LAB gegen CMYK und RGB

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2 Antworten

Hallo,Der LAB Farbraum definiert ALLE wahrnehmabaren Farben, und zwar unabhängig von ihrer Erzeugung/Abbildung.

Der CMYK Farbraum dagegen, setzt sich aus den Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz zusammen und kommt beim Druck vor (Auch natürlich in jedem Homeprinter). Dabei werden alle darstellbaren Farben aus den anderen gemischt, und werden durch diese begrenzt.

RGB (Red, Green, Blue) ist der "Lichtfarbraum" und kommt bei Anzeigegeräten vor (Monitore, Fernseher etc.) hierbei werden aus den drei Grundfarben alle anderen Farben gemischt.

Zusammenfassend, könnte man also sagen, dass der LAB-Farbraum unabhängig für alle Farben gilt, und somit eine Vereinheitlichung (Wahrnehmbarkeit, und Messbarkeit) aller anderen Farbräume darstellt. Anders, mit einem LAB wert lässt sich ein farbwert definitiv Festlegen, und zwar egal von, oder auf welchem Medium.

Hoffe Dir weitergeholfen zu haben.

Gruß

LAB hat keinen "Vorteil" im klassischen Sinne. Denn LAB beschreibt Farbe "anders" nicht unbedingt "besser". Neben den Farbwerten werden Helligkeit und Sättigung beschrieben. LAB ist, wie mein Vorredner bereits richtig sagte, die Definition aller vom menschlichen Auge wahrnehmbaren Farben. Würde man LAB-Farben auf einen Drucker senden wäre ein Großteil außerhalb des technisch machbaren Farbbereichs. Das Gleiche gilt für Bildschirme. Was passiert denn dann mit den Farben außerhalb des darstellbaren Bereichs? Dafür gibt es dann Farbmanagement. Das sorgt für eine standardisierte Angleichung der Farben, damit sie auf verschiedenen Geräten (einigermaßen) gleich rauskommen. Nachteil: Der Farbraum begrenzt sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, und das ist in der Regel der Drucker. Daher sehen Bilder am Bildschirm meist brillanter und satter aus als gedruckt. LAB spielt aber nur im Hintergrund eine Rolle, weil man damit im Druck und der Grafik nicht arbeitet, nur das Farbmanagement benötigt es zur Berechnung der Angleichung.

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