lange Nächte und Diskussionen

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3 Antworten

Dein Kind braucht eine ganz feste Struktur, und zwar von Montag bis Sonntag. Die muß er erstmal lernen.

Also immer zu einer bestimmten Zeit aufstehen und ins Bett gehen. Und das erstmal eine längere Zeit durchhalten. Das Trinken nachts absolut weglassen, ich glaub das ist nur eine dumme Angewohnheit, so eine Art Trostersatz. Vor allem nicht aus der Flasche trinken lassen, sondern nur wenige Schlucke aus einem Becher.

Ich glaube auch, daß es Gründe gibt, es sind wohl Ängste im Spiel, wie Du schreibst er hat Angst wenn Du weggehst und es sind Schreckmomente da.

Mach das Schlafengehen zu einem lieben Ritual, das immer wieder gleich abläuft. Und nie das Bett als "Strafe", sondern es ist ein liebes, schönes Bettchen.

Sing ihm immer das gleiche Lied vor, lies ihm immer die gleiche Geschichte. Erzähl ihm was, daß sein Bettchen sich schon auf ihn freut usw. immer ein bestimmtes Kuscheltier, das es nur abends zum Schlafen gibt. Du kannst ihn ja auch in seinem Zimmer ein paar Runden herumtragen und dabei Singen, und das Gleiche machst Du, wenn er nachts schreit.

Und ich würde ihn keine MIttagsschläfchen machen lassen, solange bis sichwieder ein Schlafrhythmus gebildet hat.

Wenn er nachts aufwacht, immer wieder das gleiche Ritual durchführen. Es wird eine Zeit dauern, aber ich glaube Du kriegst das in den Griff. Auf keinen Fall Schreien lassen, zeig ihm immer, daß Du da bist, aber auf das Schlafen beharren - also nicht mitten in der Nacht mit ihm spielen oder so.

Er muß eine feste Struktur finden und ein unbedingtes Vertrauen, nur so kann er die Ängste verlieren. Und das Ritual mit Singen, Lesen, Herumtragen, Schlaftier, hilft ihm dabei.

Danke erstmal für deine Antwort. Vorlesen kann man bei ihm vergessen, dafür hat er nicht die Geduld, obwohl es am Tag funktioniert. Bei mir hat er immer das selbe Ritual, der Fernseher ist meistens aus und wenn nicht dann mach ich das ca zwei Stunden früher. Wenn ich merke das er müde wird, räumen wir seine Spielsachen und Zimmer auf und ich ziehe ihn um, das geschieht schon bei gedämpften Licht und in aller ruhe. Dann bekommt er noch seine Milch und verlangt selbst nach seinem bett. Ab da beginnt das "Problem" er sieht immer wieder nach ob ich noch da bin, obwohl ich ja noch sein Schlaflied singe^^ kuscheltiere mag er zwar sehr gerne, aber sie animieren ihn zum schmusen, womit der Schlaf in die ferne rückt. Wenn er dann mal eingeschlafen ist, hebt sich das maximal zwei Stunden, ca so lange bis er in die nächste schlafphase kommt, dann erwacht er wieder und das Spiel geht von vorne los. Ich würde gerne wissen wie ich ihn dazu bringen kann, von alleine einzuschlafen. Den mittagsschlaf können wir nicht streichen, weil er so oder so irgendwann einschläft, meistens beim Spaziergang, und kriegt man ihn vor 23 uhr nicht ins Bett. Unser tagesablauf, ist bis auf kleine Ausreißer immer gleich und strukturiert. Er hat viele Spielsachen, sollte ich da vllt mal radikal reduzieren? Er spielt zwar mit allen, hat aber klare Favoriten. Könnte ihm die Reduktion helfen innerlich ruhiger zu werden oder verursacht sie Langeweile?

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@RoryLee

Also was Du schreibst hört sich sehr gut und strukturiert an. Auch das mit dem Aufräumen vor dem Schlafengehen finde ich sehr gut. Die Spielsachen gehen dann nämlich auch "schlafen".

Ich glaube daß da unterbewußte Ängste eine Rolle spielen, sonst würde er nicht schauen ob noch jemand "da ist". Ganz wichtig ist, ihm immer das Vertrauen zu geben "ja wir sind da" wenn er aufwacht, also nicht schreien lassen und immer sofort da sein.

Hat ihm mal was Angst gemacht? Mein Sohn hatte mal vor Dinosaurieren Angst weil wir in einem Freizeitpark waren und ich hab mir auch jede Nacht um die Ohren geschlagen weil er immer aufgewacht ist und vor dem Dino Angst hatte.

Wenn Du diese sehr gute Struktur, die Du aufgebaut hast, weiter fortführst, bin ich 100% sicher daß das Problem plötzlich einfach weg ist. Probier das mal aus mit den Spielsachen, räum bis auf die Favoriten alles weg.

Vielleicht gibt es auch ein kindgerechtes Bilder-Buch über Schlaf und daß man nachts keine Angst haben muß, das Du immer mit ihm betrachten kannst. Sowas prägt sich auch ein.

