KV will auf einmal gemeinsames sorgerecht?

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10 Antworten

Ich würde dir ganz stark empfehlen dem gemeinsamen Sorgerecht zuzustimmen!

Zum Glück sind die Gesetze heute so, dass es beiden Eltern zusteht, egal ob Mutti das will oder nicht. Das Kind ist nicht Muttis Eigentum, der Vater hat genau so Rechte und Pflichten.

Zunächst kann der Vater das GSR beim Jugendamt beantragen wo du dann die Wahl hast ob du dem zustimmst. Dies würde ich dir auch empfehle, da es manchmal schon ein schlechtes Licht auf dich wirft, wenn du es nicht tust, da man davon ausgeht, dass das GSR am ehesten dem Kindeswohle entspricht. (Dies ist übrigens kostenlos oder kostet maximal 30€).

Solltest du dort aber nicht zustimmen stellt der Vater einfach einen Antrag beim Familiengericht. Dort kommt es dann in einem schriftlichen Eilverfahren. Du bekommst Post und hast dann maximal 6 Wochen Zeit schriftlich dagegen zu argumentieren. Dabei zählen aber nur Gründe, die dem Kindeswohl schaden (also wenn er es z.B. das Kind schlagen würde). Gründe wie: wir verstehen uns nicht mehr, er wollte das Kind am Anfang gar nicht, wir streiten uns, ich kann das auch alleine usw zählen alle nicht! Der Vater bekommt dann gegen deinen Willen das GSR zugesprochen! Und jetzt der Harken an der Sache: das ganze kostet sehr sehr viel! Im Internet steht meistens was von mindestens 3.000 Euro. Von den Kosten wirst du dann die Hälfte tragen müssen!

Also warum nicht gleich beim Jugendamt zustimmen, wenn der Vater es eh bekommt, dadurch zeigen, dass man eine gute Mutter ist und Geld sparen.

Ich glaube du musst lernen, dass ihr trotzdem beide Eltern bleibt, auch wenn er vielleicht kein guter Partner war und du noch sehr verletzt bist... Streitet euch nicht um das Kind - dem Kinde zu liebe!!

Alles Gute Euch! Und noch eine schöne Restschwangerschaft und hoffentlich leichte Geburt!

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Du mußt natürlich nicht zustimmen.

Aber - wenn er vor Gericht geht, wird er die gemeinsame Sorge bekommen. Zwingend.

Die gibt hier in D aber nicht viel her.

Alltag bestimmt immer derjenige, bei dem sich das Kind im Augenblick aufhält.

Allenfalls für Schulwechsel, Kontoeröffnungen, Umzüge (aber nicht innerhalb der gleichen Stadt/Gemeinde), Religionszugehörigkeit, geplante OPs brauchst Du sein Einverständnis.

§ 1687
Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht,
nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in
Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung
ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich. Der Elternteil, bei
dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf
Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die
Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen
Lebens. Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in
der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer
abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Solange
sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer
gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat
dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der
tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4
einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes
erforderlich ist.

§ 1687a
Entscheidungsbefugnisse des nicht sorgeberechtigten Elternteils

Für jeden Elternteil, der nicht Inhaber der elterlichen Sorge ist
und bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder
eines sonstigen Inhabers der Sorge oder auf Grund einer gerichtlichen
Entscheidung aufhält, gilt § 1687 Abs. 1 Satz 4 und 5 und Abs. 2 entsprechend.

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Er wird das gemeinsame Sorgerecht und volles Umgangsrecht bekommen. Er ist der Vater, das solltest du nicht vergessen.

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"Möchte nicht das er das sorgerecht bekommt."

das reicht da zum glück nicht mehr aus. er wird einfach beim jugendamt das GSR beantragen - du kannst es dort noch ablehnen. dann wird der kindesvater das beim familiengericht einreichen und du musst gründe vorbringen die ein gemeinsames sorgerecht ausschliessen.

da gibt es zum glück nicht mehr viele. ob ihr euch da versteht oder ob er unterhalt zahlt ist dabei vollkommen egal.

sowahl das kind als auch der vater haben das recht auf das GSR

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Kommentar von extrapilot350
17.06.2016, 07:41

abermals völlig falsch.

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Kommentar von Mieze1231
17.06.2016, 11:04

Das der Vater das mal gesagt hat im ersten Moment spielt keine Rolle mehr. Er möchte das GSR jetzt, also bekommt er es auch...

