längerfristig Arbeits-unfähig/Erwerbsminderung/Rente? (psychische Erkrankung)

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7 Antworten

Es gibt Werkstätten für Psychisch Kranke. Das ist etwas anderes als Werkstätten für geistig behinderten Menschen, nicht verwechseln. Dort arbeiten Menschen, die nicht fähig sind, den Arbeitsansprüchen der Arbeitswelt nachzukommen. Du brauchst einen Behindertenausweis und mußt Dich beraten lassen, wo es so etwas bei Euch gibt. Du hast die Wahl, entweder Du hockst zu Haus, läßt Dich von Deinen Eltern finanzieren und endest irgendwann in der Grundsicherung, wenn Du Glück hast. Oder Du setzt Dich mit Deiner Situation auseinander, machst Therapien, kümmerst Dich um Deinen Behindertenstatus und versuchst über diese Schiene wieder in ein normales, geregeltes Leben hineinzukommen. Es geht, ich kenne Menschen, denen das gelungen ist, allerdings haben sie auch selbst mitgeholfen.

Wie auch Lukei schon geschrieben hat hast du keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente da du mindestens 5 Beitragsjahre brauchst. Depressionen und Angsterkrankungen sind in der Regel auch gut behandelbar so das dir auch keine Rente zugesprochen werden würde. Es gibt hunderte Fälle von Menschen die schwerste Erkrankungen und Behinderungen haben und sich mit den Rentenkassen um jeden Cent streiten. Du kannst einen Grundsicherungsantrag stellen das nennt sich "Grundsicherung für dauernd Erwerbsunfähige". Desweiteren kannst du auch einen Antrag für einen Behindertenausweis stellen.

Du kannst Finanzielle Unterstützung in Form von Grundsicherung beim Sozialamt beantragen. Dafür musst du allerdings als erwerbsunfähig eingestuft worden sein. Das macht der Amtsarzt oder ein anderer entsprechender Gutachter. Therapien können bei Depressionen helfen. Z.B. Gesprächstherapien oder auch in Kombination mit Medikamenten.

Hallo, geh dringend zum VDK in Deiner Nähe (www.vdk.de) und lass dich beraten. Ich selbst bin VDK Kreisvorsitzender von Naumburg / Saale.

Schildere dort Deine Probleme. Du wirst kostenfrei beraten. Dort wird festgestellt ob man dir helfen kann. Das geht am Anfang auch ohne Mitgliedsbeitrag.

VdK – Sozialverband mit Profil Der Sozialverband VdK setzt sich seit seiner Gründung für soziale Gerechtigkeit in Politik und Gesellschaft ein. Dieses Prinzip ist unser Erfolg. Wir sind ein bundesweit tätiger sozialpolitisch engagierter und sozialrechtlich aktiver Interessenvertreter. Als anerkannter Partner von Behörden, Verbänden und Parteien ist unsere Fachkompetenz stets gefragt. Selbstverständlich halten wir regen Kontakt vom Einzelmitglied über den Landtag bis hin zum Bundestag und sind somit stets auf dem Laufenden.

Warum VdK – Sozialverband? Unseren Mitgliedern stehen wir mit Rat und Tat zur Seite. Das schafft Vertrauen. Sozialversicherte, Behinderte und alte Menschen, Kriegs-, Wehrdienst- und Unfallopfer sowie deren Hinterbliebene haben sich im Sozialverband VdK organisiert. Sie nutzen die Vorteile einer starken Gemeinschaft.

Jedes Mitglied des VdK hat Anspruch auf Vertretung in sozialrechtlichen Angelegenheiten Rechtsansprüche seiner Mitglieder durchzusetzen, das ist die Kernkompetenz des Sozialverbands VdK. Die versierten VdK-Juristen beraten und vertreten die Mitglieder auf folgenden Rechtsgebieten: Rentenversicherung, soziale Pflegeversicherung, Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen, Arbeitsförderung, Schwerbehindertenrecht, gesetzliche Krankenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung, Grundsicherung für Arbeitssuchende, Grundsicherung im Alter, Erwerbsminderung, soziales Entschädigungsrecht

Der VdK hilft nicht nur bei der Antragstellung, sondern legt auch Widerspruch ein, führt Verfahren vor den Sozialgerichten oder sogar vor dem Bundesverfassungsgericht. In Musterstreitverfahren lässt der Sozialverband VdK die Verfassungsmäßigkeit von neuen Gesetzen prüfen, die für Ältere, Menschen mit Behinderung oder chronisch Kranke große Belastungen mit sich bringen. Mit dem VdK – Sozialverband in eine soziale Zukunft Sozialpolitik sorgt für Bewegung, denn zum einen müssen Errungenschaften verteidigt werden, zum anderen sind soziale Rechte ständig an veränderte Verhältnisse anzupassen. An diesem Prozess beteiligen wir uns für und mit unseren Mitgliedern. Viel Erfolg, Peter

PS Der Monatsbeitrag liegt je nach Bundesland zwischen 4,00€ - 7,00€. Lass das Eintrittsdatum rückdatieren. Du hast sofort Anspruch auf kostenfreie Rechtsberatung

Die ganze Krankengeschichte lasse ich jetzt mal außen vor - dir geht es anscheinend allein um deine finanzielle Absicherung.

