an bei dir ist und du dich in deiner Art um ihn kümmerst - aber dann hast du mit den Problemen seiner Eltern auch nichts zu tun. Du kannst ihm nicht einmal sagen dass sie ihn gern haben und das Ganze nichts mit ihm zu tun hat (was die Aufgabe seiner Eltern wäre) - du hast zu wenig Stellenwert bei ihm als das dass mit Wirkung ankommen würde. Aber du kannst die gute Tante spielen mit der er jederzeit reden kann wenn er will. Aber auch da bist du seinem "Wollen" unterlegen.
Die Welt dreht sich weiter auch wenn du dir eine Auszeit gönnst - und diese Auszeit sollte so geplant sein, dass zumindest deine Familie nicht drunter leidet - also geplant und nicht erst dann wenn deine Psyche sagt "ey lass mich in Ruhe ich KANN nicht mehr". Ein Zusammenbruch hilft dir nichts. Keinem.
Nicht einfach - aber nur weil man sich etwas egoistischer "für sich selbst" und nicht "gegen andere" verhält ist man noch lange kein schlechter Mensch. Und wen dir zum Vorwurf macht dass es ihm ja schlechter geht als dir und du deswegen da sein müsste - der soll sich bitte verziehen... du warst lange genug für die Menschen da ... wenn da nicht einmal ein Danke kommt sondern Vorwürfe - sucht euch wen anderen.

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@alphaclasch

Vielleicht rühren deine Probleme dich mit Anderen beschäftigen zu MÜSSEN auch daher, dass du nicht oder nur schlecht allein sein kannst? Das ist die härteste aller Prüfungen aber sie ist schaffbar.

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@Kitharea

Mit dem alleinsein hab ich keine Probleme so lang es sich nicht über viele Tage hinwegzieht, im Gegenteil ich genieße es ab und an auch, es gab eine Zeit da hab ich für eine Umschulung in einem Internat gelebt, am Wochenende war das komplette Haus leer, nur verinzelte Personen waren noch da so wie ich auch, und das war sooooo schön :). Vielen Dank für den Zuspruch, ich werde mal in dieser Richtung an mir arbeiten :).

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Das ist doch eine gute Eigenschaft. Warum also die Frage, die zwischen den Zeilen bedeutet, wie man mit eine guten Sache klarkommen soll?

Empathie bringt eine Menge Vorteile auch in bezug auf Menschenkenntnis. Das ist ungefähr so, als wenn man auf dem Wochenmarkt Obst auswählt und nur die guten Früchte nimmt, aber die schlechten liegen läßt.

Eine andere Sache ist, ob sich jemand dort hin begibt, wo es überwiegend nur schlechte Früchte gibt, um dann mühsam die wenigen guten zu finden, oder ob er es genau umgekehrt macht.

Geht man gleich dorthin, wo es überwiegend gute Früchte gibt, dann ist man anschließend weniger erschöpft.

Naja es lässt sich leider oft nicht vermeiden den "schlechten Früchten" aus dem Weg zu gehen, wenn ich z.B. Bahn fahre oder in die Stadt oder ähnliches muss, dann sind das so enorm viele Eindrücke die die Menschen auf mich haben, habs unten in einem Kommentar schon geschrieben, wie wenn man einen guten Film sieht, dort allerdings alle Emotionen sekundenweise wechseln, von Liebe, Trauer, Sorge, hin zu Wut, Aggression usw. die Stimmungen springen auf mich über, ich kann sie nicht abwehren, und ich muss noch nicht mal Kontakt zu den leuten haben, allein der Gesichtsausdruck, die Haltung, der Gang etc. das steckt mich an, ich weiß nicht wie ich mich abschotten kann. Das ist so wie wenn jemand in der Umgebung anfängt zu lachen, er steckt alle anderen an und so ist es bei mir und das ist wahnsinnig anstrengend, darum versuche ich etwas dagegen zu tun. Mit dem anderen hast Du natürlich recht, es ist mir bewusst, dass ich viele Leute sehr schnell durchschaue wenn man das so schreiben kann, ich weiß sehr schnell wer es ehrlich mit mir meint, bei wem ich aufpassen muss etc. das ist schon ein Vorteil.

