Lassen sich Elektroautos nur als Zweitautos nutzen?

21 Antworten

Kommt auf das Elektroauto an, mit unserem E-Golf kommen wir nur knapp 200km und er läd vergleichsweise langsam auf, das ist für den Stadtverkehr völlig ausreichend, aber bei Langstrecken ungeeignet.

Bei dem Tesla Model 3 Long Range hab ich jetzt innerhalb 3 monaten fast 18.000km verfahren ohne große Probleme, mit dem Wagen komme ich knapp über 500km weit und in knapp über 17 Minuten hab ich am Tesla Supercharger ladestationen wieder 250km nachgeladen. Das ist vollkommen fein, tanken geht auch nicht viel schneller mit dem tanken an sich, anstehen an der Kasse und Toiletten gang.

Nein, wir nutzen es als "Erstauto" und kommen sehr gut klar damit.

Der Umgang im Alltag ist sehr einfach.

Wenn wir Zuhause ankommen, stecken wir es an die "Ladebox" an, der Rest läuft automatisch und der zieht sich den PV- Strom so wie es eingestellt ist.

Beim Arbeitgeber können wir ebenfalls PV-Strom ziehen (was für uns im Normalfall nicht nötig wäre).

Wenn wir zufällig bei IKEA, Lidl,... eine frei Ladestation sehen, hängen wir auch dort an, auch wenn wir die Ladung nicht benötigen, aber es ist ja kein Aufwand (wie parken halt).

Auf Fernstrecken haben wir (bisher sehr selten) die Schnelllademöglichkeit genutzt.

Für Firmenwagen mit persönlicher Nutzung gibt es ja die 50% Regel, die das e-Auto als Firmenwagen mit privater Nutzung attraktiv macht.

Selbst ein kleiner aktuell sehr günstiger e-up kann gut als Erstauto genutzt werden, wenn man nicht als Aussendienstmitarbeiter täglich mehrere 100km fahren muss. Denn das Fahren selbst ist sehr ruhig und komfortabel und die Reichweite von ca. 250km mit einer "Füllung" reicht für den Alltag auch.

Die Empfehlung: Einfach mal ein aktuelles e-Fahrzeug testen.

Der Umgang ist eben nicht sehr einfach, weil nicht jeder vor seiner Haustür eine eigene Steckdose hat. So gesehen bleibt die Elektromobilität vor allem in den Städten ein Vergnügen, dass sich hauptsächlich nur Hausbesitzer gönnen können.

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Solange Du nicht ein Aussendienstmitarbeiter bist oder einen Arbeitsweg von mehr als 100 km hast, kannst Du ein Elektrofahrzeug durchaus als Alltagsfahrzeug nutzen. Für die Ferien oder ab und zu mal eine längere Strecke kann man ja bei einer Auto-Teilet Organisation anschliessen. So kann man sich auch mal einen Transporter ausleihen.

Ich habe 1990 drei Jahre lang ein damaliges elektrisches Kleinfahrzeug eingesetzt. Die Reichweite lag bei ca. 40 km. Damit liessen sich problemlos 99 % aller Fahrten erledigen. Für den Rest habe ich meinen Oldtimer eingesetzt.

Tellensohn

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

viele meiner bekannten, die das 2. auto durch einen stromer ersetzt haben
verkauften den verbrenner, weil er nicht mehr genutzt wurde

so gesehen, verlieren die neueren generationen von e-auto den nimbus eines 2. wagens
- die reichweiten nehmen deutlich zu
- die ladeinfrastruktur wird deutlich besser (https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/)
- die preise sinken
- die modellvielfalt nimmt stark zu
- die lobbyarbeit der deutschen hersteller lässt langsam nach, weil sie mittlerweile auch etwas zu verkaufen haben

ich persönlich empfehle eine (wenn auch einfache) lademöglichkeit zu hause - es reicht schon schuko- oder drehstromdose - dann ist es perfekt
natürlich geht es auch ohne, ist dann aber ungemütlicher
eine alternative wäre z.b. eine mietgarage oder eine lademöglichkeit beim arbeitgeber

in der stadt ist es eh zu überlegen, ob autobesitz auf dauer noch sinn macht
und im speckgürtel könnten von heute auf morgen >50% sofort auf elektrisch umschwenken - auf dem land wäre die quote noch einmal deutlich höher

WICHTIG ist dabei das "mindset" - nicht lamentieren warum es nicht geht, sondern überlegen, wie man es machen könnte, dass es geht
weil...... das bessere auto ist der stromer auf jeden fall

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

es ist und bleibt ein langfristiges Modell, erstens weil der Platz zum Parken und Aufladen fehlt, auch mit " längerem Verweilen " , wobei letzteres ja in den Brennpunkten immer krassere Züge annimmt, und zweitens, weil die " Verbrenner " wenigstens auch Mut einer Verwendungszeit von 20 Jahren zu rechnen ist

solange die " Macher " selbst mit dickem Luxusautos und Chauffeur durch die Lande preschen, ist das Elektroauto nur " Augenwischerei " und hat real keine Chance

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Kommt ganz konkret auf die Strecke an, die man damit zurückzulegen gedenkt. Braucht man nicht mehr als 200-300 Km am Szück damit zu fahren, gibt es da kaum ein Problem, für den normalen Pendelverkehr sind die durchaus geeignet.

Für den von Norddeutschland aus in Angriff genommenen Italienurlaub sieht es damit natürlich eher schlecht aus.

Ob die Anschaffung als Standartfahrzeug Sinn mahct hängt davon ab, wie oft man genötigt ist weitere Strecken zurück zu legen und inwieweit man in der Lage und Willens ist dafür dann etwa auf die Bahn oder Leihfahrzeuge zurück zu greifen.

Ein prinzipielles Problem mit Elektro-Autos, was die Alltagstauglichkeit angeht, sehe ich eigentlich nicht, vorrausgesetzt dass man die Alternativen für längere Strecken auf ein vernünftiges Preisniveau bringt, aber das ist keine grundsätzliche Frage der Technologie sondern eine der Infrastruktur.

Sonst hängt viel daran entweder die Akku-Kapazitäten zu erhöhen oder die Ladezeiten deutlich zu verkürzen.

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