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er darf sein kind nicht sehen, er hat das recht dazu. er darf nicht das sorgerecht bekommen, er hat ein recht darauf. verbieten kannst du ihm nichts.

es ist ganz normal das er gsr möchte und wenn du es mit ihm nicht gemeinsam erklärst, dann wird er es zügig einklagen. da du keine gründe nennen kannst die dagegen sprechen, schwerer missbrauch des kindes oder schwere misshandlung, wird er gsr auch bekommen. kosten trägst du dann, da du das verfahren verursacht hast.

er muss ja auch nicht einverstanden sein, dass kind bei dir aufwächst. genauso gut kann er dir erlauben das kind dann nach der geburt ab und an zum umgang zu sehen.

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Weiß ja nicht wie ihr auseinander gegangen seid aber wenn es geht red mit ihm und sag ihm Umgang und so zu das ihr das im dinne des Kindes handhaben werdet aber gemeinsames sorgerecht du nicht möchtest...

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Kommentar von selena199
17.06.2016, 06:59

sind auseinander gegangen weil er mich psychisch kaputt gemacht hat er hat mich jeden tag zur sau gemacht und ich solle doch den unfall abtreiben das es bei mir keine zukunft hätte und er kein kind mit mir haben will lieber mit einer besseren...habe einen neuen freund inzwischen. wohne ich auch bei ihm und jetzt kommt er wieder an und sagt ja es ist ja sein kind jetzt MUSS er sich ja wohl oder übel darum kümmern aber bezeichnet unseren sohn immernoch als unfall....

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Kommentar von maggylein
17.06.2016, 07:13

na dann ist deine frage ja schon beantwortet. kümmern kann er sich auch ohne sorgerecht. drück dir die Daumen das alles gut geht. sprich am besten auch mit dem Jugendamt und halt dich an die aussage dass er das kind sehen darf...

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Kommentar von selena199
17.06.2016, 08:16

habe einen brief vom krankenhaus noch weil er mir in der 20 ssw in den bauch geschlagen hat.

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Beide Elternteile haben das Sorgerecht. 

https://www.haufe.de/recht/familien-erbrecht/aenderung-bei-sorgerecht-unverheirateter-eltern-zum-1952013\_220\_175240.html

Nur, wenn du Beweise anführst, dass der KV bei einem gemeinsamen Sorgerecht das Wohl des Kindes gefährdet (Drogenkonsum, Gewaltanwendung), kannst du gerichtlich mit Anwaltsbeistand gegen das gemeinsame Sorgerecht vorgehen. LG

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Kommentar von selena199
17.06.2016, 06:59

drogen nimmt er. er raucht gelegentlich gras.

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Kommentar von selena199
17.06.2016, 07:00

reicht das denn schon?

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Habe noch einen brief vom krankenhaus weil er mir in der 20 ssw in den bauch geschlagen hat.

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Kommentar von martinzuhause
17.06.2016, 09:00

und das krankenhaus war dabei als er dir in den bauch geschlagen hat? das wird dich spätestens sein anwalt beim GSR fragen

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Kommentar von dielauraweber
20.06.2016, 07:32

auch das interessiert niemanden. er hat dich geschlagen, nicht das kind.

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Du kannst das festlegen. Er muss das gemeinsame Sorgerecht beantragen. Dann wird das Jugendamt entscheiden. Er hat Anspruch auf ein Umgangsrecht. Sollte er des gemeinsame Sorgerecht haben wollen, denke daran, Du darfst nicht einmal umziehen ohne seine Genehmigung usw.

Lass Dich vom Jugendamt beraten.

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Kommentar von martinzuhause
17.06.2016, 07:30

das jugendamt entscheidet da garnichts. das kann nur beraten. er wird das gemeinsame sorgerecht bekommen wenn er denn will. es gibt zum glück kaum noch anerkannte gründe die dagegen sprechen.

selbstverständlich darf die kindesmutter auch beim GSR umziehen. es ist doch ihr leben. nur das kind darf sie nicht einfach so mitnehmen

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Kommentar von Dahika
17.06.2016, 07:57

Schwachsinn. Der Vater erkennt sein Kind an und bekommt das gemeinsame Sorgerecht. Wir haben, was Elternschaft angeht, neue Gesetze. Die Mutter ist nicht Eigentümerin des Kindes.

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Kommentar von Menuett
17.06.2016, 11:58

Das Jugendamt hat keinerlei rechtliche Befugnis, über die gemeinsame Sorge zu entscheiden.

Das Jugendamt kann da nur beraten, sonst nix.

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Kommentar von dielauraweber
18.06.2016, 01:00

das jugendamt entscheidet garnichts. wenn sie es nicht erklärt, wird er es gerichtlich beantragen und dort bekommen. das wirft ein sehr schlechtes licht auf mutti.

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Ich denke nicht das du das musst. Es ist doch immer noch deine Entscheidung.

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Kommentar von Dahika
17.06.2016, 08:00

Nein, nicht mehr. Die Mutter ist nicht länger Eigentümerin des Kindes. Sie bestimmt da gar nichts.

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