KZH bekommen bei der Bundeswehr sowie die Krankenakte

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7 Antworten

Die Krankenakte wird so schnell nicht vernichtet, obgleich die Informationen daraus aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht geheim sind.

Ich weiß nicht, ob deine Strategie aufgeht und ob du tatsächlich mit der Masche deinen Dienst vorzeitig beenden kannst. Normalerweise malen die Mühlen der Bürokratie so langsam, dass das von dir angestrebte ärztliche Ergebnis ohnehin erst in 6 Monaten feststeht. Ich war 15 Jahre bei dem "Verein" und hatte als Vorgesetzter einmal den Fall, dass ich bei einem Wehrpflichtigen (allerdings auf meine Initiative) aus psychischen Gründen ein Dienstunfähigkeitsverfahren eingeleitet habe. Der Abschluss dieses hat sich bis zum tatsächlichen Ende seiner Wehrpflicht hingezogen. Also kann es sein, dass sich dein Problem ("Was erzähle ich Bewerbungsempfängern.") am Ende gar nicht stellen wird.

Wenn deine Entlassung allerdings früher ansteht, könntest du bei späteren Bewerbungen einfach schreiben (im Lebenslauf) "Wehrdienst: befreit". Im Bereich der schriftlichen Bewerbung reicht das. Fragt jemand im Vorstellungsgespräch nach Details, sagst du schlicht: "Vorzeitig entlassen nach T5." Wird weiter nachgefragt, wäre es sehr gut, du könntest an dieser Stelle irgendwelche der üblicherweise genannten mechanischen Probleme nennen ("Rücken", "alte Sportverletzung am Knie"). Bewerber mit psychischen Problemen, egal wann die akut waren, mag niemand. Die wahre Geschichte mit "Ich hatte keine Lust" ist einer Einstellung durch ein Unternehmen nicht förderlich, vorsichtig gesagt.

Zwar soll man immer nur die Wahrheit sagen - aber es ist dein Berufsleben und dein Risiko. Mit der "Wahrheit" in diesem Fall stellt dich niemand ein.

Alles verstehe ich allerdings nicht. Was hat man dir denn beim KWEA versprochen? Darüber hinaus ist "Lust" eine sehr zweifelhafte Erwartung an den Job, die auch in den meisten selbst ausgesuchten Berufen selten erfüllt wird.

Von den selbstverständlich immer möglichen Ausnahmen abgesehen, ist die Bundeswehr eine Institution, die so aufgebaut ist, dass ein durchschnittlich stabiler junger Mann damit zurechtkommen kann. Oder anders ausgedrückt: Die dort üblichen Belastungen, sowohl psychischer als auch physischer Art, entsprechen grundsätzlich denen, die man im Leben auch an anderen Stellen aushalten muss. Ich bin nun Abteilungsleiter in einem zivilen Unternehmen und frage Bewerber in Vorstellungsgesprächen auch kurz nach ihren Erfahrungen bei der Bundeswehr: Die Aussagen schwanken zwischen "hat mir was gebracht, möchte ich nicht missen" und "vertane Zeit, wir haben nur herumgegammelt" - aber nicht eine Schilderung ging in die Richtung deines Falls.

"vertane Zeit, wir haben nur herumgegammelt" das triffts auf den Punkt, wurde einfach nur vollkommen enttäuscht von der BW, naja vielleicht als kleiner Junge zu viele Filme gesehen, Zeit ist jetzt vorbei, habe es mit der Krankschreibung gelassen und meine Zeit dort abgesessen. Hatte halt gehofft das dort mehr los ist, aber Leute die wenig Dienstzeit haben werden dort halt nicht gefördert, das KWEA sagte mir das ich mit 11 Monaten trotzdem ne menge machen würde. Aber vielen Dank für die Antwort.

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@Vaderxx

Offenbar hat du mit der Einheit das falsche Los gezogen. Ich war bei der Marine und bin zur See gefahren. Mir hat die Zeit gut gefallen. Es kam mir vor, wie bezahlter Urlaub. Ich war sozusagen auf Staatskosten viel in anderen Ländern (sogar mal 2 Wochen in Palma de Mallorca im Sommer). Ich würde es immer wieder genauso machen. War eine super Zeit.

