Laut Arbeitsvertrag soll ich Fortbildungen machen. Wer muss die bezahlen?

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8 Antworten

Hallo Fragender Nutzer,

in diesem Fall bleibt Dir nur die Möglichkeit, die Kosten der Fortbildung als Werbungskosten bei der Steuererklärung geltend zu machen.

In Zukunft würde ich, wie folgt verfahren: 

Wenn eine hausinterne Schulung angeboten wird, meldest Du Dich. Falls Du eine Absage erhältst, bewahrst Du das Schreiben in Deinen Unterlagen auf. So kannst Du Deinen Fortbildungswillen nachweisen.

Falls Du trotzdem noch Interesse an externen Schulungen hast, soll sie Dein Arbeitgeber für Dich buchen. Dann ist er auch der Kostenträger.

Wenn er dem nicht zustimmt, ist es Deine Entscheidung, ob Dir die Schulung Freizeit und Kosten wert ist.

Auch wenn es ärgerlich für Dich ist, daß der Arbeitgeber die Kosten nicht übernehmen will, profitiert hast Du von der selbst bezahlen Schulung trotzdem.

Alles Gute,

Giwalato 

FragenderNutzer 26.02.2017, 11:19

Danke für Deine ausführliche Antwort. Du schreibst "Wenn er dem nicht zustimmt, ist es Deine Entscheidung, ob Dir die Schulung Freizeit und Kosten wert ist." Das stimmt in meinen Augen nur zum Teil, denn in meinem Arbeitsvertrag steht ja, dass ich mindestens eine Fortbildung im Jahr machen MUSS. Und es steht auch drin, entweder hausintern oder selbst organisiert. Wenn ich nun sage, weil ich an der hausinternen nicht teilnehmen durfte und weil der Arbeitgeber die externe Schulung nicht zahlt mache ich halt keine Fortbildung - dann werde ich doch vertragsbrüchig. Riskiere ich da nicht meinen Arbeitsplatz? Ich frage mich auch, ob so eine Ungleichbehandlung von Angestelllten zulässig ist. Die eine Gruppe darf am hausinternen Workshop teilnehmen und bekommt ihn bezahlt. Die andere Gruppe muss sich selber was suchen und muss aus eigener Tasche dafür aufkommen. Darf ein Chef sowas?

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Giwalato 26.02.2017, 16:59
@FragenderNutzer

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, externe Fortbildungen zu bezahlen. Deshalb würde ich beim nächsten Mal besser verhandeln. 

Wenn das Unternehmen einen Betriebsrat hat, kannst Du Dich dort erkundigen, wie das von der Firma in der Regel gehandhabt wird.

Da Dir Deine jetzige Tätigkeit große Freude macht, würde ich es auf keinen Rechtsstreit ankommen lassen, wenn Du in dieser Firma bleiben möchtest. 

Oft verlangen Arbeitgeber von ihren Angestellten, daß sie für eine bestimmte Zeit nach der Fortbildung im Unternehmen bleiben, sonst müssen sie die Kosten der von der Firma bezahlen Fortbildung zurückzahlen müssen.

Das kann Dir schon mal nicht passieren. 

Beim nächsten Fortbildungstermin bist Du auch schon länger im Unternehmen, da ist die Chance, daß Du bei der hausinternen Fortbildung zum Zug kommst, größer.

Die Entscheidung, wie Du weiter verfahren willst, liegt natürlich bei Dir. 

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Nur weil sie im Vertrag verlangt werden, heißt das nicht, dass der Arbeitgeber die zahlen muss.

Sollte nichts dazu geregelt sein, bleibst du wohl auf den Kosten sitzen.

So was muss immer erst abgesprochen sein. Einfach "davon ausgehen" ist nicht gut, grad wenn man einen externen Anbieter bucht.

Kenn ich auch nur so:

Interne..anfragen ob man darf.. AG zahlt.

Externe.. fragen, ob man darf. Klären, wer zahlt. Manche absolut notwendigen zahlt AG, andere zahlt man selber.

Das kann man dann aber bei der Steuererkläruing bei den Werbungskosten (alles, was für Job ausgegeben wird) angeben.

Demnächst IMMER vorher fragen: Du möchtest gerne bei.. den und den Kurs.. Am besten Uunterlagen dazu vorlegen. Und dann absprechen,w ie läufts mit den Kosten.

Du hast die Fortbildung gebucht ohne Rücksprache zu halten?

Normalerweise übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für Fortbildungen, du musst dich aber oft selber schlau machen und Vorschläge bringen.

FragenderNutzer 21.02.2017, 09:53

Doch, ich habe meinen Chef vorher über den Kurs informiert und er fand meine Idee gut. Nach der Kostenübernahme habe ich nicht extra gefragt, da ich es selbstverständlich fand. Schließlich habe ich eine vertragliche Pflicht erfüllt. Ich hätte auch lieber an der firmeninternen Fortbildung teilgenommen, aber gehörte nicht zu den Ausgewählten. Die Teilnehmer dieses hausinternen Seminars mussten das ja auch nicht bezahlen.

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Selbst gebucht bedeutet auch selber zahlen.

Sowas nur mit Absprache Geschäftsleitung.

das stimmt

kannst du aber von der steuer absetzen


 

Du hast dich bei einer Fortbildung angemeldet ohne mit deinem Arbeitgeber zu sprechen?

FragenderNutzer 21.02.2017, 09:48

Doch, ich habe ihm vorher davon erzählt. Er fand die Idee gut. Nach der Kostenübernahme habe ich in dem Moment aber nicht gefragt, da mir das selbstverständlich vorkam.

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Pucky99 21.02.2017, 09:49
@FragenderNutzer

Normalerweise läuft das ja so, dass man fragt ob man das machen, kann. Dann scheint mir die Frage nach der Kostenübernahme überflüssig.

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Violetta1 21.02.2017, 09:55
@Pucky99

Auch wenn einem der Zusammenhang logisch erscheint.. es ist immer besser, auch die Kostenübernahme direkt anzusprechen.

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Kommt drauf an was vereinbart ist. Du hättest, bevor du dich auf eigene Faust bei dem Seminar anmeldest, mit deinem AG darüber sprechen sollen. 

FragenderNutzer 21.02.2017, 09:57

Er wusste, dass ich den Kurs buchen wollte und fand das gut. Nach der Kostenübernahme habe ich im Vorfeld nicht gefragt, da ich das selbstverständlich fand. Wird ja vertraglich verlangt und diejenigen, diebei der hausinternen Fortbildung mitmachen durften, mussten dafür ja auch nichts zahlen.

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