Langsam fahren ohne Grund?

10 Antworten

Hallo!

Normalerweise ist derjenige schuld, der auffährt. Allerdings wird es ein findiger Rechtsanwalt bestimmt schaffen, etwa wenn das grundlose "Langsamfahren" nachgewiesen werden kann, dem alten Mann eine Teilschuld reinzudrücken ---------> zumal er das mit der Vollbremsung auch nicht gedurft hätte. Glücklicherweise ist hier jedoch nix passiert.

Ansonsten: Hupen ist genauso eine Nötigung. Die Hupe darf man rein rechtlich eig. nur als Warnzeichen benutzen!

Ich glaube nicht, dass es ganz einfach ist, ein Langsamfahren als grundlos nachzuweisen - z. B. Orts-Unkundigkeit kann insbesondere bei einem älteren Fahrer leicht als ausreichender Grund gesehen werden.

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Was wäre passiert wenn ich reingefahren wäre ? Wäre ich dann schuld oder der Mann ?

Grunds. hast du mit erforderlichem Abstand und in ständiger Bremsbereitschaft so zu fahren, dass ein Auffahrunfall vermieden werden kann.
Insbesondere dann, wenn du Unsicherheiten des Vorausfahrenden erkennst oder sein Suchen und damit erwartbares plötzliches Bremsen und Abbiegen vermuten kannst.

Andernfalls träfe dich ein quotales Mitverschulden.

Und eine Strafanzeige wg. Nötigung: Den Schleicher darf man nicht weghupen, sondern kann einfach bei Gelegheit zügig daran vorbeifahren :-)


G imager761


Da die "Grundlosigkeit" einer Vollbremsung einem Fahrer mit Wunschzeugin auf dem Beifahrersitz nur schwierig bewiesen werden kann, ware ein teurer Prozess mit großem Zeugenballett und einer Teilschuld der wahrscheinliche Ausgang.

Im Ergebnis verlieren also alle dabei, weil sie auf Prozesskosten und einer Rückstufung hängen bleiben.

Die Lehre daraus sollte sein, sich wedrr an Nötigung im Straßenverkehr zu beteiligen noch solche Rachebremsungen durchzuführen.

Wenn mir jemand zu dicht auffährt, bediene ich die Scheibenwaschanlage - wenn der Hintermann mein Wasser abkriegt, merkt er meist, dass er sich im Abstand vergreift... und es ist völlig legal.

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