Landverpachtung

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Prinzipiell sind mündliche Pachtverträge genauso gültig wie schriftliche. Da deine Mutter verstorben ist, wird es wahrscheinlich schwierig, für Ihn die Dauer des Pachtvertrages zu beweisen.

Bei Erwerb von Grundstücken (und dazu gehört auch das Erben) werden Pachtverträge nicht gebrochen.

Ab einer Pachtdauer von zwei Jahren müssen Pachtverträge zwingend schriftlich gemacht werden, was für deinen Fall aber leider nicht heißt, dass der mündliche Vertrag nichtig und damit ungültig ist. Er ist dennoch wirksam. Es ist sogar so, dass Pachtverträge, die mündlich über eine Laufzeit von mehr als 2 Jahren geschlossen werden auf unbefristete Zeit gelten. Da er die Fläche schon seit 4 Jahren ohne schriftlichen Vertrag bewirtschaftet gilt das hier also auch.

In dem Fall ist also eine Kündigung des Pachtvertrages notwendig. Hier gilt der § 594 a BGB für unbestimmte Laufzeiten:

„Ist die Pachtzeit nicht bestimmt, so kann jeder Vertragsteil (Pächter/Verpächter) das Pachtverhältnis spätestens am dritten Werktag eines Pachtjahres für den Schluss des nächsten Pachtjahres kündigen. Im Zweifel gilt das Kalenderjahr als Pachtjahr.“

Die Kündigungsfrist beträgt also 2 volle Pachtjahre minus dreier Werktage!!! Anders als der Vertrag muss eine Kündigung zwingend schriftlich erfolgen. Eine mündliche Kündigung ist nichtig!!!

Je nachdem, welches Pachtjahr vereinbart ist (Pchtwechsel in der Landwirtschaft in der Regel im Herbst nach der Ernte, vor der nächsten Aussaat) müsst ihr drei Tage vor Ende schriftlich gekündigt haben und dann darf der Landwirt noch zwei Jahre lang auf eurer Fläche wirtschaften.

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Im Zweifelsfall einfach mal im Gesetz (BGB) nachlesen, aber da wird auch nichts anderes stehen.

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Nein, das müsst ihr nicht. Er hat mit Sicherheit keine Zeugen für den mündlichen Vertrag. Da ihr die neuen Besitzer seid, könnt ihr über die Verwendung der Ackerfläche bestimmen.

Hallo, vielen Dank für die Antworten. Ich werde die Sache nun mit einem Anwalt abklären, dann weiß ich es (hoffentlich) genau. Ich hatte noch vergessen zu erwähnen (ist mir auch erst nachher eingefallen), dass meine Mutter seit 5 Jahren (nach einer schlimmen Erkrankung) unter "Betreuung" stand und eigentlich nicht geschäftsfähig war.

Stadt möchte Ackerland / Grünland von uns kaufen und Baugebiet ausweisen - 40 % d. Baulandpreises

Die Stadt ist an uns herangetreten und möchte Ackerland / Grünland von uns kaufen und als Bauland ausweisen. Wie wissen wir was ein angemessener Preis ist ? Der vorgeschlagene Kaufpreis der Stadt für das Grünland liegt deutlich unter 50 % des Marktwertes im freien Verkauf (Nebengemeinde) für Bauland. Konkret beiten sie uns 40 % des Baulandpreises, das sie in der Nebengemeinde zum Verkauf haben an. Ist das realistisch ?
Klar, für uns würden bei Verkauf keine sonstigen Kosten an fallen. Erschließung etc. muß sich dann die Gemeinde drum kümmern. Wäre es vielleicht nicht sinnvoller und lukrativer für uns, die Stadt würde erst auf Bauland umwidmen und wir verkaufen dann - vorausgesetzt verhandelbar. Das Land brauchen wir faktisch nicht und wir wäre bereit für einen fairen Preis zu verkaufen ...

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Danke.

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Unerlaubte "Tierrettung" auf Bauernhöfen. Was ist eure Meinung?

Ich habe soeben folgenden Artikel gefunden und wollte mal eure Meinung zu der Aktion hören.

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Befristeter Pachtvertrag Grünland kündigen wegen Eigenbedarf (Haus bauen)?

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Da ich jetzt mit 26 Jahren endlich von Daheim ausziehen will, jedoch nicht das Dorf verlassen will in dem wir wohnen hab ich vor ein Haus bauen. Ich war schon auf der Gemeinde wegen umwidmen auf Bauland, die Bank hat auch keine Probleme wegen Kredit usw.

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Hallo,

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Danke!

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