Lähmung nach OP, Krankenhaus verklagen?

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11 Antworten

Sie können sich an ihre zuständige Krankenkasse wenden, dort gibt es eine Beratungsstelle für Behandlungsfehler. Wenn die geprüft hat, kann ihnen die Kasse einen Tipp geben, ob es sinnvoll ist, gegen die Klinik vorzugehen. Es liegt ja auch im Interesse der Kasse, wenn Fehler gemcht wurden, sich ggf. von der Klinik Kosten zurückzuholen, auch für Folgebehandlungen.

Ein Krankenhaus zu verklagen ist so eine Sache. Da brauchst Du einen sehr, sehr guten Anwalt, viel, viel Geld, eine lange Ausdauer und Du musst BEWEISE haben, um den Kampf "Goliath gegen David" auf zu nehmen. Das solltest Du VORHER wissen ! Aber wenn Du das alles weißt und Du immer noch davon überzeugt bist, rede mit einem FACH-Anwalt darüber. Nur der kann Dich wirklich adäquat beraten. Einen Fach-Anwalt findest Du unter www.anwaltssuchdienst.de . Viel Glück und vor Allem; viel Erfolg !

Wenn ich das richtig verstehe hast du durch langes, ungünstiges Liegen (11 Stunden Narkose) eine Radialis-Lähmung (dieser Nerv liegt im Arm!) davongetragen.

Mit der OP am Bein hat das also nichts zu tun, sondern alleine mit der Narkose!

Wende dich an deine Krankenkasse. Die dürften dich weitervermitteln können. Die Kasse hat auch kein Interesse daran, dass sie dir weitere Behandlungen und eine längere Auszeit bezahlen darf. Wenn es um Behandlungsfehler geht sind die also eher auf deiner Seite.

Adoptivmama 18.12.2013, 14:17

Kleine Korrektur... das hat nichts mit der Narkose zu tun, sondern mit einer fehlerhaften Lagerung des Armes. Die Lagerungen werden nicht vom Anaesthesie-Personal durchgeführt, sondern vom OP-Personal um eine operationskonforme Lagerung zu gewährleisten. Eine Radialis-Lähmung verursacht eine sogenannte Fallhand. Hier ist zu klären in wie weit diese Lähmung noch zu beheben ist. Meldung an die KK machen. Die meisten haben heute Schlichtungsstellen, welche dir einen Arzt benennen können der feststellen kann ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen Lähmung und Lagerung gibt. Diese Ärzte sind besonders vereidigt und arbeiten wertneutral. Nach dieser Abklärung ggfs mit Hilfe der Schichtungstelle weitere Maßnahmen beschreiten.

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ArchEnema 18.12.2013, 17:08
@Adoptivmama

Nichts anderes hatte ich behauptet... Ich find's jedenfalls gut, dass jemand vom Fach (augenscheinlich) das genauso sieht. ;-))

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Adoptivmama 19.12.2013, 04:41
@ArchEnema

Vom Fach... viele Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel und nen Berg an Fachweiterbildungen und Zertifikaten... Danke für die netten Worte..

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Verklagen geht sicher, aber ob das viel was bringen wird, ist mehr als fraglich.

die Kosten hierfür sind immens, das Problem der Beweislage ist auch nicht gering.

Wende Dich an das Qualitätsmanagement des Krankenhauses und frage, wie diese sich den weiteren Verlauf vorstellen.

Erst nach fachgerechter Behandlung sind die dauerhaften Folgen einer Nervendruckschädigung durch die Lagerung zu begutachten. Diese Frist wird allgemein mit 6 Monaten angegeben.

Eine vorzeitige Klage hat wenig Aussicht auf Schadensersatz.

Hallo,

du hast die Möglichkeit, dich mit deinen Unterlagen, an einen RA für Medizin zu wenden.

Das ist aber nur kostenfrei, wenn du versichert bist, und die Versicherung den Fall übernimmt.

Der " normale Weg " ist, sich an die Schlichtungsstelle deiner zuständigen Ärztekammer zu wenden.

Gruß

Weshalb verklagen? Daß die Schmerzen von jetzt auf gleich nicht weggehen ist nachvollziehbar. Es braucht aber seine Zeit und Du mußt Geduld haben.

So leicht kann man eine Klinik nicht verklagen - du bist sicher über die Risiken einer solchen OP aufgeklärt worden. Bestimmt war dieses Risiko erwäht worden - und du hast unterschrieben.

Wende dich an einen Anwalt und lasse dich erst mal beraten.

turalo 18.12.2013, 08:44

Man kann ratzi-fatzi leicht eine Klinik verklagen. Nur sollte man bedenken, daß man finanziell in Vorleistung treten muß, daß man Beweise erbringen muß und und und.

Man braucht viel Geld und einen sehr langen Atem....

Bei Beschwerden wendet man sich immer zuerst an die Verwaltung einer Klinik, in Kopie geht das Anschreiben an das Qualitätsmanagement. Man ist mittlerweile sehr darauf bedacht, daß Patienten "die Füße still halten", eine Klinik ist ein Wirtschaftsunternehmen, welches davon lebt, daß die "Kunden" zufrieden sind.

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rhapsodyinblue 18.12.2013, 08:47
@turalo

Man kann ratzi-fatzi leicht eine Klinik verklagen. Nur sollte man bedenken, daß man finanziell in Vorleistung treten muß, daß man Beweise erbringen muß und und und.>

und das nennst du ratzi-fatzi leicht?

Ich schrieb doch im Eingang so leicht kann man eine Klinik nicht verklagen

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turalo 18.12.2013, 08:50
@rhapsodyinblue

Die Anklage an sich ist nicht schwer..... "nur" die Durchführung.

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ArchEnema 18.12.2013, 10:49
@turalo

LOL. Ja, verklagen kannst du jederzeit alles und jeden. Aber wenn du das Verfahren verlierst ist das einfach nur eine sichere Methode Geld, Zeit und Nerven loszuwerden.

Eine aussichtsreiche Klage gegen eine Klinik ist eine sehr seltene Sache. Zumal man nur Behandlungsfehler beklagen kann, nicht "höhere Gewalt".

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Schau auf dem Aufklärungsblatt was steht ....

Eine Ulcus-OP am Bein 11 Stunden ?? Für wie dumm hältst Du die User hier ?? Für Deine Frage hast Du sicher genügend Antworten bekommen.

tigerkater2 22.12.2013, 02:52

LOL! ROFL!

Das ist ja wohl ne ***-Antwort

So nicht Kollege!

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AM besten gehst du zu einem Anwalt, der sich mit dem Arztrecht auskennt.

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