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Die Gesundheitsunterlagen werden archiviert und für sehr lange zeit aufbewahrt, damit bei einer möglichen Wehrdienstbeschädigung, die ein Bürger für seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen anführt, noch überprüft werden können. bei der Bewerbung, z.B Polizei möchte man von dir das Einverständnis, das man in diese Gesundheitsunterlagen einsehen kann. Du kannst dir sicherlich vorstellen, was es bedeutet für deine Bewerbung, wenn du dem nicht zustimmst.

Hallo, geh' doch mal auf die Fragen ein und erzähl uns, was Dir das KWEA versprochen hat und der Bund nicht halten kann.

Natürlich ist die Bundeswehr kein Ponyhof, aber deswegen jammern und sich krank melden, ist nun nicht der richtige Weg. Sechs Monate sind keine lange Zeit und wenn Du die durchhältst, gehörst Du wenigstens nicht zu den furchtsamen Seelen, die sich vor jeder Herausforderung fürchten und damit lebensuntauglich sind.

Und die Krankenakte bekommt niemand außerhalb der Bw zu sehen!

Also: Was kann der Bunde nicht halten? Pls advise!

Aus der AGA war ich schon raus, naja die Zeit ist ja jetzt auch schon vorbei, Situation war das wir einfach NICHTS mehr gemacht haben, zu wenig Dienstzeig = keine Ausbildung = große Enttäuschung, AGA war riesen Spaß danach hatte ich mir erhofft noch ne SGA oder ein Lehrgang zu machen. Naja bin froh das ich aus der Zeitabsitzerrei raus bin. Is verständlich das die nichts in einen reinstecken der sowieso nich lang dort bleibt, aber jeden morgen aufstehen, vollzähligkeit, sauber machen und danach abrufbereit auf Stube bis Dienstschluss is alles andere gewesen als das was ich mir unter der BW vorgestellt hatte.

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wenn ich das lese dann könnte ich platzen. Ihr seid alle alt genug. Wenn ich zu einem bestimmten Arbeitgeber möchte, dann informiere ich mich haargenau darüber, was mich in der Ausbildung erwartet!!

Was mich erwarten sollte? Aga, SGA, Springerlehrgang. Was mich erwartete war ne geile AGA und abrufbereit auf Stube, Also sach mir nich ich hätte mich nicht Informiert, Ich habe um meine Entlassung beim Spieß und Chef mehrmals gebeten und die konnten mich nicht gehen lassen, Wir haben nichts gemacht ausser rumgesessen. Das ist alles andere als das was man sich unter dem Beruf vorstellt.

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Wenn du auf der Psycho-Schiene reist, dann sind dir die Wege zur Polizei und Feuerwehr verbaut. Auch bei der Polizei / Feuerwehr wird es dir ein Zuviel an Arbeit sein. Auf solche Leute können und müssen sie verzichten.

Warum ist das so? also könnte es sein, selbst wenn ich mich nacher sagen wir als Bürokaufmann in einem großen Betrieb bewerbe, das die einblick darein haben bzw ich irg eine Arbeitsuntauglichkeit oder sowas wegen belastbarkeit bekomme?

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@Fluppendreher

Weil man Beamter ist? Weil ich hatte nicht vor Beamter zu werden, in dem Sinne ist es mir egal ob die das Interessiert, nur sobald mir das Steine in den weg legen könnte für ne Zivile Laufbahn würde ich mir den Monat KZH spaaren.

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@Vaderxx

Jep, das können nicht nur Steine, sondern Felsen, werden. Der Beamtenstatus hat damit nichts zu tun.

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Schon mal was von ärztlicher Schweigepflicht gehört ? Die gilt selbst beim Bund. Und ich wär vorsichtig mit deinem Vorhaben, ehe dich dich Heimkrank schreiben gehst du durch die Psyschomühle.

Also sieht es eher schlecht aus mit, ich kann mich nich auf meine Zukunft konzentrieren, Kopfschmerzen wie sau seit Tagen und kann Nachts nicht mehr schlafen usw? Das hätte ich dem Doc nemlich gesagt...?

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@Vaderxx

Bei einem bekannten haben sie damals bei der Musterung, weil er auf die psycho-schiene gemacht hat eine Multifunktionsstörung "diagnostiziert" darum geht es mir das mir nicht das selbe blüht wenn ich mit soetwas anfange.

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Da frage ich mich immer,was denn das Kreiswehrersatzamt so versprochen hat.

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