Länger als 4 Wochen krankgeschrieben und dann Urlaubstage weg?

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10 Antworten

Das ist absoluter Schwachsinn und die Klausel ist wirkungslos.

Der AG muss Dir sechs Wochen Entgeltfortzahlung leisten, dann bezahlt die Krankenkasse.

Dir wegen der Erkrankung Urlaub abziehen wollen geht überhaupt nicht. Das Entgeltfortzahlungsgesetz hat rein gar nichts mit dem Bundesurlaubsgesetz zu tun. Letzteres besagt dass Urlaub zur Erholung da ist. Eine Verrechnung mit Krankheit ist nicht zulässig.

Wenn der AG Krankheit schon "bestrafen" will, so hat er die Möglichkeit nach § 4a Entgeltfortzahlungsgesetz. Das besagt dass der AG für Zeiten der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit Sondervergütungen wie z.B. Weihnachtsgeld kürzen kann. Da darf er aber maximal nur ein Viertel des Tagesverdienstes pro Krankheitstag abziehen. Außerdem muss das so im Arbeitsvertrag, anwendbaren Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung geregelt sein.

Urlaub und Krankheit sind zwei Paar Schuhe.

Der Arbeitgeber kann natürlich nicht wegen einer längeren Krankheit den Urlaub nach Gutdünken kürzen.Zumindest gilt das für den gesetzlichen Mindesturlaub.

Im Gegenteil, wenn wegen längerer Erkrankung der Arbeitnehmer den ihm zustehenden Urlaub im laufenden Kalenderjahr nicht nehmen kann, so verfällt er nicht und bleibt bestehen bis zu 15 Monate nach Ende des entsprechenden Kalenderjahres.

In Deutschland ist das meines Wissens nicht möglich, dass der Arbeitgeber dies so handhabt.

Zumal er ja auch nur 6 Wochen Lohnfortzahlung leisten muss. Danach bezahlt ja alles die Krankenkasse.

Bei einer langfristigen Erkrankung eines Mitarbeiters konnte der
Arbeitgeber bisher in Ruhe die Genesung abwarten, weil er außerhalb der
Entgeltfortzahlung kaum Kosten zu erwarten hatte. Aber nach einem Urteil
des Europäischen Gerichtshofs, das Aufsehen erregte, verfällt der
Urlaub auch bei dauerhafter Erkrankung nicht.

http://www.foerderland.de/managen/recht/news/artikel/bei-langer-krankheit-zwingt-sie-das-europarecht-zur-kundigung/

Das hab ich ja noch nie gehört. Denk auch nicht, dass das zulässig ist.

Du solltest Dich mal an einen Anwalt wenden, wenn Du in keiner Gewerkschaft bist.

Das Problem ist, dass du es unterschrieben hast.

Das ist aber eine wirklich fiese Klausel, und ich gehe davon aus, dass sie nicht dem Gesetz entspricht. (§ 9 Bundesurlaubsgesetz.)

Stadthalle 03.05.2016, 14:38

Das Problem ist, dass du es unterschrieben hast.

Warum sollte das ein Problem sein ?

Rechtlich unwirksam.

Aber es könnte ein persönliches Problem werden.

2

Diese Klausel ist unwirksam.

Wie du jetzt damit umgehst ,ist deine Sache.

Viel Glück.

Gruß S... .

klingt in der tat ungewöhnlich, aber ich bin kein arbeitsrechtler...

Nein ist es nicht.

Das ist ungesetzlich, siehe Bundesurlaubsgesetz.

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