Lachgas-tuning kosten

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4 Antworten

Hallo

soweit ich weiss gibt es nur 2 Einbauer in Deutschland die das mit TÜV einbauen wobei in der Scene unklar ist wie dass genau lief. Es gibt beim TÜV halt den Ermessenspielraum.

BZW der eine baut das nur in Oldtimer ein und der andere hat bisher nur einen Motortyp damit bestückt.

Der TÜV will für die legale Benutzung von Lachgas (NOx) den TÜV konformen Einbau der Lachgasanlage und der geht nicht mit den "Billigen" 400 Dollar US Kits. Das fängt schon bei der Lachgasflasche an die in den USA verkauften Flaschen sind nicht gemäss der Druckbehälterverordnung geprüft bzw nicht "sicher" genug deswegen muss man sich Feuerlöscherflaschen aus dem Motorsport in Lachgasflaschen umbauen. Das bei US Lachgas verwendetet Schlauchmaterial ist nicht "Dicht" genug darf keinesfalls im Innenraum verlegt werden und eigentlich überhaupt nicht. Deswegen muss man entweder besseres Schlauchmateriel nehmen oder Hartleitung verlegen.

Ist im Prinzip wie der Einbau einen Autogasanlage...

Der nächste Knackpunkt ist dass man mit dem Lachgasbetrieb die Abgashürde schaffen muss. Dass ist kein Hexenwerk aber man muss die Lachgasanlage mit der Einspritzung abstimmen und beim TÜV ca 3000€ für das Gutachten hinlegen.

Die Abgasbastimmung macht dir jeder gute Chiptuner der braucht dafür so um 2-5 Stunden auf der "Rolle" und die Stunde Ingeneur auf Motorprüfstand wird heute so mit 150-200€ verrechnet. Alternativ schmeisst man die Serieneinsprizung raus und rüstet auf Motec oder Haltech um dort kann man mit den richtigen Sensoren einen stabilen Lachgasbetrieb erreichen.

Wenn man Pech hat braucht der auch länger weil Lachgas ist "Heikel" wenn man das nicht sauber abstimmt dann "explodiert" der Motor beim Übergang vom Lachgas in Normalbetrieb. Oder wenn zu wenig Benzin in denn Brennraum kommt dann schmelzen die Kolben durch. Da reicht schon wenn man zu billige Ventile oder Selenoiden verwendet die dann kurz ausfallen....

Bei den Billigkits wird ja eine Vergaserflanschplatte verwendet dort gibt es nur Selenoiden mit Druckbegrenzer bzw Durchgangsdrossel zur Feinabstimung des NOx Gemisch.

Zu grosse Powerkicks sind mit Serienmotoren eh nicht machbar weil man dafür Schmiedekolben braucht. Gusskolben zerbrösselt es einfach.

Bei den kleine Lachgaskits sind aber nur 15-25% Mehrleistung drin das geht bei Turbos schon mit normalen Chipen und bei Saugern kann man evtl miit klasssischen Tuning auch soweit kommen.

"Reines" Lachgas ist in Deutschland nur mit Genehmigung zu kaufen weil Lachgas nun mal tötlich sein kann. Je nach Bundesland ist das unterschiedlich geregelt aber reines Lachgas bekommt man nur mit Papierkram und Nachweissen der Verwendung.

Deswegen nehmen die meisten Industrielachgas. Dass ist Lachgas mit einem Zusatzgas das soll "stinken" und einen Würgereflex auslösen. Diese Zusatzgase (Amoniak) sind aber im Motor bei der Verbrennung kritisch sorgen für agressive Rückstände die dann ins Öl gewaschen werden und dort dann das Öl zersetzen. Deswegen müsste man nach einem Lachgaseinsatz zügig das Öl erneuern.

In den USA bei den 402Meter Sprints wird das auch gemacht dort werden in den meisten Klassen nach jedem Lauf bzws spätestens vor der Heimreise das Öl erneuert bzw oft werden die Motore teilzerlegt und überholt (Top Fueler auf jeden Fall aber das liegt nicht am Lachgas sondern am Nitromethansprit).

Also das sind alles Punkte die man beachten muss. Am einfachsten ist man kauft sich einen Ford Mustang SVO 5,0 SHO V4 ab Baujahr 1985 bis 1989. Dort gabs die Lachgasoption ab Werk und TÜV fähig in der Aufrüstung und solange man medizinisches Lachgas reinfüllen lässt kommt man auch mit dem 2500km Ölwechselintervall hin.

Lachgastuning für die Strasse mit TÜV ist zu teuer also macht man es für Rennsportgeräte ............. wobei es bei den meisten FAI Rennserien Illegal ist.

Bleiben noch die Sprintrennen übrig und dort verrecken die Motor mit oder auch ohne Lachgas ähnlich häufig. Ist auch egal weil man das Gerät mit dem Hänger hingefahren hat und mit dem Hänger zurückfährt.

Grüsse

Die Firma gPARTz ist ein Spezialist in Sachen Lachgas, die Lachgasanlage wird von Ihnen verbaut und vom TÜV abgenommen und ihr bekommt ein Gutachten für die Eintragung in die Fahrzeugpapiere.

Ich kann nur gutes über diese Werkstatt berichten, die Leistungssteigerung wird über den Hauseigenen Leistungsprüfstand ermittelt. Der ganze Spass hat mir 1799 € inklussive Eintragung gekostet.

www.gpartz.de

Abgesehen davon,dass die Verwendung von Lachgas auf öffentlichen Straßen nicht erlaubt ist,ist es auch relativ teuer. Das System an sich kostet 'nur' um die 400 Euro,aber der Einbau ist sehr teuer,da die ganze Geschichte ziemlich aufwendig ist. Außerdem gibt es kaum Werkstätten,die mit dem Einbau von Lachgassystemen vertraut sind. Natürlich muss auch der Motor stimmen,ein 1.4er Polo Motor fliegt Dir da direkt um die Ohren.

Ja natürlich. Kriegste schon für weniger Geld. Und an die die meinen dass das in DE verboten ist: NEIN IST ES NICHT. In speziellen Werkstätten kannst du dir das einbauen lassen

Der Einbau ist legal,aber die Lachgasanlage muss auf öffentlichen Straßen abgeklemmt sein und darf nicht benutzt werden.

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