(Lange Frage)Schlechter Vater, wie mit umgehen?

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9 Antworten

Leider ist es nicht so einfach wie du denkst. Das Verhalten (die Trägheit) ist blöd, doch vielleicht kann er dafür nichts. Ich will ihn nicht unschuldig machen, verstehe mich da nicht Falsch. Doch aus eigener Erfahrung weiß ich das die Persönlichkeit eines Menschen sehr Kompliziert ist. Selbst wenn du es mir nicht glaubst, es könnte irgendwann in der Zukunft dir ähnlich gehen wie ihm und deine Kinder würden das selbe sagen wie du jetzt.

"Wisst ihr eigentlich wie ich mich dabei fühle ..." und lässt seinen Frust an mir aus.

Versuche ihn mal darauf anzusprechen und biete ihm an Zuzuhören, damit du es verstehen kannst. Solche Sprüche kenne ich von meinem Vater und bereits da hat es mich genervt, doch ich habe auch nie nachgefragt. Jetzt geht es mir selbst ähnlich, aber ich sage was los ist. Dummer weise verstehen einige es aber nicht oder falsch.

Es kann sein das sich bei deinem Vater bereits Depressionen oder andere Psychisch Beschwerden eingestellt haben welche sich dann wie beschrieben äußern können.

er kümmert sich auch nicht darum, dass jeden Tag was warmes auf dem Tisch steht, oder mal was gesundes da ist,

Ich nehme mal an das ist deine Aufgabe. Da würde ich sagen warst du wohl zu fleißig. Er hat sich schlicht weg daran gewöhnt bedient zu werden. Doch siehe es Positiv dadurch bist du bereits ziemlich selbstständig.

Außerdem ist er total religiös und er kommt immer mit dem Gottargument,

Nachdem was du an verhalten geschrieben hast, würde ein Farah wahrscheinlich vor lachen von der Kanzel Fallen. Sein verhalten entspricht vielen anderen aber nicht der Religion.

hat er zugegeben und weil ja dann der Teufel anrechte hätte, wenn ich aus der Wohnung bin und Gott mich dann nicht mehr schützen kann,

Andersrum würde wohl schon eher ein Schuh draus. Dein Vater sollte mal lieber ein mal mehr zur Kirche gehen und vor allem zu hören.

denn ich bin Atheist und glücklich damit.

Dann bleibe dabei.

Wie soll ich dass die nächsten Monate noch aushalten? Dadurch, dass er nie draußen ist habe ich zu Hause nie meine Ruhe.

Dann sehe zu das du möglichst wenig zu Hause bist. Suche dir einen nachmittags Job oder suche dir ein Hobby. Vielleicht könnte es helfen wenn du für seine PC Spiele Interesse zeigen würdest, sofern sie dich ansatzweise interessieren. Setze dir aber grenzen sonst driftest du eventuell auch etwas ab. Aber es währe etwas was ihr beide gemeinsam machen könntet und dies könnte durchaus auch Positive Wirkung auf eure Beziehung haben.

Mein Verständnis hast du zu 101%. Und zu deiner ursprünglichen Frage "...wie damit umgehen?" hast du ja längst selber die Antwort gefunden -> du kümmerst dich darum, dass du ausziehen kannst und du gibst dir nicht die Schuld dran oder tappst in die ganz fiese Moralfalle von wegen "weil er ja dein Vater ist, musst du ihn lieben und ehren". Was soll ich noch dazu sagen? Das ist für einen so jungen Menschen eine gewaltige Portion Reife und innere Stärke -> du bist nicht unter so einem Vater untergegangen, sondern hast dich in schlechter Umgebung erhobenen Hauptes behauptet .... dazu kannst du deinem Vater innerlich Danke sagen, denn zu dieser Stärke wärst du sonst nicht gekommen. Aber zugegeben: So eine Art von Danke zu sagen ist die absolute Spitze von "Grösse", die man nicht verlangen kann, wenn du dazu nicht fähig oder bereit bist, dann sei zufrieden damit und verlange nicht Unmögliches von dir selber :-))

Viel Glück auf deinem Weg in die "Freiheit"!