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@TorDerSchatten

Als er kleiner war, ca 7 monate, hatten wir begonnen ihn von uns ab zu gewöhnen, also das er alleine ins bett geht, das haben wir fast 3 monate durchgezogen, mit schreien lassen, beruhigen usw. Das Ergebnis war allerdings so ernüchternd, dass ich einsah, dass sowas bei uns keinen wert hat. Er ist eigentlich ein unglaublich liebes kind und auch brav, bis auf wenige Ausnahmen, nur das schlafen und was dazu gehört bereitet ihm und mittlerweile auch uns riesen Probleme. Mein Rhythmus ist mittlerweile richtig zerschossen, so komme ich zb nie vor 3uhr morgens ins Bett, zwar stehe ich spätestens halb 8 wieder auf, aber böse ist es trotzdem. Seit ca 1 Woche habe ich meinen Freund zu unserem kleinen umquartiert, weil er nachts sehr nach dem papa sucht. Wenigstens verbringt er so die ganze Nacht in seinem bett. Ich lasse ihn auch tagsüber in sein bett, ich weiß zwar, dass man die Kinder im bett nicht spielen lassen soll, aber seitdem kann man ihn wenigstens im wachen Zustand ablegen. Vllt seh ich die Erfolge vor lauter Müdigkeit schon gar nicht mehr^^ denn Kleinigkeiten sind zu verzeichnen. Ich frage mich nur, wie das andere Eltern und Kinder schaffen, mein kleiner hat sich von Anfang an nicht allein schlafen gelegt

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@RoryLee

Jedes Kind hat halt andere, individuelle Bedürfnisse.

Du machst das schon richtig so!

Auf KEINEN Fall schreien lassen und ihn das Vertrauen finden lassen,daß er sucht. Es muss "immer jemand da sein" wenn er jemand braucht und wenn er das verinnerlicht hat, schläft er auch durch! Ganz sicher!!

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@TorDerSchatten

Fürs schreien lassen bin ich auch nicht, mmeine Mutter sagt immer ich soll das machen, weil es bei meinem Bruder funktioniert hat. Als ich es vor ca zwei Wochen für zwei Minuten gemacht hab, hatte er sich so hineingesteigert, dass er sich übergeben musste, das mach ich garantiert nicht mehr. Quängeln lasse ich ihn auch nur am tag, das macht er dann eh wenn er vor mir steht^^ es scheint eine regelrechte sucht nach uns zu sein, obwohl er es anders kennen sollte. Er ist einmal die Woche bei meinen Eltern, die auch einen geregelten tagesablauf haben, der unserem sehr ähnlich ist. Und er darf auch einmal im Monat bei ihnen übernachten, das macht scheinbar keine Probleme, da hat er auch schon durchgeschlafen, somit muss ich ja irgendwas falsch machen^^ aber ich versuche mal deine tipps einzubauen und unseren tag zu optimieren, vllt haben wir dann bald den nächsten Fortschritt zu verzeichnen. Vielen Dank für die Hilfe :-)

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Wie wäre es wenn du die Situation so annimmst wie sie ist und aufhörst deinen Sohn ändern zu wollen.

Meiner ist 21 Monate und ziemlich ähnlich - und NORMAL... wieso sollte das eine Schlafstörung sein?

Es sind immernoch kleine Kinder die voll auf uns angewiesen sind. Also warum sollten sie gerade sowas alleine können? Alleine im Dunkeln, alleine einschlafen... damit haben ja sogar wir Erwachsenen oft Probleme.

Ich gehe zusammen mit ihm schlafen, liege solange bei ihm bis er einschläft. Nachts schläft er bei uns im Bett, so muss ich nur mit der Hand rüber und nicht aufstehen. So bekomme ich das Maximum an Schlaf. Wenn er bereit ist, wird er alleine einschlafen und durchschlafen.

Es ist NICHT unnormal das Kinder in diesem Alter nicht durchschlafen!!

Tatsächlich ist es eine Schlafstörung, so definiert es die Medizin. Das permanente schlafen in unserem bett, ist für mich keine Lösung. Es ist zwar nicht unnormal allerdings auch nicht die Regel. Kinder, auch Säuglinge,können alleine schlafen, es ist nur eine Frage der Übung und der Zeit die man investiert. Außerdem versuche ich nicht mein Kind zu ändern, sondern sein schlafverhalten und hierbei geht es in erster Linie um ihn. Er wacht morgens nämlich sehr gerädert auf und könnte zwei Stunden später wieder hinliegen.

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@Birmli

Das sage ich dir, aus meiner eigenen Erfahrung und der Erfahrungen meiner Freundinnen. Ich hab zwei Brüder, der ältere hat mit 2Monaten durchgeschlafen, der jüngere erst mit zwei Jahren. Hier war ganz klar meine Mutter das Problem, sie war beim dritten Kind nicht ganz so entspannt wie beim ersten und zweiten. Der Sohn einer Freundin schläft seit der 7 lebenswoche durch und ist tagsüber topfit. Ich hab auch einige Bücher durch und in jedem steht was anderes. Das ist auch ok, schließlich sind ja auch alle Kinder anders. Und wenn mein kleiner Fit wie ein turnschuh aufstehen würde, gäbe es kein Problem, aber er merkt selbst, dass es ihm nicht gut tut.“durchschlafen“ tun die meisten Menschen sowieso nicht,wir wachen öfter mal auf, drehen uns um und schlafen weiter, diese Unterbrechungen bleiben weder im Gedächtnis noch stören sie den schlaf. Bei Kindern ist es wichtig das sie alleine einschlafen, nur so stören die kurzen aufwachphasen nicht.

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Hm also jeder sieht es wohl anders, meine Tochter wird jetzt 2 und schläft auch nicht durch. Wacht noch 1-2 mal auf und trinkt was, aber irgendwie find ich das ok, sie schläft danach direkt weiter.

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