Leaky gut , wer kennt sich damit aus?

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2 Antworten

“Leaky Gut” ist ein Begriff aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie „durchlässiger Darm“. Nährstoffe, Toxine, Stoffwechselprodukte und Bakterien gelangen über die geschädigte Darmschleimhaut direkt in den Organismus und können hier Beschwerden verschiedenster Art hervorrufen.

Die Therapie des Leaky-Gut-Syndroms ist langwierig, dauert bis zu zwei Jahren und verlangt viel Mitarbeit und Motivation vom Patienten.

An erster Stelle steht sicherlich die Darmsanierung. Mittels Heilfasten oder der Colon-Hydrotherapie wird der Darm gereinigt. Im Anschluss daran findet der Aufbau des gestörten Milieus statt. Dies kann aber nur geschehen, wenn der Patient nun auf die Lebensmittel verzichtet, die seine Symptomatik hervorrufen. In vielen Fällen sind dies Weißmehl, Zucker, Fleisch und künstliche Zusatzstoffe der Nahrung. Eine möglichst ballaststoffreiche und natürliche Ernährung hilft dem Darm, sich selbst zu regenerieren.

Kartoffel- oder Sauerkrautsaft mit einer hohen Anzahl rechtsdrehender Milchsäuren sowie probiotische Produkte wie Joghurt unterstützen den Heilungsprozess. Bevorzugen Sie bei der Wahl des Joghurts Naturjoghurt ohne Zusätze – auch hier sind probiotische Kulturen enthalten. Jeder weitere Zusatz wie Farbstoffe oder künstliche Aromen stellt eine erneute Belastung für Ihren Darm dar.

Die zusätzliche Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen sollte sinnvoller Weise erst dann erfolgen, wenn der Darm in der Lage ist, diese aufzunehmen. Da der Nutzen von künstlichen Zusatzstoffen nicht nachgewiesen ist und außerdem notwendige sekundäre Pflanzenstoffe nicht enthalten sind, sollten Vitamine und Mineralstoffe in Form von frischen Obst und Gemüse aufgenommen werden. Gerade am Anfang einer Therapie des Leaky-Gut-Syndrom den Darm aber nicht mit zu viel Rohkost überfordern, da diese für einen ungeübten Darm schwerer verdaubar ist und wiederum zu Symptomen wie Blähungen führen kann.

Ganz ohne Schulmedizin geht es aber je nach Ursache des Leaky-Gut-Syndroms nicht. Sind Pilze vermehrt im Darm vorhanden, hilft ein Antimykotikum. Gerade die chronischen Entzündungen des Darm bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sollten schulmedizinisch beobachtet werden, da das Risiko von Blutungen und der tumorösen Entartung besteht.

Hallo. Ich kenne erhöhte Darmpermeabilität durch das Buch "Die Paläo Therapie" von Sarah Ballantyne. Ich ernähre mich danach und habe die Symptomatik meiner Immunerkrankung extrem verbessert.

Z.B. für Gluten ist wissenschaftlich belegt, dass es die Darmpermeabilität erhöht. Wie lange ist bei jedem Menschen anders auch im Zusammenhang mit Erkrankungen oder Genetik.

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