längere Krankheiten in Bewerbung angeben oder nicht?

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9 Antworten

 Bei Bewerbung gehe ich mal davon aus, dass du einen Arbeitgeber meinst. In der Regel musst du dort keine Erkrankung angeben, die abgelaufen sind und keinen Einfluss mehr auf deine Arbeitsleistung haben.

 Aber Vorsicht, in bestimmten Berufen gibt es Ausnahmen. In diesem Fall kann das Vertragsverhältnis dann widerrufen werden.  Ohne also zu wissen für was du dich genau bewirbst und welche Krankheit das ist, kann man das nicht so pauschal sagen. 

 Ähnlich verhält es sich mit einer Schwangerschaft, die man nicht angeben muss.  Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen, was die meisten gar nicht wissen. 

 So kam es nach einem Gerichtsurteil zu einer Kündigung, weil die Schwangere sich für die Radiologie beworben hatte und dies dem Arbeitgeber verschwieg. Hier griff dann diese Ausnahmeregelung. 

 Und hier noch ein ganz wichtiger Tipp, falls du mal Versicherungen abschließen willst wie zum Beispiel Lebensversicherungen, private Zusatzversicherungen oder generell dich privat versichern möchtest. 

Hier ist es immer ratsam alle abgelaufen Erkrankungen anzugeben, weil sonst im schlimmsten Falle der Versicherer leistungsfrei bleibt, d.h. du bleibst entweder auf deine Kosten sitzen und / oder wirst anschließend vom Versicherer gekündigt. 

 Mir ist das selber schon im Verwandtenkreis passiert. Dort hatte die Betroffene als Kind mit 8 Jahren eingenässt.  Circa acht Jahre später bekam das junge Mädchen Nierenprobleme und tatsächlich hat der Versicherer den damaligen Kinder Arzt ausfindig gemacht und diese Diagnose ausgegraben. Die Folge war, dass wir größte Schwierigkeiten hatten den Versicherer zu überzeugen die Krankenbehandlung zu bezahlen und es endete damit, dass eine Kündigung folgte. 

Sollte man Krankheiten angeben die z. B. über 1 Jahr gedauert haben und die Schulleistung beeinflusst haben in der Zeit, vor allem, wenn es wirklich stimmt oder sollte man es lassen? Sollte man längere Krankheitsgeschichten angeben oder nur wenn sie auf die Gegenwart Auswirkungen haben?

Entscheidend für die Beantwortung der Frage und die "richtige" Vorgehensweise ist doch, 

  • wie genau die "Beeignflussung" der Schulleistungen ausgesehen hat,
  • wie lange diese Erkrankung nun schon her ist
  • und wofür du dich bewerben willst

Bei einer Bewerbung würde ich so was ganz weglassen.

Auch wenn es jetzt noch Auswirkungen hätte.

Kein Arbeitgeber stellt jemanden ein, der von Vorn herein als kränklich oder psychisch instabil einzuschätzen ist.

Mit so einer Aussage in der Bewerbung schaffst du es nicht erst bis zu einem Vorstellungsgespräch, um von dir zu Überzeugen.

Auf keinen Fall gibt man Krankheiten in einer Bewerbung an, und schon gar keine psychischen Erkrankungen. Das wirkt einzig abschreckend, mehr nicht.

Gib einfach die Zeiten an, die du belegen kannst, die Fehlzeiten bleiben halt leer. Da musst du auch nichts erfinden, wie hier jemand schreibt, denn das wäre Betrug.

Wenn bei einem Vorstellungsgespräch nachgefragt wird, kannst du kurz darauf eingehen, mit dem Hinweis, dass du nun aber wieder voll einsatzfähig bist.

Angeben musst du höchstens eine Behinderung, die du dauerhaft hast, weil die ja deine Arbeitsleistung entsprechend beeinflussen kann. Wenn du z.B. im Rollstuhl sitzen würdest, oder dauerhaft einen Gehstock benötigst. - Deine Krankheitsaltlasten lass weg, die machen keinen guten Eindruck, und das führt nur dazu, dass du deine Bewerbung zurück bekommst.

Ich würde das freilassen und hoffen, dass es unbemerkt bleibt. Nur wenn Du direkt auf den Zeitraum angesprochen wirst, kannst Du antworten.

nein ich würde sie nicht angeben. Der arbeitgeber muss dich unabhängig von gesundheitlichen und anderen Sachen sehen. so etwas geht ihn in erster linie nix an, zumal es für dich danach negativ laufen könnte da er sich dann denkt "er koennte ja öfter krank werden und fehlen und sowas brauchen wir nixht"... also lass es lieber 

Die Frage mußt Du Dir selber beantworten. Würdest Du als Chef jemanden mit gravierenden Vorerkrankungen einstellen ? Wenn Du sicher bist, das Deine Erkrankungen Deine zukünftige Arbeit nicht belasten würde ich schweigen. Wenn nicht, so kommt es früher oder später doch zur Kenntnis des Arbeitgebers und dann bist Du so oder so wieder draussen.

Würde ich lassen, wenn du explizit darauf angesprochen wirst, warum da eine Lücke im Lebenslauf ist, kannst du es sagen, oder wieso die Note da ist. Dann würde ich es Schildern. Sonst nicht

Du musst dir fuer die Luecke etwas ausdenken: Kranken Vater geflegt oder ein Auslandsauffenthalt bei deiner Tante in Amerika, um Englisch zu lernen oder so etwas!

Hauptsache du erklaeerst die Luecke logisch, ansonsten gehts du auf den Stapel, der im Paperkorb landet (naja, heute ja nicht mehr). Viel Erfolg!

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