Lautsprecher Klangkörper aus Edelstahl

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die frage ist wie dick ist es. bei ca. 5mm ist es sicher schon gut einsetzbar, aber so dick bekommt man es wohl nicht, die 0.5-1mm platten geraten viel zu leicht in schwingung, auch wenn man alle 10cm eine versträbung einbaut. nicht umsonst werden lautsprecher aus MDF gebaut. ein bsp dass es aber sehr wohl funktioniert ist die Dali fazon f5 die aus alu bestehen. die werden aber auch schon in die 2-3mm dicke gehen.

Du hast die Antwort schon in der Frage drin: "Klangkörper"! Wenn Du einen Lautsprecher bauen willst, der mit seinem Körper kliingen soll, dann ja - Metall schwingt prima. Allerdings ist das nicht der Sinn eines hochwertigen Lautsprechers - bei diesem soll nur die Membran bzw. Folie schwingen und den natürlichen Klang erzeugen. Alles andere sollte sich überhaupt nicht bewegen und eine Form haben, die die abgegebene Schallwelle nicht versaut (Sekundärwellen durch Brechung an Kanten, Körperschall, Reflexionen, usw.). Das heisst, das Material muss schwingungsarm und schwer sein (versteiftes MDF ist ok) - die gute alte Klopfmethode entlarvt schlechte Gehäuse. Ein sattes, tiefes Tock ohne Nachschwingen mit einem "Aua" ist perfekt. Alles was hohl klingt oder überhaupt klingt, taugt nichts. In der Vergangenheit gab es einmal einen legendären BBC Monitor (LS3/5), dessen dünnwandiges und mitschwingendes Boxengehäuse Teil des guten Klangbildes war - es war sozusagen " mit einberechnet". Diese Technik ist aber kaum beherrschbar, viel zu kompliziert und wird heute nicht mehr gemacht. Metall, Stein, Marmor und Beton usw. schwingt zu sehr mit und ist ungeeignet, sofern man die Schwingungsfreude dieser Materialien nicht mit Masse (sehr dicke Wandstärken) und / oder Versteifungen auffängt.

Ja es geht, aber es darf nicht selber klingen. Das wiederum bedeutet viel Material. Es kommt auch auf die Größe an, ein Smartphone Speaker mit 5 cm lässt sich leichter realisieren als ein Standlautsprecher.

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