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Waren diese Seiten wissenschaftlicher Natur oder esoterisches Geblubber?

Wenn letzteres der Fall war, vergiss lieber alles was du da gelesen hast.

Empathie ist keine "Zauberkraft" und keine "übernatürliche Fähigkeit", sondern beschreibt lediglich die Fähigkeit und den Willen Emotionen anderer nachvollziehen zu können.

Das bedeutet aber nicht, das man die Gefühle anderer tatsächlich empfinden könnte. Das ist absoluter Schwachsinn!

Dein Problem ist nicht dass du ein Empath wärst, dein Problem ist psychologischer Natur.

Du glaubst zu wissen wenn du belogen wirst, du glaubst überfordert zu sein, du glaubst Symptome zu haben etc.etc. Aber das ist zu 90% von dir selber, sprich deine eigenen Gedanken, deine Psyche ist der Grund dafür, nicht irgendwelche "Fähigkeiten".

Ich rate dir dringend zu einem Termin bei einem Psychologen für eine klärende Untersuchung. Wenn nicht für dich, dann für deinen Sohn, denn Kinder leiden oft immens unter psychischen Störungen ihrer Eltern.

Lieber andrastor, solche als auch solche Seiten, keine Angst eine Psychologische Störung meinerseits ist bereits vor Jahren ausgeschlossen worden, als ich auf Grund von Traumaten in Psychologische Behandlung sollte, verschiedene Psychologen und Therapeuten waren alle der seleben Meinung, ich sei bodenständig und gefestigt, allerdings auch sehr feinfühlig was Emotionales Geschehen um mich herum angeht, hierbei handelt es sich definitiv nicht um Einbildung, aber ich spreche hier auch nicht von irgend welchen besonderen Fähigkeiten oder ähnlichem eben nur über eine feinfühligere Warnehmung von kleinigkeiten die andere schlichtweg übersehen (was nicht falsch ist, ich würde einiges darum geben wenn ich einfach drüber hinwegsehen könnte), was mir wiederum mehrfach psychologisch bestätigt wurde. Meinem Kind geht es bestens und ich sehe nicht den geringsten Grund für eine Gefährdung seinerseits zumal ich meine Emotionen oder Gefühlswelten nicht auf ihn überblende. Ich nehme auf, gebe aber nicht ab. Ich hätte mich gefreut, wenn Dein Beitrag für mich etwas hilfreiches beinhaltet hätte.

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@alphaclasch

Die Hilfe aus meinem Beitrag ist dich von ersoterischen Seiten fernzuhalten! Unter allen Umständen.

Mach eine weitere psychologische Untersuchung!

In psychotherapeutischer Behandlung werden derartige Untersuchungen einmal jährlich empfohlen um etwaiige Veränderungen der Psyche erfassen und darauf reagieren zu können.

Du siehst vielleicht keinen Grund für eine Gefährdung deines Kindes, aber mit Verlaub, du scheinst nicht in der Lage zu sein dich selbst objektiv zu beurteilen.

Du sagst zwar du gibst nichts ab, aber dein "Zustand" verändert dein Verhalten und deine psychische Verfassung. Du sprichst von "Erschöpfung", sozialer Abgrenzung, fühlst dich in einem Raum mit 15 Personen überfordert und bist so weit, dass du auf GF um Hilfe suchst.

Denkst du nicht, dass sich diese Verhaltensweisen und Zustände nicht auch auf dein Kind auswirken? Glaubst du ernsthaft dein Kind vor dir schützen zu können, wo du doch nicht einmal dich selbst vor dir schützen kannst?

Du hast offensichtlich psychologische Probleme, lass dich untersuchen, schildere deine Situation und such um professionelle Hilfe bei deinen Problemen damit dein Kind nicht darunter leiden muss!

Und noch einmal: Bleib weg von den Esoterikern!

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