Lazi Akademie Erfahrungsberichte

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Hallo NikaX,

ich beobachte nun Deine Frage schon seit geraumer Zeit und vor allem auch die bisher nicht erfolgten Antworten darauf.

Nun melde ich mich zu Wort, obwohl ich wahrscheinlich nicht unbedingt zur bevorzugten Beantwortergruppe zähle, denn ich bin nicht Studierender, sondern freier Dozent an der „Lazi“. Ich bin hauptberuflich freischaffender Konzeptioner, somit rein nebenberuflich an der Akademie tätig und arbeite hier keineswegs des Geldes wegen. Wegen was aber dann …? Ich versuch’s mal zu erklären: Medienakademien gibt es wie Sand am Meer. Ich habe einige davon von aussen kennengelernt, wenige von innen und nur eine „in- und auswendig“: die Lazi-Akademie. Jetzt kann man natürlich vorsichtig sein und sagen: "Wer dort arbeitet, ist befangen!" Als Dozent für Werbelehre und Konzeption stimme ich dem grundsätzlich zu. Aber: Wenn man dort bereits im achten Jahr arbeitet und etliche Kollegen dazu noch weitaus länger hier tätig sind, lohnt es sich vielleicht schon mal, den Blick etwas "schärfer" zu stellen ...

Ich mach das mal in der Rolle des professionell-nüchternen Werbekonzeptioners mit Blick von aussen. Eine Menge "Akas" liegen hier vor mir auf dem imaginären Leucht-Tisch zur Konkurrenzanalyse. Technisches Know How haben sie alle. Artig ausgerüstet in Raum, sprich Veranstaltungsräumen, ­und Zeit - hiermit sind die Unterrichtsangebote gemeint ­- sind auch alle. Schön inszeniert im Design ­mit Farbe, mit cooler Schrift, mit entsprechendem Look: Auch alle ...! Wo also ist er zu finden, der entscheidende Unterschied, der einer Akademie den entscheidenden Vorteil liefert? Mit was kann der Werbekonzeptioner werben, so denn er den Auftrag hätte, eine der Akademien entsprechend herauszustellen? Im sichtbaren Bereich wie gesagt wird’s schwierig, also ab ins Unsichtbare ...

Werte, innere Bedürfnisse, Motivationen. ­Hier trennt sich bereits die Spreu vom Weizen! Standardisiertes Lernen nach Plan oder gelenkte Freiheit zur gestalterischen Selbsterfindung? Zweites bietet auf jeden Fall die Lazi-Akademie. Nur so ist zu erklären, dass es hier natürlich auch getrennte Fachbereiche gibt (Film-, Foto-, Grafikdesign), dass man aber, wenn man genau hinschaut, ­feststellt, dass sich die Absolventen oft genug NICHT an diese professionellen Trennungen halten. In gemeinschaftlichen Projekten zum Beispiel nimmt der Grafikdesigner gern auch mal die Kamera in die Hand ­und umgekehrt. Was hier unbedingt zählt, ist nur eines: die kreative Idee! Barrierefreies Arbeiten im Sinne einer einzig-, aber keinesfalls -„artigen“, Lösung steht an unserer Akademie eigentlich immer auf der Tagesordnung. Genau deshalb schaffen die hier Studierenden es wahrscheinlich auch immer wieder, Gemeinschaftsprojekte zu realisieren, die sich nicht nur auf den Schutzraum der Akademie beschränken, sondern oft genug wieder auftauchen – als anerkannte Medienproduktionen im realen Geschehen. Der Kinothriller „Bela Kiss“ ist so ein Beispiel. Der lief dann seinerzeit beispielsweise bundesweit in den Kinos.

Aber gehen wir in der Suche nach einer Antwort noch einen Schritt weiter: Was benötigt eine Idee am dringlichsten? Die Antwort lautet: Freiheit! Nicht missverstanden als orientierungsloses Umherirren im kreativen Chaos, sondern als Chance, bereits in der Ausbildung zu erkennen, wann man wo am besten seine Leistung bringt, um gemeinsam das allerbeste Ergebnis zu erhalten.

Was jetzt noch vor mir liegt auf meinem "Akademien-Leuchttisch"? Also, ich seh’ im Moment nur noch die Lazi-Akademie. Von den anderen, die ich kenne, fehlt im Moment jede Spur. Vielleicht klingt mein Resümée etwas absurd, aber es positioniert "die Lazi" auf jeden Fall haarscharf:

"Bei uns ist gestalterische Freiheit Pflicht!"

Deswegen mein Tipp an Dich, liebe/r NikaX, schau’s Dir am besten selbst mal an. An einem der kostenlosen und unverbindlichen Infotage bei uns. Hier kann man in zwangloser Atmosphäre sowohl Studierende als auch Dozenten treffen und kennenlernen und sich einen Eindruck verschaffen, wie unsere „Pflicht“ vor Ort aussieht und sich anfühlt. Beste Grüße an Dich von Nils Hemme Hemmen. (Staatl.-gepr. Kommunikationsfachwirt, VWA und seit Frühjahr 2008 Dozent an der Lazi-Akademie für Werbelehre und Konzeption)

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