Landverkauf in Brandenburg - Eigentumsrückverfolgung bis 1933

2 Antworten

Ok - jetzt wird es mir klarer. Das Grundbuchamt will wissen, ob der Verkauf genehmigungspflichtig ist; grundsätzlich ist gemäß §§ 1 und 2 GVO jeder Grundstücksverkauf in den "neuen Bundesländern" genehmigungspflichtig nach der Grundstücksverkehrsordnung. Damit soll sichergestellt werden, dass das Grundstück nicht von Ansprüchen nach dem Vermögensgesetz betroffen ist (enteignete Alteigentümer).

Die Möglichkeit der Eigentumsrückverfolgung dient eigentlich der Verfahrensbeschleunigung. Das Grundbuchamt kann in bestimmten Fällen selber prüfen, ob eine Genehmigung nach der GVO entbehrlich ist. Einer dieser Fälle ist § 2 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 GVO. Eine Genehmigung nach der GVO ist nach dieser Vorschrift dann nicht erforderlich, wenn der Veräußerer selbst seit 29.01.1933 ununterbrochen als Eigentümer im Grundbuch eingetragen war, oder wenn derzeit jemand als Eigentümer eingetragen ist, der den damaligen Eigentümer beerbt hat. Dann sind Ansprüche nach dem Vermögensgesetz praktisch nicht möglich.

Das Problem ist wahrscheinlich weniger, den damaligen Eigentümer nachzuweisen, als vielmehr auch die ununterbrochene "Legitimationskette" bis zur aktuell eingetragenen Person. Das ist relativ aufwendig, da es damit auf die Erbfolge ankommt - eine ziemlich komplexe Problematik! Da können außer Kaufverträgen und Grundbuchauszügen noch andere Dokumente relevant sein.

Ob eine Eigentumsrückverfolgung in jedem Fall stattfindet, kann ich nicht sagen - ich kann es mir aber vorstellen, wenn zumindest einige Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass kein "erzwungener" Eigentümerwechsel stattfand. Zudem ist sie das "kleinere Übel" im Vergleich zu einer (kostenpflichtigen) GVO-Genehmigung.

Zum "Anspruch von 0,5%" kann ich mangels näherer Angaben leider nichts sagen - sollen das die Verfahrenskosten sein?

Insgesamt: Eine Verfahrensdauer von mehreren Monaten für eine Eigentumsrückverfolgung über 80 Jahre erscheint mir noch nicht übertrieben lang. Auch in den alten Bundesländern kann die Eigentumsumschreibung mehrere Monate dauern. Ob die Dauer tatsächlich angemessen ist, kann man anhand der Angaben nicht beurteilen.

... und mir ist sehr unverständlich, was denn nun die Frage ist... geht es um die Dauer oder um die Tatsache, dass überhaupt eine Eigentumsrückverfolgung stattfindet, oder um was ganz anderes?

Hallo schuuldenkrise .... Entschuldigung... ist ja richtig ...... mir stellt sich die Frage aus was für einem Grund eine Eigentumsrückverfolgung stattfindet , wo alle Unterlagen vorliegen, ( Kaufvertrag, Einträge Grundbuchamt etc. ) ... aber die Krönung kommt ja noch ... jetzt heißt es ,dass noch ein Anspruch von 0,5% besteht, wofür auch immer ..... dass kann es ja wohl nicht sein ... zwischen dem damaligen Kauf und heute liegen über 70 Jahre, eine Generation ... ach , ich könnte platzen... ´tschuldigung ... danke für deine Rückmeldung !!!

0

Was möchtest Du wissen?