Du hast doch bestimmt ein eigenes Zimmer. Geh ihm eine Weile aus dem Weg! Vielleicht ist er so gekränkt, dass er eh nichts sagen wird. Mach nach der Schule viel mit Freunden, geh in der Mensa essen oder übernachte mal bei jemandem. Wer weiß weshalb dein Vater so ist wie er ist. Ich sehe an seinem Verhalten Anzeichen für eine Depression. Es ist gut, dass du ausziehst. Oft mal ändern sich dabei auch Beziehungen zu anderen Menschen. Seit dem ich ausgezogen bin verstehe ich mich viel besser mit meiner Mutter. Ich sage jetzt nicht, dass du so etwas erwarten kannst, aber ich denke es war der richtige Schritt :D

sowas ist so schwer, mir geht es ähnlich mit meinem Vater. ich habe nur das glück nicht mehr zuhause wohnen zu müssen. Vielleicht versuchst du ihm in dieser zeit ein wenig aus dem weg zugehen. und woran ich arbeite ist, zu akzeptieren das ich ihn nie ändern werde können. Ich habe auch oft probiert ihm die welt vor augen zu führen aber es hat nichts geholfen er verhält sich ähnlich wie dein vater. Nun habe ich es einfach aufgegeben und er meldet sich eh nur alle halbe jahre mal.

dir alles gute und halt durch ziemlich cool das du so geworden bist wie du bist, trotz der einstellungen deines vaters

Wenn du nur noch einige Monate hast, dann wirst du das auch schaffen.

Da dein Vater ja wohl keinerlei Vorbildfunktion für dich hat, nehm dir sein Leben als abschreckendes Beispiel.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Wenn du dir immer sagst, dein Leben soll besser werden, dann schaffst du das auch. Wenn du dann für dich wohnst und ihr etwas Abstand habt, kommen vielleicht auch wieder positive Gefühle von beiden Seiten auf.

Wenn dir eine eigene Wohnung bewilligt wird (oder in einer WG), dann bitte gewöhn dich nicht an staatliche Unterstützung. Seh zu, dass du dein Leben alleine geregelt bekommst. Dann können dich deine Kinder mal bewundern und als Vorbild haben.

ich wünsch dir alles Gute

du solltest entlich mal auf den tisch klopfen und deine meinug offen tun.

lass dich nicht weiter herunterziehen sonst komst du nicht mehr hoch.

rede mit fachleuten darüber oder vieleicht hast du die möglichkeit bis zum termin woandes zu wohnen vorrübergehend.

gibts freunde,onkel oder tanten oma oder opa.??

ich wünsche dir viel glück!

Du kennst alle seine Schwachpunkte. Lass ihn leben und diskutiere nicht mit ihm. Wenn er etwas möchte, tu es.

An Deiner "Frage" sieht man, dass Du schon recht erwachsen bist, Du willst ihn nur irgendwie doch och zum Vater machen - der er aber, wie Du ja weisst, eben nicht ist.

Nur so kannst Du es noch aushalten...

Viel Glück dann mit Deinem eigenen Leben. Und vergiss Deinen Vater trotz allem nicht. Wer weiss, was er alles erleben musste, um so zu werden.

Hallo Süße,

aus deine Mail entnehmen ich, dass du ein Mädchen bist was ohne ein Mutter aufwächst. Es ist sicher nicht einfach nur ignoriert zu werden oder kein Lob zu bekommen. Dein Vater ist von seinem eigenen Leben enttäuscht, daher lebt er von Tag zu Tag. Warmes Essen gehört schon auf dem Tisch in einer Familie, bei dir klingt es eher nach einer WG mit Vater und Bruder.

Mach was aus deinem eigenen Leben. Mach deine Schule mit einen guten Abschluss, eine Ausbildung und genieß dein Leben. Keiner kann dir das dann wegnehmen. Du bist dann dein eigener Herr, musst dich bei niemanden bedanken, kannst dann stolz auf dich und deine eigenen Leistung sein.

Dein Vater ist „leider“ in seiner eigenen Welt, lass Ihn einfach mal in ruhe…irgendwann endet auch der längste Schlaf. Wahrscheinlich wird er erst wach wenn du ausgezogen bist.

Bist darin, lass dich nicht stressen, du wirst nicht besser oder schlechter durch die Meinung oder Äußerungen deines Vaters. Halt die Ohren steif.

Alles Gute und LG,

Yeliz

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