Längere Krankschreibung wegen gleicher Diagnose (über Jahreswechsel) / neue Lohnfortzahlung Arbeitgeber?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

müßte dann der Arbeitgeber wieder für bis zu 6 Wochen bezahlen

In Deinem Fall, bei diesen Zeitabständen: Nein!

Wenn du nach dem Ende des Krankengeldbezugs wieder wegen dergleichen Erkrankung arbeitsunfähig wirst. dann muss der Arbeitgeber nur dann wieder 6 Wochen Lohnfortzahlung leisten, wenn

> seit dem Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit wegen dieser Erkrankung 12 Monate verstrichen sind, oder

> seit dem Ende der ersten Arbeitsunfähigkeit wegen dieser Erkrankung 6 Monate verstrichen sind.

Geregelt ist das im Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 3 "Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall" Abs. 1 Satz 2.

Wenn du also nach dem Ende des Krankengeldbezugs im Februar 2017 vor dem Sommer 2017 (dann wären noch nicht 12 Monate seit Beginn der Erkrankung vergangen) oder vor August 2017 (dann wären noch keine 6 Monate seit Ende der Erkrankung vergangen) wieder wegen der gleichen Erkrankung arbeitsunfähig wirst, erhältst Du keine Lohnfortzahlung, sondern sofort wieder Krankengeld.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das hat absolut nichts mit dem Kalenderjahr zu tun. Wenn du wieder wegen der gleichen oder einer daraus resultierenden Folgekrankheit arbeitsunfähig geschrieben wirst, setzt sofort wieder der Krankengeldbezug der Krankenkasse an und der Arbeitgeber muss nicht nochmal 6 Wochen Lohnfortzahlung leisten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Leonora72
18.01.2017, 20:05

Danke für die Antwort. Auch wenn ich 2017 noch nicht gearbeitet habe und somit noch keine Lohnfortzahlung im Kalenderjahr war? Habe nämlich etwas Angst, sollte ich wieder krank werden und der AG müßte wieder 6 Wochen bezahlen. War die Vorjahre nie krank und nun so ne lange Zeit.

LG

0

Was möchtest Du wissen?