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2 Antworten

aeneas ist der sagenhafte stammvater des römischen volkes - selbstverständlich ist es für dieses volk, das fast die ganze welt beherrschte, wichtig, göttliche wurzeln zu haben, vielleicht auch um den machtanspruch über andere völker zu legitimieren.

z.b. leitet sich die gens Iulia (berühmtester vertreter wohl Gaius Iulius Cäsar) vom sohn des Aeneas,dem Iulus, ab, stammen daher in unmittelbarer linie von Venus,der mutter von Aeneas, ab.

im sechsten buch der Aeneis (Vergil) trifft Aeneas in der unterwelt seinen verstorbenen vater Anchises (der ein mensch war) - dieser prophezeit mit weiter vorausschau auf die römische geschichte bis zum momentanen (als Vergil die Aeneis schrieb) kaiser Augustus,wie groß und berühmt und mächtig das von aeneas (der sich zum zeitpunkt der prophezeiung ja noch auf seiner reise nach der flucht aus troja befindet) gegründete volk sein wird. und Augustus ist ja der erste kaiser nach der alleinherrschaft Cäsars: davor war die staatsform der republik zerfallen. man legitimiert auch die neue "volksfernere" form des kaisertums (prinzipat) durch die abstammung von göttern.und die kaiser hatten ja alle im namen das "divus" (göttlich), und gehörten auch zu den göttern.

:)) evella

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Sämtliche "Royals" führen ihren Stammbaum bis in die Götterzeiten zurück.

Daher leiten sie ihre Legitimation ab, seit Jahrhunderten ihr "Leibeigenen" auszubeuten

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