Aus deinem Text schließe ich das du noch ziemlich jung bist und bisher keiner bezahlten Tätigkeit nachgegangen bist (für dich gibt es noch Kindergeld). Das heißt aber auch das du keine Rente wegen einer Erwerbsminderung beziehen kannst weil du die dafür notwendigen Beitragjahre nicht hast (mindestens 5 Jahre), auch die übrigen Voraussetzungen liegen nicht vor (mindestens drei Jahre mit Beiträgen in den letzten 5 Jahren vor dem Eintritt des Versicherungsfalles wäre eine davon).

Das mit der Rente kannst du also vergessen.

Bist du unter 18? Dann sind grundsätzlich deine Eltern unterhaltspflichtig. Bist du über 18 und jünger als 25 sind sie das nur noch bedingt. Wenn du allein wohnen willst führt dein Weg direkt zum Sozialamt, dort kannst du Grundsicherung/Wohngeld etc. beantragen. Die Kollegen dort beraten dich auch hinsichtlich Wohnungswahl (erst zum Sozialamt, dann Wohnung mieten. Man fragt vorher, nicht nachher).

Was die Familienkasse mit "behindert einstufen" meint: Eltern bekommen Kindergeld für erwachsene Kinder (also über 18) wenn sie behindert sind und außerstande sind sich selbst zu unterhalten. Diese Behinderung stellt das Versorgungsamt bzw. die für deinen Wohnort zuständige Kreisverwaltung fest. Den Antrag dafür kann man im Internet downloaden. Eine Rente bezieht man für diese Behinderung nicht.

Ich weiß nicht, was alle immer mit der Grenze von 18 und 25 haben. Eltern sind nach BGB bis zum Abschluß der Erstausbildung/Studium oder einer direkt anschließenden aufbauenden Ausbildung/Studium unterhaltspflichtig, völlig unabhängig von 25. Bis das Kind auf eigenen wirtschaftlichen Beinen steht. Wenn sich allerdings nachweisen lässt, dass das Kind dort absichtlich pfuscht oder sich nicht genügend anstrengt, endet die Pflicht, aber das geht meist über Gerichte.

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@Candlejack

Ja, das stimmt. Allerdings endet mit 25 der u. a. der Anspruch auf Kindergeld, auch wenn die Ausbildung noch nicht beendet ist. Von daher ist meine Antwort vielleicht etwas missverständlich.

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@ProfFarnsworth

Ja, das ist richtig, das höre ich auch ständig in Beratungen von anderen Beratern. Aber auch denen sage ich: was bitte hat der Anspruch auf Kindergeld mit der Unterhaltspflicht nach § 1601 ff BGB zu tun ?

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Da du noch nie gearbeitet hast steht dir keine Erwerbsunfaehigkeitsrente zu, dazu muss man mindestens 5 Jahre pflichtversichert gearbetitet haben.

Du kannst beim Versorgungsamt oder auch Amt fuer Soziale Angelegenheiten einen Antrag auf Schwerbehinderung formlos stellen. Dazu sendest du am besten alle aerztlichen Befunde mit und auch die Namen und Anschriften deiner bisher behandelnden Aerte.

Das Amt fuer soziale Angelegenheiten schreibt dann diese Aerzte an und diese muessen dann noch ein aerztliches Gutachten abgeben. Je nachdem wie alle Gutachten ausfallen und wie ein Arzt dieses Amtes das beurteilt bekommst du einen bestimmten Grad der Behinderung. Wenn es mehr als 50 Grad der Behinderung hast du bestimmte finanzielle Vorteile und auch wesentlich mehr Rechte deine Anspreuche bei Behoerden durchzusetzen.

Bitte gehe aber auch zur VDK dies ist ein sozialer Verein, der kuemmert sich um die Belange von Behinderten und die koennen dir dort genau sagen, was du noch alles fuer Ansprueche hast. Sie haben auch eigene Fachanwaelte. Dort musst du nur einen geringen Mitgleidsbeitrag zahlen und kannst dich dort sehr gut informieren ueber alles.

Du solltest dir eine gute Klinik suchen und dich behandeln lassen.

Ob du wirklich körperlich arbeitsunfähig bist wage ich zu bezweifeln.

Dich als "behindert" einstufen zu lassen ist auch keine Ausrede - auch behinderte Menschen können einer regulären Arbeit nachgehen.

jaja nochmal eine klinik. wie gesagt in behandlung bin ich (wie gesagt 12 wochen klinik, momentan ambulante therapie) ,nochmal klinik ist beim psychologen auch im gespräch, meine frage bezieht sich ja auch darauf was ich mache wenn es sich TROTZ behandlung nicht -oder über einen längeren zeitraum nicht/kaum- bessert (als theoretisches beispiel für weiter 6 monate, 1 jahr oder gar 3/4 jahre, kann ich ja nicht einschätzen) (eine besserung ist ja derzeit nicht abzusehen)

das mit "behindert" wurde mir von der familienkasse nahegelegt eben weil wir telefonisch darüber geredet haben ob ich nun alle 6 monate zum amtsartzt muss..

von körperlich hatte ich nichts gesagt (ist zwar auch ein punkt, aber spezifisch darum soll es eig hier nicht gehen)

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